Kinderärztepräsident fordert Notdienst-Gebühr bei unnötigen Fällen

Die Notaufnahmen stoßen an ihre Belastungsgrenzen - auch wegen unnötiger Behandlungen. Kinderärztepräsident Fischbach schlägt daher vor, bei nicht dringenden Fällen eine Gebühr zu erheben.

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#Kinderärzte #Notdienst

Kinderärztepräsident fordert Notdienst-Gebühr bei unnötigen Fällen

Die Notaufnahmen stoßen an ihre Belastungsgrenzen - auch wegen unnötiger Behandlungen. Kinderärztepräsident Fischbach schlägt daher vor, bei nicht dringenden Fällen eine Gebühr zu erheben.

tagesschau.de
@tagesschau die Idee finde ich gut. Sichert euch rechtlich ab, dass da nichts anbrennen kann.
@tagesschau Und wie viele Kinder ist dieser Kinderarzt bereit zu opfern, weil sich die ärmeren Eltern nicht mehr trauen, da sie im Zweifelsfall die Gebühr nicht bezahlen können?

@Traumkaempfer @tagesschau
Das Notaufnahmen an „Belastungsgrenzen“ stoßen liegt also an „Zuviele Patienten“

Kranke Gesellschaft…

@tagesschau
Das führt nur dazu, dass Kinder in eventuell tatsächlich dringenden Fällen nicht mehr zur Notaufnahme gebracht werden, weil die Eltern die Gebühr fürchten.
@tagesschau Schlechte Idee. Es gibt Eltern, die jeden Euro zwei Mal umdrehen müssen. Einige davon denken dann vielleicht einmal zu viel nach, ob Sie es sich leisten können, eine Strafgebühr in Kauf zu nehmen oder nicht.
Und dann wird es die jenigen geben, die die Gebühr mit großer Leichtigkeit stemmen und sie einfach zahlen.
@tagesschau
wo soll ich mit meinen Kindern überhaupt hin? Es gibt keinen KA, der uns aufnimmt + wir sind damit nicht alleine! Selbes Spielchen mit dem HA. Also erstmal damit beginnen, die Haus- & Kinderärztliche Versorgung in Ordnung zu bringen, statt Unversorgten noch Gebühren aufzubrummen. Solange man unter 116117 nur den Tipp erhält, die nächste Notaufnahme anzufahren, brauchen wir wirklich nicht über irgendwelche Gebühren reden. Kassiert man diese unnütze Einrichtung ein, ist genug Geld da!

@tagesschau
Das problematischste an diesem Vorschlag erkennt man, wenn man ihn mit dem der Kassenärztlichen Vereinigung vergleicht.

Der sieht nämlich vor, dass man nicht zahlen muss, wenn man vorher bei einer Leitstelle angerufen hat, und die Notaufnahme für sinnvoll erachtet hat.

Für Erwachsene erscheint mir das diskutierenswert, aber noch strenger bei Kindern? Selbst mit Vorabklärung: das müssten dann die nicht medizinisch ausgebildeten Eltern machen. Ob die alles relevante Nennen?

@tagesschau Eine Ärztin sagte mir mal auf die Frage, warum sie nicht Kinderärztin geworden ist: „Du siehst den ganzen Tag Kinder denen es schlecht geht, aber das eine Kind rauszufischen, das wirklich lebensbedrohlich krank ist, ist sehr schwer.“ Eltern können dieses Risiko nicht tragen, nicht alle Eltern haben medizinische Kenntnisse oder finanzielle Rücklagen. Wäre bloß ein weiterer Schritt für eine kinderfeindliche Gesellschaft.
@tagesschau Wenn zu viele Eltern mit ihren Kindern zum Notdienst gehen, weil sie für akute Probleme keinen Termin kriegen, wäre es dann nicht nachhaltiger, dafür zu sorgen, dass die Versorgung bei den Kinderärzten verfügbarer wird? Ich mein ja nur, Problem an der Wurzel und so.
Für Eltern kann erstmal alles schlimm aussehen, die haben ja eben in den wenigsten Fällen Medizin studiert.
Da wartet man eben nicht vier Wochen auf einen Termin.
Eine Gebühr schiebt das Problem nur unter den Teppich.
@tagesschau Was genau muss in einem Menschenleben eigentlich schiefgelaufen sein, wenn man denkt, Eltern säßen freiwillig nachts stundenlang in der 45 km entfernten Kindernotdienstpraxis?
@oli vor allem mit jammernden/nöligem/müdem Kind, ggf. auch noch mehrere, weil man für die Geschwister keine Betreuung hat. Hatte ich am Wochenende erst wieder und hat total viel Spaß gemacht. Kann mir nichts besseres vorstellen.
@tagesschau

