Was mir gerade mal wieder auffällt: Ob man jetzt einem Lesch, einer Mai, einem Rezo oder wem auch immer zuschaut, ständig zeigen sie Diagramme oder Studien, die das untermauern, was sie gerade sagen. Und wenn man Zeit und Lust hat, kann man die Quellen prüfen.

Warum ist das bei Bundestagsdebatten nicht so? Wieso können Redner einfach irgendwas behaupten, müssen das aber nicht direkt visuell untermauern? Ich glaube, wenn man das ändern würde, gäbe es einigen Diskussionsquark schlicht nicht.

@Herbstfreud na die Idee ist ja eigentlich nicht, das im Bundestag über Fakten gestritten wird, sondern über die Bewertung und Entscheidungen über Konsequenzen aus den Fakten. Das mit dem Behauptungen und Quellen prüfen ist halt eigentlich sogar ein Beruf: Journalist. Wenn die auf unabhängig von ihrer eigenen Meinung konsequent insbesondere die Leute, die ihre Meinung vertreten, öffentlich auseinander nehmen würden, dann würde es diesen Quark wirklich nicht geben.

@aurorus

Das funktioniert ja auch nicht wirklich. 🙄

Entweder wird 1:1 unreflektiert widergegeben, was da erzählt wird, oder aber einige bestimmte Medien rücken sich die Meinungen so zurecht, wie sie sie brauchen (da sie ja so "überparteilich" und "unabhängig" sind) oder einige Dinge werden schlicht überhaupt nicht aufgegriffen.

Ja, ich weiß, Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber diese Ausnahmen werden m.E. leider allgemein kaum beachtet.