Warum es eine sehr schlechte Idee ist, elementare Infrastruktur zu privatisieren, Teil drölftausendsiebenundelfzig:
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/wasserversorgung-england-100.html
Milliarden-Schulden: Englands größtem Wasserversorger droht Pleite

Dem größten Wasserversorger Englands droht wegen einer Verschuldung von rund 14 Milliarden Pfund die Pleite. Nun muss möglicherweise der Staat einspringen und "Thames Water" zumindest zeitweise übernehmen. Von Imke Köhler.

tagesschau.de

@sixtus

Hatten die Engländer nicht ein ähnliches Problem mit Abwasser, welches auch privatisiert wurde und dann de-reguliert, was zu massiven Abfluss von Kloake in die Meere führte?

Ich mein, das ist es was man bekommt, wenn man neoliberale Spinner regieren lässt. 😶

@TobiWanKenobi @sixtus

Einleitung ungeklärter Abwässer passiert doch schon seit dem vollzogenen Brexit. Gibt jede Menge Warnungen nicht zu schwimmen oder auch nicht zu paddeln. Neu im Sortiment in UK ist jetzt auch Fisch mit hoher E.coli-Belastung.

#RuleBritannia

@proscience

Ja, ich kann mich noch an die Bilder des braunen Gürtels erinnern, aber ich folge den Geschehnissen im UK nicht wirklich. Aber würde Sinn machen, wenn das weiter läuft seit damals. Ist ja nicht so als ob sich politisch irgendwas in UK geändert hätte.

@sixtus

@TobiWanKenobi @sixtus
Zumindest im Großraum London ist das dass selber Unternehmen.
Schuldenfrei privatisiert, heute Pleite.
Das Geld ist nicht weg, es gehört jetzt mit jemandem anderen.
@TobiWanKenobi @sixtus das ist das gleiche - die machen sowohl Wasserversorgung als auch Abwasser. Und ja, war erst kürzlich in den Nachrichten in wieviel zehntausenden Fällen pro Jahr ungeklärtes Abwasser ins Meer geleitet wird. Schon gruselig, für ein entwickeltes Land.
Die Story von "schuldenfrei privatisiert" mag formal richtig sein, aber ist zu relativieren, massiver Investitionsrückstau. London hundertjährige Holzleitungen, und "metered water supply" war in den 1990ern was exotisches.
@TobiWanKenobi @sixtus Ob Thatcher schon als *neo*liberal zu gelten hat?
Grad mal was gefunden: http://www.fsmitha.com/h2/ch37-thatcher.htm " In keeping with her free enterprise ideology she lowered income taxes. The tax rate for the most wealthy was cut from 83% of earnings to 60%, and the common rate was reduced from 33% to 30%."
Unsere heutigen Politiker sehen den Grenzsteuersatz von 45% als heilig, Erhöhung ausgeschlossen, Kapitalerträge sind ohnehin seit ~15 Jahren vom individuellen Steuersatz ausgenommen.
Prime Minister Thatcher's Economic Policies

In a Britain that was changing, Thatcher focuses on privatization, fighting inflation, diminishing the power of labor unions and stimulating business growth.

@TobiWanKenobi @sixtus wir machen uns gar nicht bewusst, wie neu die aktuellen Steuersätze sind, und wie absurd dieses FDP (und Union) Dogma "bloß keine Steuererhöhungen" ist.

Wenn ich dem Staat die Einnahmen so beschneide, dann schwindet der Gestaltungsspielraum, den die Demokratie hat gegenüber dem Kapital. Früher haben die Unternehmen es auch als Unterstützung verstanden, dass der Staat für inneren Frieden und für zahlungsfähige (nicht verarmte) Konsumenten sorgt.

Sorry, ich schweife ab.

@KarlE

Thatcher und Reagan galten als die Staatschef, welche den Neoliberalismus eingeführt haben. Das Konzept ist nicht so neu, auch wenn es Neo heißt. ;-)

@sixtus

@sixtus Wasser ist völlig überbewertet, die Zukunft gehört Gatorate!
@sixtus Ich sehe hier keine Privatisierung, die Allgemeinheit trägt doch die Kosten :)
@babbeltea @sixtus
Das ist ja das Schöne am Neo-Liberalismus
@sixtus Das Geld ist ja nicht weg, nur hat es jemand anderer, in diesem Fall die Aktionäre.
@sixtus Engineered bankruptcy?
@sixtus Es gab ja gute Gründe, warum #RWE da ganz schnell wieder ausgestiegen ist ...