Bin sicher nicht der Erste, aber was ich an #bikepacking mit dem #gravelbike nicht verstehe: Warum gibt es auf einmal lauter halbgare Lösungen zur Befestigung von Gepäck (Rahmentaschen, Foodpouches, Arschraketen - allesamt mit Klett, Ösen oder irgendwelchen Bändchen befestigt) statt dass man auf jahrelang etablierte Lösungen wie die klassischen Lenker- oder Gepäckträgertaschen mir QL setzt? Wofür gibt es denn seit Jahrzehnten Rahmenösen?(1/2)

CC @mastobikes_de / @fedibikes_de

@mastobikes_de Es geht mir nicht ums Trollen. Ich will es wirklich verstehen. Gibt es rational überzeugende gründe, abseits von Marketing, neuer Look? Oder bin ich einfach zu alt?
@urmel @mastobikes_de a) Gewichts-/Schwerpunktverteilung (Rahmentasche vs. hoch am Gepäckträger)
b) Aerodynamik (klassische Packtaschen hängen vorn wie hinten voll im Wind; Rahmentasche wird vom Rad und die Arschrakete von Rad und Fahrer*in abgeschirmt)
c) Mode ;-)
d) Haben viele Räder tatsächlich keine bzw. nicht genug Ösen am Rahmen.
e) Das Rad bleibt schmaler (bei engen Wegen / Trails nicht gänzlich unwichtig.)
@urmel @mastobikes_de Ich kenne aber auch einige Menschen (mich eingeschlossen), die von "klassisch" auf „BikePacking-Gedöhns“ und wieder zurück (oder auf Konzepte wie Tailfin) gewechselt sind.

@thinkslowly @mastobikes_de Alles nachvollziehbare Argumente, bis auf b). Das erinnert mich an die Beinrasur-Argumente von Leuten, die meilenweit davon entfernt sind, ausgerechnet dadurch nennenswerte Geschwindigkeitsverluste zu erleiden.

d) erschließt sich mir nicht. Kann ja nicht nur die Einsparung bei den Produktionskosten für sein.
Für mich ist das ein evolutionärer Rückschritt.

@urmel @mastobikes_de Naja, ... das ist bei einigermaßen Gegenwind doch schon spürbar. Und für Leute die Bikepacking aka selbstversorgte Langstrecken-Rennen fahren wohl auch gar nicht so unwichtig. Das kann ich schon nachvollziehen.
Ich selbst konnte den Unterschied zwischen (*nur*) 2 x Frontroller und nur Hecktasche hinterm Kopf beim Liegerad (Reise-/Tourenrad) durchaus am Schnitt ablesen. Und beim Liegerennrad mit seitlichen Bananentaschen vs. nur kleine Heckbox um so mehr.
@mastobikes_de Bikepacking? Nicht ohne meine Ananas.

@urmel

Lenkertaschen sind doch trotzdem nach wie vor gut im Einsatz?

Gepäckträgertaschen: Dafür musst du erstmal einen Gepäckträgerrahmen haben - den hab ich bspw. weder am Gravel- noch Race-Bike. Warum auch, brauch ich 99% der Zeit nicht … Arschrakete ist eine recht einfache und schnelle Lösung.

¯\_(ツ)_/¯

@gigold Lenkertaschen: Ja, aber alle im Berner Sennenhund-Fässchen-Look. Auch hier gabs ja vorher schon etablierte Systeme zum schnellen An- und abmontieren.

Gepäckträger: Ich seh’s genau anders. So eine QL-Tasche ist fix eingehängt. Aber mir gehts auch eher um die Leute, die mir so einem Setup längere Reisen machen.

@urmel Abgesehen davon, dass viele Gravelbikes keine solche Aufnahmen haben, könnte auch ein Grund genau in dem Unterschied zwischen „Radreise“ und „Overnighter“ liegen. Also die Reduzierung auf das aller, aller nötigste. Ich, mein Bike und die Natur. Das Micro-Abenteuer mit max. einem Luxusartikel. Und da ist die, durch Rahmentasche und Arschrakete natürliche Begrenzung sehr hilfreich. 😀