"Wie viele Gutverdiener das Kindergeld anlegen, damit die Kids dann mit 18/21 einen guten Start ins Studium haben. Weil wir (ich!) es uns leisten können! Zusätzlich Wohlstand auf Kosten der Allgemeinheit aufbauen. Und umgekehrt: Wie viele Familien das Kindergeld dringend brauchen, um über den Monat zu kommen."

via @mathiasrichel

"... Und wenn man das noch einmal an der Debatte um die Deckelung des Elterngeldes spiegelt, dann ist das eine unfassbar pervertierte #Wohlstandsdebatte, die auch noch wirklich notwendige Gleichstellungsdebatten in argumentative Geiselhaft nimmt."

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@TwraSun @mathiasrichel
Ich gebe zu, ich fand diesen Aufschrei auch erst lächerlich, nach ein wenig Nachdenken aber doch nicht unberechtigt.

Mag sein, dass man mit 150.000 € in meiner Region gut zurecht kommt, in anderen aber sicherlich nicht, gerade in Ballungsräumen, wo sich Akademiker ansiedeln. Und dann auf ein komplettes Gehalt zu verzichten, wäre für einige sicher ein Kinderwunschkiller.

Zum Thema Anlegen: unser Kind wird garantiert kein BAföG bekommen, also muss ich jetzt schon sparen.

@simonriley @TwraSun @mathiasrichel der Unterschied ist doch, dass man als Besserverdienende eher nicht am Hungertuch zu nagen hat - auch wenn ein Gehalt entfällt. Man hat eher Wertanlagen u Sicherheiten, die Meridial-Verdienende nicht haben. Immobilien im Speckgürteln besitzen, aber sich keine Elternzeit fürs Kind gönnen können? Am krassesten finde ich die überdeutliche Ungleichheit in der Gesellschaft u den Blick darauf. Da wird um 53€ mehr für Bürgergeld lamentiert, aber 150.000 € Einkommen darf kein Geld verwehrt werden - obwohl sie keine Not ereilen würde.