Seit vielen Jahren trinke ich für den Tagesbedarf einfach nur Leitungswasser - und hatte vorher keine Vorstellung davon, wie drastisch unterschiedlich das Wasser schmeckt, je nachdem, wo es aus der Leitung kommt.

Am Wohnort ist das Wasser unauffällig okay. In Kassel hingegen blieb die mitgenommene Wasserflasche wegen empfundener Ungenießbarkeit des Wassers ungenutzt. Dafür gab es kürzlich im Allgäu als Kontrast einen wahren „Wow! Lecker!"-Effekt.

Wie findet ihr euer heimisches Leitungswasser? Gibt es zum Wasser in Kassel auch andere Meinungen (kann ja z. B. vom Stadtteil abhängen)?

#Leitungswasser #Trinkwasser #Kassel #Allgäu #KurzeWege

@musenhain
Hallo Andreas!

Das ist bestimmt auch immer eine Geschmacksfrage und ich selbst habe aktuell keine großen Vergleichsmöglichkeiten.
"Ungenießbar" finde ich das Wasser in Bad Wilhelmshöhe oder Wehlheiden aber nicht, bin aber kein Anhänger des puren Leitungswassers.
Trinkbar finde ich es aber schon.
Da es in Kassel aber aus 14 verschiedenen Wasserspeichern kommt, kann es aber durchaus Unterschiede geben.

Informationen zum kasseler Wasser
(nicht nur Wasserhärte):
https://www.kasselwasser.de/trinkwasser/unser-wasser/wasserhaerte

Wasserhärte

KASSELWASSER

@peterbreitfuss 14 verschiedene Wasserspeicher - zuerst war ich ob der Anzahl erstaunt, habe dann aber nachgelesen, dass es bei uns sogar 70 Wasserbehälter sowie 115 Pumpwerke und Wasserstationen sind. Da hängen zwar noch 19 kleinere Ortschaften mit dran, aber trotzdem hätte ich diesen Umfang nicht erwartet. Wieder was gelernt.

Wir waren in Kassel in einem Hotel in Bahnhofsnähe - das ist wahrscheinlich ein anderes Versorgungsgebiet als die von uns durchaus besuchte Wilhelmshöhe (hätte ich vermutlich über Deinen Link ermitteln können, habe aber nun nicht nachgeschaut). Okay, dann ist anzunehmen, dass es auch innerhalb Kassels Unterschiede geben wird. Zumindest die Bahnhofsregion kann ich jedoch nach wie vor nicht empfehlen. 😉

@musenhain Interessantes Thema! Zwei Aspekte dazu:

1) Leitungswasser kann IMHO nur so gut sein, wie die Leitungen im Haus es zulassen. Die beste Wasserqualität im Ort bringt nichts, wenn die Plörre im Haus durch 100 Jahre alte verkalkte Bleileitungen lauft (Extrembeispiel). Wir haben deshalb beim Einzug vor acht Jahren die Zuleitungen ersetzt.

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@musenhain

2) ...und trinken jetzt seit ca. 3 Jahren zum Durstlöschen nur noch Leitungswasser, dass wir in einem Acala filtern (https://acalawasserfilter.de/). Und das schmeckt richtig lecker! Bedeutet halt ein wenig Service (regelmäßiges Wechseln der Filterkartuschen und etwas Aufwand vor/nach dem Urlaub), ist aber viel günstiger und der Kauf- und Schleppaufwand fällt weg!

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Acalawasserfilter

Acalawasserfilter
@tastenzeux So ist es. Wenn das gewünschte Lebensmittel (ggf. mit etwas Nachhilfe, s. euer Filter) laut vielen Untersuchungen schon in besserer Qualität aus der Leitung kommt als es teilweise über absurde Strecken herumgekarrte Flaschen bieten, kann man sich's auch einfach mal einfach machen. 👍
@tastenzeux Klar, auch hier bestimmt das schwächste Glied der Kette nicht unwesentlich das Ergebnis.
@musenhain Es ist hier in Lübeck enorm hart (16 °dH), man merkt es beim Aufkochen. Im Hamburger Umland gibt es vereinzelt Orte mit einem ausgesprochen metallischen Beigeschmack, und auch wenn es die Heimat der Teekultur ist, fand ich auf einer Urlaubsreise ostfriesisches Wasser wegen der moorigen Note fast ungenießbar

@zynaesthesie 16 °dH ist natürlich ein Wort. Habe gerade nachgesehen: Bei uns in der Straße sind es 9 °dH. Auch eine ganz schöne Bandbreite, was Du da schilderst. Evtl. sollte man vor Erwerb/Miete einer Immobilie tatsächlich auch mal das Leitungswasser probetrinken. *g*

„moorige[n] Note" - grusel. Okay, könnte vielleicht für Whisky-Fans attraktiv sein …

@musenhain Jena hat zwei verschiedene Liefergebiete, wir sind leider in dem mit dem schlechteren Wasser.
@musenhain ...aber bei der Strangsanierung hat man hier eine Enthärtungsanlage eingebaut, seitdem schmeckt der Tee besser (und der Kaffee schlechter)

@mawa Zumindest mit mir wäre die Entwicklung kompatibel: Bei teeartigem Aufbrühmaterial bin ich breit und ausdifferenziert aufgestellt, bei Kaffee lauten die banausigen Kriterien: schwarz, koffeinhaltig. Dort sind mir dann die Produktions-, Handels- und Transportumstände weit wichtiger als aromatische Details, die ich sowieso nicht zu würdigen in der Lage (oder willens?) bin.

Bezieht sich das mit dem schlechteren Wasser nur auf den durch die Strangsanierung nun reduzierten Härtegrad oder nimmst Du wie @zynaesthesie auch noch andere Eigenschaften („metallisch", „moorig", …) wahr?