Stellt euch vor, man würde Eltern vor 100 Jahren erzählen, dass ihre Kinder in Zukunft an der Leine und Warnwesten über die Straße begleitet werden müssen, damit Erwachsene in 2 Tonnen Stahldosen sie auch ja erkennen und sie nicht totfahren. Sie hätten euch für verrückt erklärt!
@Perowinger94 und sie hätten recht mit dieser Aussage. Eine Schande was man tun muss um nicht von ignoranten Egoisten umgebracht zu werden :(
@Perowinger94 Jop, es sind natürlich nicht die Helicoptereltern...
@Perowinger94 wichtig ist es auch, sowas nicht als "süß" zu bezeichnen, sondern als "Armutszeugnis".
@Perowinger94 das gleiche würde für das Anschnallen im Auto, Rauchen im Flieger, frei gelebte Sexualität und so vieles andere gelten.

@Perowinger94 1923 haben diese Stahldosen alleine in den USA 18.400 Menschen getötet (obwohl es damals ja deutlich weniger davon gab). Die Leute damals hätten die Gefahr sehr gut verstanden. Und deren Methoden bei der Kindererziehung möchte ich auch nicht unbedingt zurück haben.

Ich verstehe schon den Punkt hier, und mir wären weniger Autos auch lieber, aber so eine „früher war alles besser“ Argumentation ist Unsinn

@melanieistefan @Perowinger94 Und selbst vor der Erfindung des Automobils war der Straßenverkehr mitunter hochgefährlich. Teilweise fuhren auch Züge mitten durch die Stadt, bevor man sie in Tunnel oder auf Brücken verlagerte.
@publictorsten @melanieistefan @Perowinger94 Wie recht du hast. Ich wurde einst vom Nikolaus verwarnt weil ich knapp vor einem Pferdefuhrwerk über die Straße gelaufen bin.
@Perowinger94 Iwo, die kennen Autos von den War Boys, die sie ab und zu jagen und versklaven.
@Perowinger94 Noch dazu auf einem Zebrastreifen. Der von roten Ampeln umzäunt ist.
Aber natürlich muss man für alle dankbar sein, die sich an Verkehrsregeln halten, obwohl sie von einer Tonne Stahl umgeben sind.

@Perowinger94 Bin als Fahrradfahren gerade heute wieder zweimal übersehen worden, von Rechts-(in D wären das Links-)abbiegern. In einem Fall war das eine stur geradeaus guckende Frau. Im anderen Fall habe ich das Gesicht nicht gesehen.

Im Januar wurde ich von einer Frau im SUV angefahren und hatte Rippenprellungen. Es war heller Tag und ich trug ein rotes T-Shirt.

Ich habe inzwischen den Eindruck, Fahrer:innen nehmen kleinere Objekte nicht mehr war.

@petros @Perowinger94 die armen #SUV Fahrer haben es aber auch nicht gerade leicht Menschen vor dem Kühlergrill zu erkennen:

https://mastodon.uno/@rivoluzioneurbanamobilita/110439651320111538

Rivoluzione mobilità urbana🚶🚲🚋 (@[email protected])

Allegato: 1 immagine Ha più visibilità un operatore di un carro armato o il guidatore di un #pickup? E un guidare di un #SUV è in grado di vedere un bimbo che gli passa davanti quando esce da un #parcheggio? Non so voi, ma io vorrei vietate questi mezzi. Invece molte persone li usano per portare i bimbi a scuola, mettendo in pericolo loro e gli altri. https://www.reddit.com/r/fuckcars/comments/10z14dz/how_far_is_a_child_visible_from_various_stock/ #violenzastradale #cittadellepersone

