Danke @ron und Brustringblog für den Kommentar und Vorschlag zur Satzungsänderung.

2 Punkte dazu:
- Wahlausschuss zu 100% von der MV wählen lassen: eigentlich logisch, beim Vorschlag der Initiative hab ich mich von vornherein gefragt, warum du nicht gleich 100% demokratisch bist, anstatt es nur zu 50% zu sein.
- Amtszeitbegrenzung: hier halte ich die Begründung, so etwas sei undemokratisch für hanebüchen, ehrlich gesagt. Einige der erfolgreichsten Demokratien der Welt haben Amtszeitbegrenzungen, die auch vermeiden, dass es sich Amtsinhaber*innen für lange Zeit bequem machen können, weil sie auf die Ressourcen des Amts zählen können.

Insgesamt kommt mir eure Replik etwas zu negativ daher, der Vorschlag von Herrn Reichl ist sicher verbesserungswürdig, ich hätte da aber eher den Weg des direkten Dialogs mit ihm gewählt. Wie stark wäre ein gemeinsam erarbeiteter Vorschlag?
#VfB

https://nachspielzeit.online/2023/08/06/satzung-mv2023/

Wahlausschuss & Co. – NACHSPIELZEIT

@laokrat

Danke Dir für Dein Feedback!

Zur Amtszeitbegrenzung: Du hast recht, dass ist in einigen Staaten so geregelt. Dort ist es aber in der Regel auch so, dass die Gewählten viel mehr Macht auf sich vereinen, als es zB beim VfB der Fall wäre (bestes Beispiel wäre der US-Präsident, der fast absolute Macht hat). Dort wo die Macht durch zB Parlamente gesteuert ist, findet man solche Beschränkungen eher seltener.

@laokrat

Auch beim VfB hat keine Einzelperson am Ende die absolute Macht, es finden immer Abstimmungen in den jeweiligen Organen statt.

@laokrat Wir haben aber auch seeehr lange über diesen Punkt diskutiert. Darin war ein Punkt, dass am Ende dann auch die Konstellation eintreten könnte, dass für jedes Organ (VB & Präsidium/Präsident) nach Ablauf der max. Amtszeit ein harter Cut eintreten könnte, und dann Personen in den Organen sind, die komplett neu anfangen. Wir denken, dass auch das nicht im Sinne des Vereins sein kann.

@ron Ich denke, dass ein guter Kompromiss sein könnte, dass Präsident und andere Gremien unterschiedlich lange Amtszeiten haben - 4 vs. 5 Jahre, z.B. - dann würde ich mir bzgl. Amtszeitsbegrenzung keine Gedanken machen.
Der Präsident hat beim VfB schon ausreichend Macht, denke ich. Mein Punkt hat übrigens auch nix mit Vogt zu tun, finde nur nichts verwerflich an der Idee der Begrenzung.

Abgesehen davon: habt ihr denn versucht, mit dem Micha Reichl zu chatten/reden, bevor ihr euren Gegenvorschlag platziert habt? Kann mir denken, dass gerade bzgl. Zusammensetzung des Wahlausschusses ein guter Kompromiss möglich gewesen wäre, sodass zumindest der absolute Großteil des WA durch die MV bestimmt würde...

@laokrat @ron Eine Amtszeitbegrenzung halte ich nicht für dienlich. Wenn man einen Präsidenten hat, mit dem man zufrieden ist, weshalb diesen dann aufgrund einer Amtszeitbegrenzung hergeben müssen? Wenn man mit ihm unzufrieden ist kann man diesen ja abwählen. Ansonsten gibt es ja keinen Grund ihn nicht zu behalten.

@AbAnsKreuz Der @buddha_tee hat Gründe für eine Begrenzung recht gut ausgeführt - hier und im Tröt drüber:
https://mas.to/@buddha_tee/110843953387980094

Außerdem, was in vielen Demokratien üblich ist, wird kein so falscher Vorschlag sein, oder? (auch wenn der Vergleich Präsident einer Nation vs. Präsident eines Fußballvereins natürlich eher schwach ist, das ist mir bewusst)

Klaus Wiesmüller 🇺🇦🏳️‍🌈 (@[email protected])

@[email protected] Was nur natürlich ist, denn zum Gestalten gehört Verändern, und Verändern würde dann ja bedeuten dass man die eigenen Entscheidungen der Vergangenheit hinterfragen müsste. Das widerspricht der menschlichen Psychologie

mas.to
@laokrat @buddha_tee Bei uns in Deutschland ist die Begrenzung lediglich für den Präsidenten mit repräsentativen Aufgaben gültig. Der Posten des Regierungschefs, der Bunderkanzler ist nicht begrenzt. Mir hat bislang noch niemand die Frage beantworten können, warum auf einen Amtsinhaber verzichtet werden soll, den alle wollen. Sobald jemand von der Mehrheit nicht mehr gewollt ist, ist er sowieso weg.

@AbAnsKreuz @laokrat Amtsinhaber haben generell einen Bonus gegenüber Herausforderern, der tendenziell mit der Amtszeit anwächst und sich aus verschiedensten Qullen speist:
- Gewohnheit (man wählt den ders schon immer macht)
- Bekanntheitsgrad (man wählt wen man kennt)
- Testimonials (Ex- irgendwer gibt unterstützende Interviews)
- Connections/Netzwerke
- ...

Führt dazu, dass ein Wechsel nur bei sehr großer Uzufriedenheit mit einem ewigen Amtsinhaber möglich ist. Man erinnere sich an MV

@buddha_tee @laokrat Alles was du aufführst liegt ausnahmslos in der Wertung und in der Entscheidung der Wähler. Wo liegt also dein Problem damit?
@AbAnsKreuz @buddha_tee Demokratie ist halt mehr als "Sie dürfen doch wählen" - das wissen wir eh alle, hoffentlich ;)
@laokrat @buddha_tee Demokratie heißt ausschließlich, es wird gewählt.
@AbAnsKreuz @laokrat lol, so langsam fällt es mir echt schwer dich noch ernst zu nehmen. Dir ist schon bewusst, dass auch in der DDR gewählt wurde?

@buddha_tee @laokrat In der DDR wurde nicht gewählt.

Welche Entscheidungsformen in der Demokratie kennst du sonst noch? Was möchtest du denn außer Wahlen und Abstimmungen?