Ich finde es schade, dass es kaum noch Linke gibt, die sich dezidiert für unendliches Wachstum aussprechen, weil genau das die Emanzipation des Menschen bedeuten würde. Auch deswegen fühle ich mich politisch heimatlos. Aber das ist natürlich mein Problem, ich werf das keinem vor
@larsweisbrod In einer 99%tigen Kreislaufwirtschaft und unter der Voraussetzung das genügend Energie zur Verfügung steht, bin ich sofort wieder bei Dir. Bevor so etwas erreicht wird, führt gedankenloses Wachstum am Ende immer zu den größtmöglichen Wohlstandsverlusten. Somit sollten wir alles dafür tun obiges Ziel zuerst zu erreichen.
@larsweisbrod
Ist es nicht viel eher so dass wir ohne den Wachstumszwang schon längst unsere Bedürfnisse mit einer 10h-Woche erfüllen könnten, allein mit dem Unterschied dass niemand Twitter kaufen oder in einem Riesenpenis ins All fliegen könnte?

@larsweisbrod
Alle Wege führen nach Rom.

[Gesendet aus einer Instanz, die von vielen linken Instanzen als "free speech zone" blockiert ist.
Ich seh's gleichsam als Asyl für Obdachlose¹⁸ Intellektuelle⁸³ im Fediverse:
Es gibt kein richtiges Fediverse im falschen.]

@larsweisbrod
Alle Wege führen nach Rom.

Und Linke treten derzeit sowieso die Meinungsfreiheit mit Füßen
("sensitive content")
Sahra Wagenknecht spricht da von „mimosenhaftem Beleidigtsein“.

@larsweisbrod Ich denke, dass unendliches Wachstum mit zügellos in Verbindung gebracht wird und dadurch eine vermeintliche Unvereinbarkeit mit Reduzierung des Ressourcenverbrauchs entsteht.

Wenn man sagt, die Umstellung auf nachhaltiges Wirtschaften benötigt Wachstum #greengrowth und eine nachhaltige Wirtschaft kann unendlich wachsen, wird als mögliche links Lösung abgelehnt.

@larsweisbrod Emanzipation wovon? Von den Zwängen und Einschränkungen der Natur? Dann würde ich dir auf jeden Fall Recht geben. Dieses Zurück-Zur-Natur-Romantisiere habe ich nie so ganz verstanden.
@cetto
Dumm nur dass Gesellschaft nur so funktioniert dass sie uns zur zweiten Natur wird, mit Zwängen und Einschränkungen... Und das ist kein Problem dass sich mit einer anderen Form sozialer Organisation lösen ließe.
@larsweisbrod
@apublicimage @cetto naja doch mit Anarchismus (würde graeber sagen)
@larsweisbrod
Vllt. Aber Sprache zB ist auch zweite Natur. Oder Moral (gerade die!). Heißt ja nicht dass man sie nicht ändern kann,aber das funktioniert nicht durch bloße Verabredung oder per Entschluss. Das muss geübt, praktiziert, gelebt werden, wird dadurch selbstverständlich und entkommt so nicht einem gewissen Zwangscharakter.
@cetto