Gestern in den Tagesthemen kam der Bericht über eine 8. Klasse, die als Schulfahrt bei den Landesforsten RLP eine Woche im Wald arbeiten.

„Ich glaube, den Wald fit zu machen hilft mehr als mich auf die Straße kleben!“, sagte eine Schülerin.
Konstruktiver Aktivismus, i love.

Seit 15 Jahren pflege ich ja auch das Konzept des konstruktiven Aktivismus. Er ist anstrengender, fordernder, weniger effekthaschend, dafür erfüllender und er bewirkt Schritt für Schritt. 1/2

@manomama
Ist schön, dass die Schülerin das glaubt, aber sie hat leider unrecht. Das bisschen, was sie in diesem Wald erreicht, ist weniger als ein Tropfen auf den völlig überhitzten Stein.

Wir müssen lamentieren, streiten, anprangern, und in Zeiten des Notstands darf (muss?) ziviler Ungehorsam auch mal destruktiv (besser: disruptiv) sein. Die Fossilisten in Industrie und Politik ändern von allein nix, unser Druck muss größer sein als ihre Gewinnerwartungen.

@thomasgoldberg Dennoch macht es einen Unterschied für das Stück Wald dort. Das eine tun, das andere nicht lassen.

@sofasophia
Der Mensch kann sich aber halt nicht teilen. Wenn man nur für eine Sache Zeit hat, sollte es das Effektivste und Effizienteste sein. Und da ist Selbermachen halt nicht die beste Wahl, da geringer/gar kein Hebel.

Wichtiger is a) Grün wählen (ok, für Schüler*innen schwierig), b) Familie, Freunde, Umfeld überzeugen, c) ziviler Ungehorsam/Widerstand/Protest, und zwar möglichst laut, nervig und ausdauernd, um öffentliche Aufmerksamkeit zu generieren.

@thomasgoldberg Ich finde alles gleich wichtig. Es hat auch mit den persönlichen Möglichkeiten zu tun.