Mein bester Schutz vor Spam und Phishing war bisher meine Bildung. Ich erkenne, wenn ein Text voller Rechtschreib- und Grammatikfehler ist und bezweifle daher, dass er von meiner Bank kommt.

Bisher galt: Ein Kluger kann sich dumm stellen, aber ein Dummer nicht klug.

Das ändert sich durch KI gerade.

Jetzt bleiben als zweite Verteidigungslinie noch meine Computerkenntnisse.

Aber ich ahne, dass ich im hohen Alter so wenig gegen moderne Betrugsmaschen gefeit sein werde wie die heutigen Senioren.

Ich stelle mir vor, dass ich in zwanzig Jahren mit einem vermeintlichen Mitarbeiter meiner Bank oder Krankenkasse videochatte, der sich gepflegt und höflich ausdrückt.

Aber in Wirklichkeit sitzt ein ungehobelter Gauner vor seiner Webcam und brüllt: „Gib Geld, du Arsch!", was die KI mir ausgibt als: „Da wäre noch eine Zahlung von Ihnen zu tätigen.“

Wobei das eine romantisch-naive Vorstellung ist, denn die KI könnte ganz ohne brüllenden Gauner vollautomatisch tausende Senioren zugleich abzocken.

(Disclaimer: Natürlich kann man auch heute schon von gebildeten Leuten abgezockt werden, aber KI gibt mehr Leuten diese Möglichkeit in die Hand. So wie man früher nur von Menschen ausgeraubt werden konnte, die kräftiger waren als man selbst, während dies seit Erfindung von Waffen auch schwächeren Leuten ermöglicht wurde.)

@haekelschwein Ja, auf der anderen Seite kann genauso ein Videogenerator sitzen, wie heute neuerdings ein Textgenerator auf der anderen Seite unserer Mailprogramme.
Das wird nicht 20 Jahre dauern, das erste #LLM-Telefonphishing mit Stimmgenerator findet vielleicht schon statt und lernt.
Die auffälligen Fehler dienen - so glaube ich - eher der Vorauswahl. Wer darauf überhaupt antwortet, ist leichter auszunehmen.

Automatisierter #KI #Enkeltrick, mir macht das echt ein wenig Angst.

@haekelschwein Der erste und schnellste Blick geht doch auf die Absenderadresse, die Bank schreibt selten unter [email protected]

@spyonmetoo @haekelschwein Aber gerade die Absenderadresse ist beliebig und leicht fälschbar. Man kann in den From:-Header einer Mail reinschreiben, was immer man möchte, ohne dass der Transport der Mail davon beeinträchtigt würde.

Einen gar nicht so kleinen Anteil meiner Spam schreibe ich – lt. Absenderadresse – selbst an mich. Manchmal sogar mit der Behauptung, dass der Absender mein E-Mail-Konto gehäckt hätte…

http://spam.tamagothi.de/2022/11/14/zahlung-erwartet-2/

Zahlung erwartet – Unser täglich Spam

@goebelmasse @haekelschwein Abweisung von derlei Spoofing sollte Server101 sein.
@haekelschwein Ich denke gegen Phishing wird bald nur noch helfen, jedes mal auf einem anderen Kanal explizit nachzuschauen oder nachzufragen. Zumindest solange alle drauf bestehen, per unsignierter E-Mail kommunizieren zu wollen.
@haekelschwein denke auch dran, dass viele Phishing Versuche, die Du als "ist ja voller Fehler, wie blöd sind die denn?" abtust, eben diese Fehler als Feature drin haben: Das sorgt für eine Vorselektion auf Leute, die eben nicht so genau hinschauen.
@haekelschwein Gleichzeitig nimmt die Fehlerquote in echter Unternehmenskommunikation schon seit längerem zu.
@nblr @haekelschwein die wird ja zunehmend auch mit KI vorformuliert. 🙈
@pikarl @nblr @haekelschwein das muss dieses level playing field sein, von dem alle reden.
@haekelschwein Ja. Habe ich auch schon für mich vermutet.

@haekelschwein

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Mit chatgpt erstellt 🙈.