Dass dieser Waffen-sind-Männersache-Glaube einer praktischen Überprüfung nicht standhält, sollte niemanden überraschen. Stichwort "Fürstengräber".

Gibt nen ganz einfachen Grund, warum derzeit reihenweise solche Geschlechtszuweisungen kippen.
Im 19. und 20. Jahrhundert haben sich die Leute das weitgehend aus dem Arsch gezogen, Highfive gemacht und sind Bier trinken gegangen.
Jetzt gehen halt Leute hin und machen mal empirische Forschung.

https://www.npr.org/sections/goatsandsoda/2023/07/01/1184749528/men-are-hunters-women-are-gatherers-that-was-the-assumption-a-new-study-upends-i

@Fischblog Wobei, mir scheint, das Umdenken begann eigentlich schon in den 1990ern, wo informell darüber geredet wurde. Jedenfalls erinnere ich mich gut an Gespräche und Vorträge zu meiner Studienzeit dazu. Aber es waren halt meist eher indirekte Hinweise, weil DNA noch nicht so verfügbar war. Und in der Archäologie dauert es mitunter Jahrzehnte, bis das, was diskutiert wird, dann auch in Druck erscheint.
@StephanMatthiesen Ja, klar. Bei manchen Kontexten sogar noch früher, wenn das osteologische Geschlecht plötzlich nicht gepasst hat etc.
@StephanMatthiesen @Fischblog Das begann noch weit früher mit feministischer & u. a. Matriarchatsforschung, als Frauen über ihre eigene Geschichte erfahren wollten. Bitte schaut euch bei solchen Fragen immer auch solche Literatur der besonders 1970er/1980er an 🙂
weitgehend aus dem Arsch gezogen
naja, das berücksichtigt nicht den forschungsstand. genetische untersuchungen gabs keine und untersuchungen an knochen (falls vorhanden) sind oft nicht eindeutig. und da blieb nur die zuordnung über die beigaben. und wenn man dann ein grab fand, in dem sich neben der leiche nur putzeimer und wischmob fanden, dann musste das eben ein frauengrab sein.
@jabgoe2089 Und jetzt denk noch mal einen ganz kleinen Tick weiter...

@Fischblog Wurde auch allerhöchste Zeit. Von einem älteren Ex-Kollegen durfte ich mir (seinem Geschlecht schmeichelnde) entsprechende Theorien häufiger anhören, aber da er Akademiker ist (oooooh 🙇‍♀️), hatte ich nie gültige Gegenbeweise.
Um bei deinem Bild zu bleiben, bei vielen steckt dieser Stock noch im Ar... ;)

PS: Bogenschiessen macht unglaublich Spaß.

@Fischblog
Ich habe zwar jetzt nicht den Artikel gelesen, aber bereits im ersten Satz gegrinst. Natürlich ist es das nicht. Frauen haben immer in der ersten Reihe gekämpft. Sie haben die russische Revolution initiiert. Sie waren bewaffnet sowohl als Partisanen gegen den italienischen Faschismus, sowie als Kämpferinnen nach Francos Machtübernahme im spanischen Bürgerkrieg.
Frauen sind nicht unisono Pazifist innen und Faschisten mit Wattebällchen beworfen.

@Fischblog Die griechische Mythologie kennt zwei für den Krieg zuständige Gottheiten: Athene und Ares.

Manchmal frage ich mich ob alles anfing den Bach runterzugehen als irgendwo irgendwann ein Typ im Vollrausch den Monotheismus und die damit einhergehende „natürliche Ordnung der Dinge“ erfunden hat.

@Fischblog schöner Artikel. Dankeschön 🙂
@Fischblog du bringst es immer so schön auf den Punkt 😊
@Literatopia In diesem Job vwrliert man einfach jegliche Illusion darüber, wie Wissenschaft wirklich funktioniert.
@Fischblog vielen Dank fürs teilen. Sehr interessant wie anekdotische Evidenz auch in der Wissenschaft angegangen wird. Hätte auch nicht gedacht das diese überhaupt existent ist
@Xco_NieKo Die Forschung ist randvoll mit Hörensagen und Bauchgefühl, gerade weil's oft auch sinnvoll ist. DasProblem ist eher, dass schnell mal die Grenze verschwimmt zwischen Hypothesenbildung und Dinge behaupten, weil's grad past.
@Fischblog sehr interessant, denkt man nicht drüber nach wenn selbst nicht involviert ist. Danke für den Input 🙏

@Fischblog

Das gab's schon viel früher. Siehe Brautgeld. Patriarchat wäre schwierig, könnten Frauen sich und ihre Familie selber versorgen. Ergo Rollenzuweisungen und Tabu.

Früher hatten wir allerdings weit mehr Bandbreite bis hin zu egalitären Gesellschaften. Da kann ich »Staatsfeinde« von Pierre Clastres oder »Anfänge - Eine neue Geschichte der Menschheit« wärmstens empfehlen. Hält Dokus aber auch nicht davon ab, weiter Märchen von „Hochkultur dank Landwirtschaft“ usw. zu erzählen. ANZNDN!

@Fischblog was ich noch wichtig finde zu unterscheiden ist, dass auch die Sammler-Jäger Gesellschaften hochgradig spezialisiert und von ihrer Kultur geprägt sind. Deren Kulturen haben sich in evolutionär nicht relevanten Zeiträumen gebildet, das heißt wenn man die Buschleute der Kalahari Wüste verstehen lernt hat man keinen Einblick wie der Mensch 'natürlich' lebt, oder zu leben hat. Pfeil und Bogen sind genau so kulturelle Erzeugnisse wie Smartphones.
@Fischblog Und so sieht die Sache im 21. Jahrhundert aus. Wahrscheinlich .... ähm... ist auch hier wieder das Problem, dass die Farbe in den archeologischen Funden nicht korrekt erhalten blieb. https://www.youtube.com/watch?v=zF725nByodk
SHOOTING MY NEW SIG PINK AR 15 PISTOL AT GUN RANGE- BEAR CREEK ARSENAL 10.5 BARREL UPPER

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