Ein Aspekt an der #Elterngeld Geschichte, der ein bisschen unterging:

Die Selbstbezogenheit von upper class Frauen, die problemlos an #Feminismus appellierten, weil sie ein Gleichstellungsproblem haben.

Da ist jeder #Intersektionalismus verloren gegangen. Huch.

Diese Auseinandersetzungen gab es unter den Frauenbewegungen von Anfang an. Als bürgerliche Frauen studieren wollten und #Wahlrecht forderten, während proletarische Frauen verhungerten und an #Abtreibungen starben, ..

.. um die Jahrhundertwende zum 20. Jd.

Es gibt Bücher darüber.

Women of Color kritisierten weiße Akademikerinnen rauf und runter dafür, allein ihre #Gleichstellung im Blick zu haben, ohne sich um den #Rassismus zu kümmern, denen schwarze Frauen ausgesetzt waren (und sind).

Es gibt Bücher darüber.

All das und mehr gehört zum Fundament feministischer Theorie und Praxis. Wer von Intersektionalismus spricht, sollte genau das mitdenken.

..

.. Aber wenn es um die (aus reicher Perspektive lausigen) 20.000€ #Elterngeld geht, dann ist es kein Problem, an einem Tag betroffen Instagram-Posts weiterzureichen, die das Elend anderer beleuchten, und am nächsten die intellektuelle Übung nicht fertigzubringen, den hehren Anspruch in die Realität deutscher Politik zu übersetzen?

Das ist nicht so schwer. Aber offenbar doch, wenn's ums #Geld geht.

(Wie immer dürfen alle, die selbst nicht Feminist*innen sind, gern darüber nachdenken, wo sie selbst in all dem verortet sind und was sie dazu beitragen und was dann zu tun ist.)