Mastodon Uno Social - Italia
@Perowinger94 Vor 100 Jahren hätten sie leuchtende Augen bekommen beim Gedanken daran, dass ihr Kind in der Zukunft innerhalb weniger Minuten beim nächsten Krankenhaus eingeliefert werden könnte. 20 % der abgebildeten Gruppe hätte das erste Lebensjahr schon nicht erlebt (deutsches Gebiet).
Die Warnwesten sind clever weil Kinder einfach klein sind, hätte auch 1923 Mehrwert geschaffen wenn der Lütte vom Schlafmohnschnuller zugeknallt durch die Innenstädte der Weimarer Republik torkelt.
@ElGonzales @Perowinger94 meinst du diese Kinderkrankenhäuser wo die Eltern mit Kindern in ernstzunehmenden medizinischen Situationen wieder weggeschickt werden, weil keine Plätze oder keine Medikamente mehr verfügbar sind?

@ElGonzales
also... ich finde ja nicht, dass bessere medizinische Versorgung ein Freipass ist, um Leute quasi zum Ausgleich anderen Gefahren auszusetzen.

1920 konnte man in den meisten Wohnsiedlungen ohne Probleme draußen spielen. Und wenn einmal in zwei Stunden doch mal ein Pferdewagen oder Auto vorbeikam, musste man halt kurz Platz machen.
Heute nuss man erstmal zwischen parkenden Autos durch, um überaupt auf die Straße zu kommen. Und dann ist man quasi in der Abschusslinie.
@Perowinger94

@Perowinger94 Man war sich dessen vor (fast genau) 100 Jahren teilweise bewusster, als heute.
https://99percentinvisible.org/episode/episode-76-the-modern-moloch/
Das war die Zeit, in der Todesfälle noch Nachrichtenwert hatten. Inzwischen sind sie so normal, dass es maximal regionale Berichterstattung auf Seite 15 darüber gibt.
The Modern Moloch - 99% Invisible

On the streets of early 20th-century America, nothing moved faster than 10 miles per hour. Responsible parents would tell their children, “Go outside and play in the streets,” all day. And then the automobile happened. And then automobiles began killing thousands of children, every year. Much of the public viewed the car as a death machine.

99% Invisible
@Perowinger94 wie wurde das Foto denn erstellt wenn man die im Auto nicht sehen kann?
#frage für ein Freund…
@Sven @Perowinger94 eventuell weil es mehr als ein Modell von dieser "Auto" genannten Maschine gibt und die Sicht von Modell zu Modell unterschiedlich sein kann?
@Perowinger94 @Shimpansky wäre möglich, allerdings werden diese „Autos“ grundsätzlich Modellunabhänig verteufelt.
@Sven @Perowinger94 das SUVs "verteufelt" werden kann ich gut nachvollziehen. Ansonsten besteht die Kritik aus meiner Sicht eher gegenüber der sehr stark auf KfZ-Verkehr ausgerichteten Verkehrspolitik - und sicherlich auch gegenüber der Dreistigkeit mit der viele Autofahrer ihr vermeintliches Recht in Anspruch nehmen.

@Perowinger94 @Shimpansky was die übertriebenen SUVs angeht, sag ich ja nichts gegen. Mann muss ein 12 jährigen mit mit ein RAM in die Schule Kurven…

Was mir nur langsam hier bei Mastodon gegen den strich geht ist das verallgemeinernde rumwerfen von vermeintlichen Fakten um sich bei Gleichgesinnten Bestätigung zu holen.

Das ist das gleiche Verhalten in in so manchen Telegramm Chanel. Nur das Thema ist ein anderes.

@Sven @Perowinger94 versteh ich ja auch, aber wenn man bedenkt wie lange bei dem Thema schon Unzufriedenheit besteht - in all seinen Facetten - und wo wir allein klimatechnisch extrem ganz dringend ganz bald hin müssen, aber einfach maßlos ungenügend passiert, dann braucht es, finde ich, noch Leute, die dafür Aufmerksamkeit generieren :/

@Shimpansky @Perowinger94 ja, aber an der Stelle wo keine Aufmerksamkeit besteht. An der Stelle kommt man in Richtung Ziel. Hier generiert man (leider) nur Zustimmung bei Gleichgesinnten.