@tagesschau
Guten Morgen,

diese Nachricht scheint doch eher in die Abteilung Sommerloch zu gehören. Eine gefährliche Situation bei Kindern, das Sparen anzufangen und unsichere Eltern über den Gesundheitszustand ihres Kindes weiter zu verunsichern.
Wenn wir mehr Kinderärzte wollen, müssen wir sie besser bezahlen.
Ich empfinde den Ansatz dieser Diskussion als eine Schande.

Einen gesunden Start in die Woche wünsche ich allen, vor allem den Kindern. Sie sind es, die uns im Alter helfen werden.

@tagesschau Jetzt kommt wie immer das Argument, dass sich die Leute dann nicht mehr zum Kinderarzt trauen oder zu arm sind. Dabei liegt es jetzt schon im Ermessen des Arztes, wer ein Blutbild bezahlt und ob Medikamente mit grünem oder blauem Rezept verschrieben werden.
@tagesschau Das ist wenig durchdacht und nicht die Lösung für das eigentliche Problem. Die Leute, die man damit treffen will, trifft man damit nicht, aber viele andere.
Ein Beispiel: Mein Kind hat mal einen Stromschlag bekommen. Es ging ihm gut und der Besuch in der Rettungsstelle war wahrscheinlich absolut unnötig, aber kann man das wissen? Müssen Eltern jetzt vorher ein Medizinstudium absolvieren?
@tagesschau wie wäre es mit einer Sondergebühr für Erwachsene für unnötige Vorstellung in Notfallambulanzen im Krankenhaus? Die Begründungen sind teils unverschämt.
@tagesschau Das bestraft leider die Falschen, nämlich die, die es sich dann nicht leisten können. Wer es sich leisten kann, wird zu jedem Preis kommen. Das Grundproblem ist ja auch nicht der „Pickel am Po des Kindes“, sondern die mangelnde medizinische Grundbildung in der Bevölkerung. Die Menschen können nicht mehr einschätzen was ein medizinischer Notfall ist. #notdienstgebuhr #notdienst (1/4)
Zudem wurden in vielen Regionen die ärztlichen (allgemeinmedizinischen) Notdienste vor Ort abgeschafft, so dass viele, die niedrigschwelliger behandelt werden könnten, zur Notaufnahme müssen.
Was wir meiner (laienhaften) Meinung nach tun könnten: Wiedereinführung eines allgemeinmedizinischen Notdienst für Kinder + Erwachsene bzw. Integration des Dienstes in die Notaufnahme. (2/4)
Wer nur mit Infekt, Kind mit Ohrenschmerzen o.ä. da ist muss nicht in der Notaufnahme durchgeschleust werden sondern kann von einem Allgemeinmediziner behandelt werden. Ob der nun in der NA oder einem anderen Gebäude sitzt ist wurscht. Hauptsache er nimmt der NA diese fälle ab und schafft damit mehr platz für dir wirklichen Notfälle, also alles was wirklich bedrohlich für Leib und Leben ist.
(3/4)

Weiter gehört ein Grundstock an medizinischem Wissen in die Schule. Das sollte z.B. die Fragen: Wann habe ich einen medizinischen Notfall, wie kann ich mir bei einer Erkrankung selber helfen, sowie „Erste Hilfe“ abdecken. Auch die Wirksamkeit von Impfungen und die Unwirksamkeit von Homöopathie könnten dort gut untergebracht werden. Wissen wir ja jetzt, dass es da hapert.

Klar kostet das wieder Geld, aber das tut die jetzige Situation doch genauso.
(4/4)