Ich fahre sowohl #Auto als auch ÖPNV und #Rad. Auf manche Dinge habe ich eine andere Sicht. Z.B. finde ich, dass viele Maßnahmen zum Schutz von Radfahrenden auch gut für Autofahrende sind. Z.B. Radwege, an denen man mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Abstand vorbei fahren kann, ohne die Spur wechseln zu müssen.
Ich will Radfahrende nicht gefährden und merke immer wieder entsetzt, wie schwer das häufig ist.
Deshalb bereitet es mir diebische Freude, wenn ich durch mein Verhalten mal was ändern kann.
So wie neulich, als nicht genug Platz zum überholen eines Rads mit ausreichend Abstand war und ich 5 Minuten lang einfach dahinter blieb. Damit habe ich nicht nur selbst den Radfahrer nicht in Gefahr gebracht, sondern auch die 20 Autos hinter mir davon abgehalten, das zu tun.
Ich würde mir wünschen, dass
1) viel mehr andere Autofahrende regelkonform radumsichtig fahren.
2) der Straßenverkehr so angepasst wird, dass radumsichtiges Fahren einem nicht so schwer gemacht wird (Rechtsabbiegen, breite Radwege).
@reticuleena alles richtig. Leider gibt es aber genug Situationen, bei denen sich Fahrradfahrer nicht ideal verhalten.
Zum Beispiel die gestrichelte Fahrradlinie auf der Straße in meiner Heimatstadt der Touristenhochburg. Die dann von Fahrradfahrern in entgegen gesetzter Fahrtrichtung verwendet wird.
Oder es wird auf der Straße gefahren, obwohl Fahrradwege vorhanden sind. Dann einordnen auf dem Linksabbieger für Autos und Weiterfahrt, sobald die Fußgängerampel auf grün springt.

@timmoe85
Dir ist bekannt, dass Radwege grundsätzlich nicht benutzungspflichtig sind?

@reticuleena

@silmaril
@benedikt

Das war mir so nicht bewusst, bzw. wenn sie den Status schon immer hatten, wieso hat man die Fahrradwege dann überhaupt im großen Stil umgesetzt?

Ich persönlich fahre viel Rad und fühle mich eigentlich immer wohler, wenn ich einen Radweg nutzen darf (abgesehen von möglichen Schäden, Zu parken, dann wechsle ich natürlich auch auf die Straße).

@reticuleena

@silmaril @benedikt @reticuleena

Welchen Grund sollte ich denn haben, im Zweifelsfall nicht den Radweg zu nutzen? Das Argument mit der Übersicht lasse ich noch gelten, aber ist es deshalb im Umkehrschluss besser, alles auf die Fahrbahn zu verlagern?

@timmoe85 @silmaril @benedikt Es gibt viele Gründe:
1: Bäume und Wurzeln machen viele Wege unbefahrbar
2: Aufm Radweg fährt man hinter den parkenden Autos und wird daher von rechtsabbiegenden Autos schnell mal übersehen.
3. Fußgehende latschen ständig auf den Radweg, weil sie es nicht schnallen. (Generell ist es schwierig wenn man linearen und nicht-linearen Verkehr mischt.)
4. Viele Radwege sind nicht vor dooring geschützt.
5 Radwege sind oft zu schmal, z.B. für Lastenräder.

Ich bevorzuge auch die Radwege, kann aber gut verstehen, dass andere es nicht tun und habe kein Verständnis für Autofahrende, die verlangen, dass Räder auf den Radweg müssen.

@reticuleena @timmoe85 @silmaril @benedikt
Dann kommt noch dazu, dass selbst Radwege mit Schild zur Benutzungspflicht in dem Moment nicht mehr benutzungspflichtig sind, wo z.B. Laub oder Schnee nicht geräumt worden sind oder bei Glätte nur die Autofahrbahn gestreut wurde. Was in Berlin andauernd so läuft.