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es kann in einer ungerechten gesellschaft keine humane sterbehilfe geben. warum hab ich versucht hier darzulegen:
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es kann in einer ungerechten gesellschaft keine humane sterbehilfe geben. warum hab ich versucht hier darzulegen:
@freval Das sind bittere Fälle und ich sehe die Gefahr sogar hier im bröselden Sozialsystem. Finde das als Argument dennoch illegitim, denn es wird hier ein Grundrecht stark beeinträchtigt. Die unantastbare Würde und das Recht auf Unversehrtheit stehen nicht gegen das Recht auf Suizid (Würde). Die müssen alle gleichermaßen verwirklicht werden. Der miserable Status Quo der einen Grundrechte kann kein Argument sein wider das Grundsätzliche anderer Grundrechte.
@freval hm, ich sehe das überhaupt nicht juristisch sondern grundsätzlich/gesellschaftlich.
wir gestehen menschen rechte zu, oder soll man es lassen?
ich finde die sache mit dem psychiatrischen urteil ja nicht grundfalsch. so wie ich es verstanden habe, dauert alles so lange, WEIL bürokratie und unsichere Rechtslage, weil ärzte angst haben, ins gefängnis zu müssen. ich möchte auch nicht, dass ein polizist mit im raum ist!
@zitrone zunächst würde ich sagen: das recht auf suizid (das es im grunde auch nicht gibt aber da sind wir uns einig geben sollte) wird von der neuregelung nicht berührt.
jenseits juristischer begriffe wie recht ist imho die frage: wenn manchen das sterben leichter gemacht wird wird anderen das (über)leben erschwert. meiner ansicht nach ist das notgedrungen so und kann nicht getrennt voneinander verhandelt werden.
Ich verstehe den Punkt, ich finde ihn bloß albern.
Niemand wird zum Suizid gezwungen und das "als Müll sehen" haben wir auch jetzt schon. Die Menschen sind also ohnehin unglücklich.
Aus diesem Artikel spricht letztlich eine falsch verstandene Empathie. Statt einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen, bleibt man lieber auf der schlechten Stelle stehen. Das ist die selbe Denke, die wegen der Schatten keine Windräder will und deswegen Braunkohle abbauen lässt.
Das ist übrigens auch genau der gleiche Konflikt der "die Linke" seit 200 Jahren ausbremst. Man hat etwas Gutes, setzt das aber nicht um, weil es nicht alle Probleme auf einmal löst. Das ist kontraproduktiv. Denn am Ende erreicht man gar nichts.
Und das ist eine unzulässige Reduktion meines Arguments, eine falsche Dichotomie.
Aber gehen wir mal darauf ein: Hat der Mindestlohn nicht auch Menschen in die Arbeitslosigkeit geschubst? Klar, insgesamt ist die Beschäftigung hochgegangen und der Wohlstand gestiegen, aber es wird mit Sicherheit Leute geben, die ihren Job verloren haben. Trotzdem meckert außer ein paar neoliberalen niemand über den Mindestlohn.
Die Lösung ist nicht rumheulen und nichts tun, sondern das Problem lösen.
Und was ist jetzt ein Punkt? Alt sein muss nicht weh tun? Okay, dann werde eben du alt. Aber zwing das doch nicht anderen auf.
Im Übrigen ist genau das, was du gerade bei mir kritisierst, gängige Praxis. Was meinst du, warum Alkoholiker keine Spenderleber bekommen? Es findet eine Abwägung statt und davon ausgehend wird eine Entscheidung getroffen.
Du wägst aber nicht ab, du entscheidest aufgrund von Bauchgefühlen und Kurzsichtigkeit.