Hallo,
In der Runde Künstliche Intelligenz – Maschine gegen Mensch? "maybrit illner"– Der Polit-Talk im ZDF vom 13. April 2023 [1] wurde von den Teilnehmern mehrfach betont, propagiert, unterstrichen - durch die Einbettung der KI-infrastruktur in eigene Produkte werden Microsoft und Co. ihre Monopolstellung im digitalen Raum weiter zementieren.
Was ich in den Runden wie diese hier [1] vermisse - sind die Vertreter der Zivilgesellschaft, bspw. @ccc , @digitalcourage , ..., die NICHT NUR ihren Senf zum Thema geben, sondern mit der breiten Öffentlichkeit Ideen, Visionen, Ankündigungen über Projekte, die Probleme lösen können, teilen. Damit die breite Öffentlichkeit UNABHÄNGIG von den staatlichen Akteuren und von den "Qualitäts"medien diese Projekte unterstützen, in diesen Projekten mitmachen und so dem Unheil entgegenwirken kann.
@ankedb , die Idee einer Ethischen gemeinwohlorientierten Alternative zu profitorientierten KI-Lösungen finde ich persönlich ziemlich sympathisch. Hast du @ankedb oder evtl. Mitlesende evtl. Infos über Projekte, die an der Verwirklichung dieser Idee arbeiten?
Mir schwebt eine KI-Infrastruktur als Kulturelles und Soziales Projekt vor. Und ich sehe hier die Öffentlich-rechtlichen Medien (ÖRM) in der Verantwortung. Zu einem haben die ÖRM einen Auftrag die Allgemeinheit mit aktuellen Informationen auf einem gewissen Qualitätsniveau zu versorgen. Und dann haben die ÖRM auch riesige Archive mit Text-, Audio-, Bild- und Videodaten, die gewissen Qualitätskriterien entsprechen. Diese Daten können dafür verwendet werden, um die gemeinwohlorientierte KI-Infrastruktur zu trainieren.
Ah ja - die Milliarden Euro aus den Rundfunkbeiträgen haben die ÖRM auch. Und könnten - wenn Sie nur ausreichend motiviert werden, dem Zeitgeist entsprechend ihren Grundversorgungsauftrag zu erfüllen - finanztechnisch mit den Megakonzernen hinter dem großen Teich mithalten.
Es wurde doch in der Runde [1] auch thematisiert, dass zusätzlich zu einem funktionierenden Sprachmodell, das ja ein Geschäftsgeheimnis der Betreiber ist, sind für eine brauchbare KI permanente Justierung, Qualitätskontrolle durch Menschen, die aktuell von den Clickworkern in den Dritte-Welt-Ländern erledigt wird, notwendig. Was nur oberflächlich erwähnt und nicht vertieft wurde, die KI-Infrastruktur verbraucht 5-6 Mal mehr Strom im Vergleich zu gewöhnlichen Suchanfragen. Das ist IMHO vergleichbar mit der Kosten der Atomenergie, die Megakonzerne auf die Gemeinschaft abwälzen.
@ankedb du könntest ja die Teilnahme an solchen Runden wie [1] dafür nutzen, um die Journalisten - hier Maybrit Illner und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass die ÖRM aktuell fleißg die Werbung für die Megakonzerne hinter dem großen Teich machen. Bspw. wenn ich - angemeldet mit dem ZDF-Account - die Webseite [1] öffne, dann wird dort ein "+"-Zeichen eingeblendet mit dem "Pop-Up"-Hinweis "Merken und Teilen". Hinter diesem "+"-Zeichen werden Twitter, Facebook und Pinterest angeboten. Und kein einziges Netzwerk aus dem Fediverse.
= Quellen =
[1] Künstliche Intelligenz – Maschine gegen Mensch? "maybrit illner" – Der Polit-Talk im ZDF vom 13. April 2023 - www.zdf.de/politik/maybrit-ill…
#ChatGPT #ChatGPTDiary #Microsoft #O365 #OpenAI #ZDF #Microsoft365 #Office365 #KI #maybritILLNER
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Ich fürchte, die #LAION-Initiative zäumt das Pferd vom falschen Ende auf und versucht, einer schädlichen Entwicklung hinterherzurennen.
Als erstes braucht die EU eine eigene Suchmaschinen-Infrastruktur. @MetaGer und andere sind beteiligt an einem tragisch unterfinanzierten Projekt, das einen #OpenWebIndex hervorbringen soll. Das wäre ein Innovationsmotor und eine Voraussetzung dafür, dass LAION gelingen kann, sollten wir sowas tatsächlich brauchen.
