#Followerpower
Gibt's ein Studium Universale für einen Menschen, der uns folgende Mail schrieb?
„Die Laudatio von padeluun beim BBA 2023 hat mich dazu bewegt nach einem Studium für Datenschutz zu suchen.
Gefunden habe ich hier und da etwas, war aber nicht sicher ob das jetzt die Inhalte hat die wirklich relevant sind.
Habt ihr eine Liste mit Studiengängen/Ausbildungen/Kursen, welche die notwendige IT-Grundlagen vermitteln um die ganze Infrastruktur selber zu Hosten und Datenschutz/Datensicherheit im Allgemeinen lehren?“ /p

@digitalcourage

Ich erinnere mich an eine #OpenScience-Konferenz in Berlin, bei der sich die Keynote-Rednerin fast flehentlich Fachpersonal mit einer Doppelqualifikation in Informatik und Jura herbeiwünschte. Ob es Studiengänge gibt, die beides verbinden, weiß ich leider nicht genau. Vermutlich gibt es #Rechtsinformatik? Jedenfalls wäre das auch für einen.n Datenschützer.in eine optimale Fächerkombination.

@chpietsch @digitalcourage Kein Wunder. Wenn man sich um mehr interdisziplinaeren Austausch zwischen den Studiengaengen Informatik und Jura wuenscht, scheitert es in der Praxis mitunter an Ressourcenneid zwischen den jeweiligen Fakultaeten der Hochschulen. Da bleibt nur, sich als Studierender selbst darum zu bemuehen, sich die relevanten Qualifikationen, die an den Hochschulen ja durchaus gelehrt werden, selbst zusammenzusuchen.

@dreiwert @digitalcourage

Genau so ging es mir, als ich damals mein Studium in Leipzig begann und versuchte, Sprachwissenschaft mit Informatik zu kombinieren. Formal ging das im Magisterstudium, aber die beteiligten Fakultäten und Institute hatten kein Interesse an einer Zusammenarbeit.

Deshalb bin ich nach 4 Semestern (nach der Zwischenprüfung – sowas wie Bachelor) erst nach Edinburgh und dann nach Saarbrücken gegangen, wo Computerlinguistik als Diplomstudiengang angeboten wurde.

Dort wurde nach einigem Hin und Her mein Grundstudium plus Auslandsjahr als Vordiplom anerkannt. Heute glaube ich, es wäre besser gewesen, wieder im ersten Semester einzusteigen, weil ich doch einige Lücken hatte. Aber irgendwann hatte ich mein Diplom.

@chpietsch @digitalcourage Ja, wobei es auch darauf ankommt, wen man fragt. Dozierende konnte ich durchaus haeufiger dafuer gewinnen, Veranstaltungen in anderen Fachbereichen zu besuchen und Pruefungen abzulegen. Das Pruefungsamt empfinde ich auch als aufgeschlossen dafuer, die Leistungen anzurechnen, innerhalb des zugegebenermassen kleinen Rahmens, der fuer ausserfakultaere Leistungen vorgesehen ist. Aber spaetestens dann, wenn es darum geht, auch fest Lehrexporte mit definierten Kapazitaeten an andere Fachbereiche festzuschreiben, hat wieder jeder Angst um seine Ressourcen, und am Ende bewegt sich gar nichts. Und vielen Studierenden ist es dann doch zu unsicher, Leistungen zu belegen, bei denen man erst klaeren muss, inwieweit sie anrechenbar sind.