Also, in die Politik gehen und gestalten. Aufklärung in der Öffentlichkeit generieren, aber (und das ist wichtig dabei) ohne die Leute vom Thema zu distanzieren.

Hier erzeugt ein solcher toot mehr CO2 als er woanders einsparen wird.

@Sven
Tja... und Du nimmst ein spezifisches Argument gehen SUVs und widerlegst es gekonnt für Kleinwagen. Wie sachlich ist das denn?

Hey, ich bin 7 Jahre lang jeden Tag 75 km mit dem Auto zur Arbeit. Ging nicht wirklich anders.

*Aber ich will, dass es anders geht*

Um besser ohne Autos klarkommen zu können, müssen wir die Bedingungen ändern. Und *dafür* brauchen wir einen Konsens, dass das wünschenswert ist.

=> Jupp, Autos sind doof.

@Perowinger94 @Shimpansky

@Sven
Okayy.... solche Kommentare sollte man nicht ernstnehmen, aber ich räume Dir genau einmal den Zweifelsvorteil ein:

Es geht nicht darum, ob Windschutzscheiben undurchsichtig sind (duh!)
Das Problem ist, dass kleine Kinder in 1-3m Enfernung von SUV-Motorhauben verdeckt werden. Das Foto wurde offensichtlich aus mehr als 10m Enfernung aufgenommen.

Unabhängig davon sind *alle* Autos für Fußgänger lebensgefährlich. Auch mein alter Clio. Weggucken ändert nichts daran.
@Perowinger94

@Perowinger94
Nur mal so:
1. Kinder waren im Straßenverkehr schon immer gefährdet.
2. Die Fahrzeuge im Bild sehen nicht nach unnötigen Protzkarren aus, sondern so, als würden sie wirklich in dieser Form gebraucht.
3. Autos sind heute unter anderem auch wg. vieler Sicherheitssysteme so schwer und das schließt auch den Fußgängerschutz mit ein.

Allmählich nervt mich die Tendenz, Autos unreflektiert als überflüssig und ihre Fahrer pauschal als rücksichtslose Idioten darzustellen!

@lejapproach @Perowinger94 Autos sind hauptsächlich so schwer, weil sie so schnell fahren und deswegen vor allem vor anderen Autos so gut geschützt werden müssen. Wenn wir alle Autos auf 50kmh runterregeln würden, dann könnte man sie viel leichter bauen. Außerdem sitzen in den meisten Autos unter 1,5 Menschen, aber sie haben meistens Platz für 5.

@kragil
Klar, und wenn wir Autos bauen würden, die nur 10 km/h schaffen, dann wären die total leicht und supersicher. Problem gelöst. ... Nur irgendwie käme man dann kaum noch von A nach B. 🤦‍♂️

Auch früher gab es schnelle Autos und die waren leichter. Aber die hatten keine Klimaanlage, keinen Seitenaufprallschutz, keine Airbags, kein ABS, kein ESP usw. usf. Deine ganze Grundannahme entspringt also nicht der Realität, sondern Deinem Wunschdenken.

@Perowinger94

@Perowinger94 Geht ja noch weiter. Fahrassistenten haben Probleme Kinder zur erkennen, aber orange-silberne Warnhütchen klappen schon ganz gut.
@Perowinger94 Dass das noch nicht Gesetz ist in D, wundert mich dann aber doch.
@Perowinger94
Die Warnwesten, Sicherungsleine und Handzeichen scheinen auch selbst bei einem Ampel-gesicherten Übergang notwendig zu sein 🤔 😪 🙈

@MichaelZ @Perowinger94 Die "Leine" ist ein Seil, an dem sich alle Kinder festhalten. Wenn sie da keinen noch drauf haben, können sie ganz frei hinlaufen, wo sie wollen.

Einzelne Kinder nimmt man an die Hand - wenn es zu viele sind, wird man halt kreativ. Und jeder, der schonmal mit Kindern unterwegs war, weiß, dass der Wunsch nach Halt oft genug von den Kindern ausgeht. Das muss nicht immer was mit "ich ziehe das Kind dorthin, wo ich es haben will" zu tun haben.

