Dadurch, dass sich die mediale Reaktionen auf die Frankfurter Tagung auf Boris Palmers Entgleisungen beschränken (Judenstern, N-Word) und diese damit dekontextualisieren, wird mehreres übersehen. 1/6
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RT @JuergenZimmerer
"Was aus dem Blickfeld rückt, sind die Inhalte der Migrationskonferenz, an denen bislang niemand konkrete Kritik geäußert hat." 🤔🤔🤔
👉Palmer wird zum #Sündenbock der Islamophoben und Xenophoben
👉Der Kampf um Schr…
https://twitter.com/JuergenZimmerer/status/1653113779050143771
Juergen Zimmerer on Twitter

“"Was aus dem Blickfeld rückt, sind die Inhalte der Migrationskonferenz, an denen bislang niemand konkrete Kritik geäußert hat." 🤔🤔🤔 👉Palmer wird zum #Sündenbock der Islamophoben und Xenophoben 👉Der Kampf um Schröters Forschungszentrum hat begonnen. https://t.co/jVo7DW3dVH”

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Erstens wird der Vorfall banalisiert. Übersehen wird dadurch, dass die Entgleisungen nicht nur selbst rassistisch sind. Vor allem sind sie nämlich Symptome eines Rassismus, der sich nach allem, was man sehen kann, auch in der Konferenz selbst zeigte. 2/6
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RT @PBahners
Boris Palmer auf der Konferenz „Migration steuern, Pluralität gestalten“ der @goetheuni (Video 08:58:30): „Das wird ja immer als großer Maßstab für Debatten herangeführt…
https://twitter.com/PBahners/status/1653462271887065091
Patrick Bahners on Twitter

“Boris Palmer auf der Konferenz „Migration steuern, Pluralität gestalten“ der @goetheuni (Video 08:58:30): „Das wird ja immer als großer Maßstab für Debatten herangeführt, dass man Menschen nicht verletzen soll – das akzeptiere ich nicht.“”

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Zweitens wird der Vorfall isoliert. Übersehen wird dadurch, dass Palmers Habitus („ich darf sagen, was ich will, auch wenn es andere verletzt usw.“) dem entspricht, was auch die Organisatorin und das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit fordern. 3/6
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RT @PolwerkRiedel
#Palmer schrieb 2021 voll Neid auf FB:
"„Der aogo ist ein schlimmer Rassist. Hat Frauen seinen negerschwanz angeboten." Die Veranstalterin Prof. Schröter wusste natürli…
https://twitter.com/PolwerkRiedel/status/1652253407678283776
Felix Riedel on Twitter

“#Palmer schrieb 2021 voll Neid auf FB: "„Der aogo ist ein schlimmer Rassist. Hat Frauen seinen negerschwanz angeboten." Die Veranstalterin Prof. Schröter wusste natürlich davon. Sie hat 2022 eine Konferenz gegen "woke Sprech- und Denkverbote" veranstaltet. 🧵”

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(Das führt zu erstaunlichen Gleichsetzungen zwischen Konferenzteilnehmern und ihren Kritikern. Und es führt dazu, dass ein Netzwerk, das sich für Freiheit der Wissenschaft einsetzen, anderen die Legitimation zur Kritik daran abspricht.) 4/6
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RT @michaelsralf
Die Gleichsetzung der Aussagen protestierender Studierender mit denen von Konferenzteilnehmern offenbart ein inhaltsentleertes Verständnis von Wissenschaftsfreiheit, in dem an …
https://twitter.com/MichaelsRalf/status/1653082279994966020
Ralf Michaels @[email protected] on Twitter

“Die Gleichsetzung der Aussagen protestierender Studierender mit denen von Konferenzteilnehmern offenbart ein inhaltsentleertes Verständnis von Wissenschaftsfreiheit, in dem an die, die sich auf sie berufen, keinerlei Ansprüche gestellt werden, etwas wie Wissenschaft zu betreiben.”

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Drittens wird der Vorfall exzeptionalisiert. Damit wird es anderen Teilnehmer*innen möglich gemacht, sich durch Distanzierung von Palmer als relativ moderat zu positionieren – und paradoxerweise Legitimation zu gewinnen anstatt zu verlieren. 5/6 https://www.focus.de/politik/er-verliess-bei-eklat-den-saal-stur-platt-egoistisch-mansour-rechnet-mit-palmer-ab_id_192712051.html
Medien sollten m.E. die Analyse von event (N-Wort) und Person (Palmer) erweitern auf eine umfassendere kritische Analyse dieser Wissenschaft, ihrer Verankerung in der Gesellschaft und ihrem Einfluss auf konkrete Personen und Entscheidungen. 6/6 https://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Politik-10/Goethe-Uni-Wenn-ein-pseudo-wissenschaftlicher-Kongress-ueber-Palmer-und-das-NWort-stolpert-40708.html
Wenn ein pseudo-wissenschaftlicher Kongress über Palmer und das N*Wort stolpert - Goethe-Uni

Wie diskutiert die Uni über Migration unter Einladung von Susanne Schröter? „Migration steuern, Pluralität gestalten%22 war die Konferenz überschrieben - und Palmer war nicht der einzige, der sich offenbart hat. Das JOURNAL war vor Ort.

Journal Frankfurt