Es zeigt sich halt auch immer wieder: Jene, die am lautesten "Sprachverbot!!!" schreien, wenn jemand gendersensible Sprache verwendet, wünschen sich eigentlich genau solche Sprachverbote für die anderen. Es ist reine Projektion.
Die meisten Lesendenbriefe bekomme ich übrigens, weil ich "Liebe Lesende" in Edis und Newsletter schreibe. Das veranlasst manche Menschen (Männer, let's be frank, es sind immer Männer) dazu, mir lang und breit zu erklären, dass sie aber KEINE Lesenden sind (obwohl, in fact, they are, zu dem Zeitpunkt wo sie z.B. das Edi oder den Newsletter lesen) sondern LESER und dass ich sie auch genauso so ansprechen muss SONST GIBT'S WAS.
Dann kommt noch eine Erklärung zur deutschen Sprache und zum generischen Maskulinum und die unerschütterliche Überzeugung, dass eine Sprache ja immer statisch bleiben muss und sich nicht ändern oder anpassen DARF (Wörter wie "Gendergaga", "Wokismus" etc. darf man aber natürlich erfinden und überall reinpfeffern, weil da gelten solche Regeln nicht)