Eine wegen ihrer Homosexualität in Tunesien verfolgte, geflüchtete und in SH gelandete Frau begeht wegen drohender Abschiebung einen Suizid-Versuch, wird nachts von Polizei aus dem Krankenhaus geholt, inhaftiert und abgeschoben.

Hass und Unmenschlichkeit in Deutschland 2023.

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Rickling-Abschiebung-aus-Klinik-nach-Suizidversuch-sorgt-fuer-Kritik,abschiebung978.html

Rickling: Abschiebung aus Klinik nach Suizidversuch sorgt für Kritik

In Rickling ist eine Frau aus Tunesien mitten in der Nacht aus einer psychiatrischen Klinik abgeschoben worden. Flüchtlingsbeauftragte sind entsetzt. Laut Schleswig-Holsteins Sozialministerium ist rechtlich nichts schiefgelaufen.

@sonjdol Und es müßte mehr Licht auf die Umstände geworfen werden, unter denen es zu diesen negativen Asylbescheiden gerade bei LSBTI-Geflüchteten kommt, denn die Maßstäbe, nach denen da geurteilt wird, sind ein schlechter Witz.
@sonjdol Es gibt Fälle, wo schwule Männer in ihrer Alltagskleidung zum Interview erscheinen und dann abgeleht werden, um dann doch noch Asyl zu bekommen, nachdem sie mal in Frauenklamotten erschienen sind, weil sie dann "schwul aussehen".
@sonjdol Und die gängige Praxis überhaupt lautet: Wenn es im Herkunftsland kein Gesetz gibt, das LSBTI-Sein ausdrücklich verbietet, wird abgelehnt, weil der persönliche Verfolgungsbeweis nicht ausreiche. Wenn's aber so ein Gesetz gibt, wird abgelehnt, weil LSBTI-Sein nicht ausreichend glaubhaft gemacht worden sei. Das ganze ist völlig kafkaesk, und außer Betroffenen weiß kaum jemand davon.