Dieses Sharepic hab ich seit ein paar Jahren, seit #metoo, auf dem Rechner in meinem Meme-Ordner. Ich habs lange nicht mehr gebraucht. Heute hab ich es wieder rauskramen müssen weil ich fast alle Zitate in den letzten Tagen an allen möglichen Stellen zu hören und zu lesen bekam.

#rapeculture ist ein systemisches Problem und wird von der gesamten Gesellschaft unterstützt, aber durch das Machtgefälle dieser Struktur sind nunmal Männer das Problem. Lasst also bitte auch den notallmen-Quatsch.

Weil ich auch hier schon über manche "Not all men"-Dudes gestolpert bin, die unter Erzählungen, in denen Frauen von ihren schlimmsten Erlebnissen und Erfahrungen berichten, nichts besseres zu tun haben, als sich in ihren kleinen persönlichen Egos getriggert zu fühlen und es deshalb wichtig finden, am besten furchtbar beleidigt drauf hinweisen zu müssen dass nicht jeder Mann, speziell nicht sie, Frauen belästige oder schlimmeres: ich hab auch dazu noch einen Link aus 2018 https://harpymagazine.com/home-1/2018/1/12/not-all-men-actually-yes-all-men
Not all men? Actually, Yes, all Men. — Harpy.

#notallmen might be one of the most vexatious, thoughtless social media campaigns since the dawn of Twitter. Assuming complete ignorance on society’s part, it is passive-aggressive, snide, and wrongfully accusatory. Much has been written, deliberated and disagreed on about this most divisive of hash

Harpy.

@svenscholz #wie-MANNs-macht-isses-falsch

Was ein Glück bin ich viel zu sozial gehemmt um in so einer Situation zu handeln.

Nachteil:

Danach bekommt man halt von Beiden Seiten:

"Warum hast du nicht auf unserer Männerseite gestanden, du Weichei"

oder

"Du tust immer so feministisch, aber wenn's ernst wird verdrückst du dich"

#ichhassesozialeinteraktion

@ProFilename @svenscholz was für ein Blödsinn!

Es gibt doch ein triviales richtiges Verhalten: zuhören, ohne Erfahrungsberichte zu verneinen oder zu relativieren, akut einen sicheren Raum für die Person schaffen.

Und dann: unabhängige Untersuchung / Ermittlungen.

Jetzt tut nicht so, als müsste man dafür studiert haben. Das bekommt man selbst als Autist hin.

@lizzard Ja, "Don't be a dick" als Basis sollte tatsächlich 95% aller zwischenmenschlichen Aktionen ganz gut abdecken. Und für den Rest hilft "Was würde ich in der Situation der Person mir gegenüber wollen?" schon ganz gut weiter.

Aber wie weiter unten etwas mehr ausgeführt: nicht bewusste Privilegienblindheiten und Blind Spots sind ein Faktor. Man(n) lernt Dinge, die einen nicht direkt betreffen, nicht automatisch.

(Die autistische Person bin übrigens ich, nicht @ProFilename 😉 ;-) )

@svenscholz @ProFilename och, ich bezog mich nicht auf tatsächliche Autisten im Thread, das war mir gar nicht bewusst.

Ich kenne nur das mit der Unfähigkeit und Angst bei sozialen Situationen selbst ausreichend und aus dem Umfeld auch (selbst und Partner mit Verdacht auf Autismus auf Asperger-Niveau).

@svenscholz @ProFilename wollte mit dem "selbst als Autist" gar niemandem zu nahe treten (Entschuldigung, falls das passiert ist!), sondern hab das mehr als Sinnbild verwendet für jemanden, der große Schwierigkeiten mit sozialem Verhalten hat.

@lizzard Alles gut, no offense taken 😃

Aber eins, weil interessant: du sprangst hier auf ein Stereotyp auf. Wie du siehst, geht das furchtbar schnell. Das passiert allen Menschen und oft (und das meine ich mit "blind spots" der eigenen Wahrnehmungen, speziell, wenns internaliserte ist). Drum bin ich da grundsätzlich etwas "großzügig" (weil ich hoffe, andere sinds auch mir gegenüber, wenns mir passiert) und halte mich sehr mit Urteilen zurück.

// @ProFilename

@svenscholz @lizzard

EY, ich bin gar nicht autistisch, sondern nur Introvertiert und sozial gehemmt :D

Nein, ernsthaft, es ist für mich ziemlich egal, um was es geht - der Nazi-Onkel, der sexistische Proll, suchts euch aus.

Einerseits halte ich mich (sozialphobiker halt) aus solchen soweit als möglich raus, andererseits fühl ich mich dann doof, weil ich als Mann nix gesagt hab, wenn meine Geschlechtsgenossen sich "daneben benehmen". Für mich hat dieses Dilemma keine allgemeingültige Lösung.

@ProFilename @svenscholz das wiederum kann ich sehr sehr gut nachvollziehen. Sorry, falls meine Antwort etwas harscher war, als vielleicht angemessen. Triggerthema...

@lizzard @ProFilename @svenscholz

Als extrovertierte und laute Person liegt automatisch mehr Verantwortung bei mir, das weiß ich. Und nicht mal nur direkt wegen "Nutze deine Stimme", sondern besonders indirekt:
Da ich zu vielem etwas sage, wiegt mein Schweigen - wenn ich mal schweige - umso schwerer.

Das Dilemma kommt, wenn mein Schweigen bewertet wird, während ich mich noch auf's Zuhören konzentriere.