@Perowinger94
Die Drukos sind bis hierher teilweise schwer beklemmend...
@Perowinger94
Das nennt sich individuelle Freiheit. Der Mann im Pickup merkt die Blagen, die er überfahrt, kaum. Das ist Freiheit. Für den Einzelnen.
Wann wohl das Tesla-update dafür kommt?
@Perowinger94 Wenn ich mir das Verhalten von einigen der Fahrer dieser Mega SUVs angucke, bekomme ich teilweise den Eindruck, als würden diese Kinder totfahren als Macht-Demonstration nicht in Gänze ausschließen. Anders ist es nicht zu erklären, dass die hier so durchs Wohngebiet knallen.

@Perowinger94 Ich warte mittlerweile nur noch darauf, dass der erste Antrag auf Gesetzesänderung zum Abbau von Fußgängerampeln und -überwegen gestellt wird. Kann doch nicht sein, dass der heilige Autofahrer in seiner Bewegungsfreiheit derart eingeschränkt und zum unfreiwilligen Halten genötigt wird...

Bin mir auch nicht sicher, ob das zuerst in den USA oder in Deutschland der Fall sein wird.

@Perowinger94 Dort wo dieses Foto entstand werden Erzieherinnen im Falle eines Unfalls mit Millionenklagen überzogen. Deshalb die übertriebenen Zwangsjacken.
@Perowinger94
Die sollen mal nicht die Straßen blockieren, sondern arbeiten gehen!

@Perowinger94

Und doch werden viele dieser Kinder in 10 - 15 Jahren sich genau so eine Stahldose kaufen und danach Leute wählen die Versprechen, dass man damit auch weiterhin möglichst frei umherfahren darf.

@Perowinger94 Derweil werden in Deutschland immer mehr Zebrastreifen abgebaut, weil sie "ein falsches Sicherheitsgefühlt geben", sprich, weil Autofahrer nicht anhalten und Fußgänger überfahren.

Kein Wunder, dass immer mehr Kinder zur Schule gefahren werden, Straße überqueren wird immer unmöglicher. Dass durch die Eltern-SUVs das Problem noch schlimmer wird, ist Teil der Verrücktheit.

Wir brauchen eine menschenzentrierte Gesellschaft, keinen Auto-Fetischismus!

@Perowinger94 das sind aber sehr kleine Bauarbeiter*innen
@Perowinger94 Unsere Welt *ist* verrückt.
@Perowinger94 wieso? auch in den 1920ern gab es schon tausende Verkehrstote. https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Stra%C3%9Fenverkehrssicherheit#1920
Geschichte der Straßenverkehrssicherheit – Wikipedia

@Perowinger94 zu Beginn des Automobils musste einer mit einer Fahne vor dem Auto laufen um vor dem Auto zu warnen.
@Perowinger94 Das sieht nach englisch sprachigen Raum aus. Ich war mal im Zoo in Dublin und war dort irritiert das dort Kinder "an der Leine" gehen. Kleinere Kinder werden da wohl gerne mal an die Leine genommen wenn es unübersichtlich wird. Wenn man selbst ein kleines Kind hat das überall hinflitzt kann man es sogar ein wenig nachvollziehen.
Hier dürfen die Kinder sich noch selber am Band festhalten. In Dublin war es ein Geschirr um die Brust herum.
@Perowinger94 kurz gedacht Letzte Generation 😂👍
@Perowinger94 vor 100 Jahren wurden Menschen von Autos und Pferdekutschen überrollt. Das waren schon die Jahre, in denen sich erste Strukturen zur Verkehrsregelung etabliert hatten. Lichtzeichen, Schilder, Farbkennzeichnung auf den Straßen.
@Perowinger94
Du meinst die Eltern vor 100 Jahren, die ihre Kinder ins Bergwerk schickten um ein paar Pfennige zu verdienen?