Gestern in den Tagesthemen kam der Bericht über eine 8. Klasse, die als Schulfahrt bei den Landesforsten RLP eine Woche im Wald arbeiten.

„Ich glaube, den Wald fit zu machen hilft mehr als mich auf die Straße kleben!“, sagte eine Schülerin.
Konstruktiver Aktivismus, i love.

Seit 15 Jahren pflege ich ja auch das Konzept des konstruktiven Aktivismus. Er ist anstrengender, fordernder, weniger effekthaschend, dafür erfüllender und er bewirkt Schritt für Schritt. 1/2

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass dieser Bericht es in die Hauptnachrichten schaffte.

Stellt euch mal vor, jeder von uns gibt eine Woche Zeit pro Jahr in ökologische Restrukturierung. Es wäre ein Wahnsinn an Wirkung. Lieber Aber wird lamentiert, gestritten, destruktiv angeprangert. Das ist, was viele von uns müde macht. Daraus zieht man keine Zufriedenheit. 2/2

@manomama Nein. Ein paar Bäumchen zu pflanzen oder Müll am Straßenrand einsammeln, mag lokal Symptombekämpfung sein. Aber Aktivismus im Sinne von Protest zielt darauf ab, die Ursachen zu beheben bzw. dies einzufordern.
Du kannst noch so viele Bäume pflanzen, wenn der Klimawandel nicht gestoppt wird, werden sie niemals groß werden.
Es sind Placebos.
@manomama lamentieren, streiten, anprangern ist bitter nötig. Es geht nicht ums persönliche "Feel good".
Destruktiv ist dieses unser Wirtschaftssystem, nicht die, die versuchen, Sand im Getriebe zu sein.

@manomama ich habe im Prinzip überhaupt nix dagegen, wenn Menschen Bäume pflanzen* oder Müll aufsammeln.
Aber die Dichotomie in "guten" und "schlechten" Aktivismus, wie von dir formuliert, lehne ich ab.

*die in einem intakten Ökosystem auch von ganz alleine wachsen würden