Ein paar Leute haben mich in den zurückliegenden Tagen gefragt, wo ich "politisch einzuordnen" sei, ob ich "links" oder "rechts" stehe. Der Punkt ist: Inhaltlich mag ich in einigen Bereichen "links", in anderen "rechts" sein, aber das spielt keine Rolle. Mir geht es um anständiges Miteinander und vernünftiges Kommunizieren. Und da kritisiere ich Leute unabhängig von ihrer politischen Verortung.

Ein aktuelles Beispiel, das ich bemerkenswert und ärgerlich...

...finde: Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner von der CDU, schreibt zu Pfingsten: "Unseren christlichen Bürgerinnen und Bürgern wünsche ich gesegnete Pfingsten. Uns allen und unseren Gästen wünsche ich erholsame Tage. Danke allen, die Berlin an den Feiertagen am Laufen halten."

Nun mag man Kai Wegner für alles Mögliche, das er politisch vertritt, kritisieren. Aber jetzt wird er wegen dieser Worte als "ausländerfeindlich" und "ausgrenzend"...

...dargestellt. Vor allem an "unseren Gästen" machen das diese Kritiker fest. Dabei steht da nur, dass er den Christen gesegnete Pfingsten wünscht, denn Nichtchristen werden das wohl mit ziemlicher Sicherheit nicht feiern (und ich habe den Verdacht: viele Christen auch nicht...), er wünscht "uns allen", also: uns allen, sowie "unseren Gästen", also allen, die in Berlin zu Besuch sind, erholsame Tage. Was genau ist daran jetzt das Problem? Man kann Dinge auch absichtlich falsch verstehen...

@HasnainKazim

Danke! Feiner Beitrag.

Das ist jetzt genau die Ebene der politischen Diskussion, die wir statt reißerischer Sharepics und Freund-/Feind-Zuordnung auch führen könnten, mit erheblichem Zugewinn für alle.