Können Sie präzisieren, was Ihre Befürchtungen verursacht?
Das, womit #ChatGPT z.Z. so viele beeindruckt, sind Taschenspielertricks – vergleichbar mit den Tricks, mit denen Weizenbaum mit seinem kleinen Programm #ELIZA in den 70er Jahren zu zeigen versuchte, wie leicht sich Menschen von Software täuschen lassen, die grammatisch korrekte Sätze produziert. Besonders wenn jemand das Etikett »Künstliche Intelligenz« draufgeklebt hat.
Wenn der Hype verflogen ist, werden wir sehen, dass der Einsatzbereich von LLMs recht beschränkt ist. Wer die Geschichte der Informatik kennt, weiß, dass es ca. alle zehn Jahre einen AI-Hype gibt.
Ăśbrigens las ich vor kurzem in diesem Fediverse, dass eine ChatGPT-Sitzung 1000 mal mehr Strom verbraucht als eine Suchanfrage bei einer Suchmaschine. Ich mache mich auf die Suche nach Belegen.
@chpietsch @MetaGer @ankedb Zitat von utopia.de:
4- bis 5-facher Aufwand bei Suchanfragen
Martin Bouchard von QScale, einer Firma, die sich auf den Bau und Betrieb nachhaltiger Datenzentren spezialisiert hat, erwartet, dass bei der Integration von KI-Chatbot in Google und Bing „eine mindestens vier- bis fünffach so hohe Rechenleistung“ benötigt werden. Der Experte betont: „Aktuelle Datenzentren und die vorhandene Infrastruktur werden dafür nicht ausreichen.“
Nun ist es schwer abzuschätzen, wie viel CO2-Emissionen eine einzelne Suchanfrage verursacht. Studien zu dem Thema kommen auf sehr unterschiedliche Werte, meist liegen diese zwischen 0,1 und 10 Gramm CO2e pro Anfrage. Das sieht zunächst nach sehr wenig aus. Doch täglich werden mehrere Milliarden Suchanfragen bei Google getätigt (2019 lag der Wert bei 3,5 Milliarden), bei Bing sind es aktuell eine halbe Milliarde. Insgesamt sind das Hunderte Tonnen CO2e am Tag und einige Hunderttausendtonnen CO2e pro Jahr. Würde man diesen Wert vervielfachen, hätte das also wirklich einen beträchtlichen Effekt auf das Klima.
Verschlimmert ChatGPT die Klimakrise? Experten warnen, 23.02.2023 - utopia.de/chat-gpt-und-die-kli…
Den Beleg für den Faktor 1000 suche ich noch, aber hier sind schon mal einige Zahlen, die Belegen, dass der Stromverbrauch von #LLMs wie #GPT ähnlich ruinös für den Planeten ist wie der von #Bitcoin:
Ăśber #ChatGPT ist nichts genaues bekannt wegen der berĂĽchtigten Intransparenz von "#OpenAI". Zitat im o.g. Artikel:
“We’re talking about ChatGPT and we know nothing about it,” she said. “It could be three raccoons in a trench coat.”
bildung.social/@chr/1101858522…
Was den Vergleich mit Smartphones angeht. Vor ein Paar Monaten hat der Journalist im Deutschlandfunk für die Reduzierung des Stromverbrauchs empfohlen die Videos auf Tablets oder Smartphones statt auf dem riesigen Fernsehbildschirm anzuschauen. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an die Anfänge von Google, als Google ihre Rechenfarmen aus handelsüblichen PC's gebaut hat.
Da die Smartphones über beträchtliche Rechenleistung, die über längere Strecken ungenutzt ist, verfügen, bin ich an einer validen Einschätzung, Prüfung interessiert, ob es aus Umweltgründen machbar und sinnvoll ist, die Datenverarbeitung in verteilten Netzwerken, die aus aktiven oder auch nicht mehr genuzten Smartphones gebaut sind, durchzuführen. Es gibt doch Beispiele aus der Praxis wie SETI@home und Federated Machine Learning en.wikipedia.org/wiki/Federate… .
#SETIhome #ChatGPTStromverbrauch #ChatGPTDiary #FederatedMachineLearning
„Jede Frage an #ChatGPT benötigt 1000 Mal mehr Strom als eine Suchanfrage bei Google. Für jede Antwort, die man von dem Chatbot erhält, könnte man ein Smartphone bis zu 60-mal aufladen.“ Die Zeit 14/2023 S. 52