Es zeigt sich halt auch immer wieder: Jene, die am lautesten "Sprachverbot!!!" schreien, wenn jemand gendersensible Sprache verwendet, wünschen sich eigentlich genau solche Sprachverbote für die anderen. Es ist reine Projektion.
Die meisten Lesendenbriefe bekomme ich übrigens, weil ich "Liebe Lesende" in Edis und Newsletter schreibe. Das veranlasst manche Menschen (Männer, let's be frank, es sind immer Männer) dazu, mir lang und breit zu erklären, dass sie aber KEINE Lesenden sind (obwohl, in fact, they are, zu dem Zeitpunkt wo sie z.B. das Edi oder den Newsletter lesen) sondern LESER und dass ich sie auch genauso so ansprechen muss SONST GIBT'S WAS.

@mimrma
Ich finde man sollte nüchtern eine Kosten/Nutzen-Betrachtung angepasster Sprache bzw. Rechtschreibung vornehmen:

Meine These dazu ist, dass sie zu einer echten Gleichstellung so gut wie gar nicht beitragen kann.

Die wirklichen Kämpfe werden in Bewerbungs- und Gehaltsgesprächen, Parlamenten, Vorstandsetagen und auch bei Wohnungsbesichtigungen ausgetragen.

DORT lohnt es sich energisch zu streiten, seltsamerweise schreibt darüber aber selten eine Autorin.

@weit_im_westen 1. Schön, dass du eine These hast. Auch Wissenschaftler*innen haben Thesen und testen sie sogar, da kannst du bei Interesse ja mal nachlesen, was die Effekte sind. 2. Wer sagt denn, dass das Ziel (nur) Gleichstellung sein muss? Wenn ich Menschen mit "Liebe Leser*innen" anspreche, und manche, die sonst oft "vergessen" werden, fühlen sich dadurch gesehen und mitgemeint, ist das für mich schon ein großer Gewinn. 3. Auf derailing lass ich mich nicht ein, this will be all.

@mimrma

Deine Antwort ist herablassend. Schade.