„Es sind sehr oft Wiederholungstäter, die die Freibäder terrorisieren, die Familien und Kinder terrorisieren.“ Dieser Satz des rechten Hardliners und Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner, ist der vorläufige rhetorische Höhepunkt einer besorgt-bürgerlichen rassistischen Hetzkampagne (der juristische Höhepunkt ist der Plan, den Einlass in Freibäder an die Registrierung persönlicher Daten zu knüpfen, vielleicht gibt es ja Jurist*innen, die dazu etwas sagen können). 1/7
@astefanowitsch In Mannheim wird über Videoüberwachung im Freibad nachgedacht. Der CDU-Bürgermeister, der die Videoüberwachung in Mannheim eingeführt hat, wurde gerade zum Oberbürgermeister gewählt. Auch nette Idee: Hausverbote für Schläger in allen Freibädern. Wie das umgesetzt werden soll? Fahndungsbilder? Ausweiskontrollen? Aber die Lokalzeitung bringt das ohne Hinterfragen.
@mschuelke Ja, in Berlin sollen ja jetzt Ausweiskontrollen eingeführt werden, wobei die Personendaten wohl auch gespeichert werden sollen. Am liebsten wäre es Wegner wohl, wenn man nur noch nach vorheriger Online-Registrierung ins Freibad darf. Eigentlich merkwürdig, dass die Rechten *gegen* Covid-Maßnahmen waren – die damals aufgebauten Strukturen könnte man jetzt gut für die autoritären feuchten Träume zweckentfremden...
@mschuelke @astefanowitsch ich frage mich wie lange es dauern wird bis diese moral panic auch noch transfeindliche narrative für sich entdeckt… oder bis eine (hoffentlich nicht) aufgebaute überwachungsinfrastruktur für transfeindliche Zwecke benutzt wird… schließlich ist das Freibad auch Gegenstand vieler cishet bürgerlicher Ängste über queers, besonders Trans Menschen (von denen sich viele nicht in ein Freibad trauen würden, weil es ein uns so feindlicher Ort ist).