Einige Eltern behandeln ihre Kinder aus Überzeugung homöopathisch. Bei Fieber gibts zum Beispiel erstmal Belladonna-#Globuli. Nun könnte man ja meinen: „Ist ja nur Zucker, schadet also nicht.“ Oder: „Placebo-Effekt nutzen ist doch clever!“ Doch ganz so einfach ist es nicht. Zunächst einmal besteht das Risiko, dass wirksame Medikamente dadurch zu spät oder gar nicht verabreicht werden. Warum sollen sich Kinder unnötig durch hohes Fieber, Zahn- oder Kopfschmerzen quälen, wenn...
... es ein einfaches Mittel dagegen gibt? Ich halte das für gefährlich. Oft heißt es: „Das Kind soll weniger Pillen schlucken.“ Ha! Schon einmal einen Blick in einen homöopathischen „Medizinschrank“ geworfen? Da gibts etwa Globuli für Babys gegen „nervöse Störungen mit Unruhe“. Globuli für Babys, die zu viel pupsen. Globuli gegen blaue Flecken. Das Mantra „Kann ja nicht schaden!“ führt manchmal dazu, dass mehr (aber wirkungslose) Pillen genommen werden. Einige Kinder werden daran gewöhnt, ...
...selbst bei Lappalien Pillen zu schlucken. Ein blauer Fleck geht auch so weg. Wer auf Placebos steht, kann ja auf die Wunde pusten. Oft heißt es: „Wenns Kindern manchmal danach besser geht, kanns nicht am Placebo-Effekt liegen. #Homöopathie wirkt!!!“ Tatsächlich kann hier der Placebo by Proxy Effekt wirken. Die positive Erwartungshaltung der Eltern überträgt sich dabei auf das Kind. Mehr zum Thema #Homöopathie findet ihr im Buch „Gefährlicher Glaube“. Danke fürs Lesen & Teilen! ❤️

@kattascha pusten hilft aber wenigstens im Gegensatz zu #Homöopathie. Hier anschaulich erklärt (ab ca 5:20):
https://yewtu.be/YLrLNU46OgQ?t=321

@fedieltern #FediEltern

@_rubb3r_duck
Wie cool. Das wusste ich noch nicht. Danke fürs Teilen.
@AgileParenting ja, wusste ich tatsächlich vorher auch nicht, dass und warum das hilft