Stabil!

Greta #Thunberg (@gretathunberg):

"It's time to overthrow the West's oppressive and racist capitalist system"

She said: “We are never going back to normal again because ‘normal’ was already a crisis. What we refer to as normal is an extreme system built on the exploitation of people and the planet."

 #theTelegraph

https://12ft.io/proxy?q=https://www.telegraph.co.uk/news/2022/11/02/greta-thunberg-time-overthrow-wests-oppressive-racist-capitalist

#Kapitalismus #Klimakatastrophe

12ft

Norbert Hasler (@[email protected])

"Weg mit dem Kapitalismus". Da fehlt mir wohl die Phantasie: "weg" heißt ja, "ersetzen durch" - ich wüsste nicht, wodurch.

ruhr.social
@empathroet "Weg mit dem Kapitalismus". Da fehlt mir wohl die Phantasie: "weg" heißt ja, "ersetzen durch" - ich wüsste nicht, wodurch.

@haslno

Es gibt sicher extrem viele Ideen, von denen vermutlich eine gute Anzahl nicht zu abwegig ist bzw. realisierbar wäre. Einer der Kandidaten (ev. als erste Stufe), der vielleicht eine recht gute Chance auf Umsetzung hat (u.a. weil nicht mit Institutionen wie Markt, Staat, Geld und Lohnarbeit gebrochen wird und weil es schon im Aufbau befindlich ist), ist die Gemeinwohlökonomie. Dazu empfehle ich das Interview von Jung & Naiv mit Christian Felber:

https://piped.kavin.rocks/watch?v=7mRe1ntgbj8

@empathroet

Piped

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@Voka @empathroet Ja: Wir brauchen dringend eine nicht nur soziale, sondern auch nachhaltige Wirtschaftsordnung. Unter "Gemeinwohlökonomie" sehe ich dazu alles mögliche: Sowohl moralische Appelle als auch Vorschläge mehr oder weniger starker staatlicher Regulierung. Was ich nicht sehe: Eine Abkehr von der Marktwirtschaft, eine Alternative zum Streben des einzelnen Menschen nach Erfolg auf diesem Markt, eine grundsätzliche Alternative zu Geld als Steuerungsmittel
@Voka @empathroet Regulierter Kapitalismus ist noch immer Kapitalismus - wenn es gut geht, aber sozial und nachhaltig.

@haslno

1/6

Bei Diskussionen über Kapitalismus kommt es auf die Definition an. Manche setzen Kapitalismus mit Marktwirtschaft gleich. Felber definiert Kapitalismus als eine Gesellschaftsordnung, in der Schutz und Mehrung von Kapital an oberster Stelle stehen (so mein Gedächtnis). Er spannt ein (vereinfachtes) Spektrum auf, an dessen einem Ende 100%iger Kapitalismus steht (nach obiger Definition) und am anderen Ende so etwas wie ein pervertierter Staatskommunismus.

@empathroet

@haslno

2/6

Dazwischen steht die Gemeinwohlökonomie: Marktwirtschaft ganz ohne Kapitalismus, mit vielfältigen Eigentumsformen, denen aber Grenzen gesetzt werden. Unternehmen müssen eine Gemeinwohlbilanz erstellen und werden auditiert, und abhängig von der erreichten Punktezahl wird es für die Unternehmen schwerer oder leichter. Das sind nur ein paar wenige Aspekte, ganz kurz angeteasert. Ich empfehle wirklich dieses Interview, fand ich sehr beeindruckend.

@empathroet

@haslno

3/6

Ob die Gemeinwohlökonomie, wenn sie überall umgesetzt wäre, schon an ein Optimum einer utopischen Gesellschaftsform rankommt, muss man vermutlich ausprobieren, also falls es je so weit kommt. Aber wie gesagt, ich hätte nichts dagegen, erst mal damit als Ziel anzufangen (ganz bestimmt um Dimensionen besser als der Status quo), weil es schon viele Unternehmen gibt, die sich gemeinwohlbilanzieren lassen, und Gemeinden, die Gemeinwohlökonomie umsetzen.

@empathroet

@haslno

4/6

Bis auf Landesebene hinauf gibt es politische Bekenntnisse oder Zustimmung dafür, und ein EU-Ausschuss hat festgestellt, dass sie kompatibel mit europäischem Recht ist (was nicht heißt, dass es keine Hindernisse gäbe, aber immerhin). Auch das sind alles Aussagen Felbers in dem Interview, soweit ich mich erinnere. Hier noch die Webseite der Gemeinwohlkonomiebewegung:

https://www.ecogood.org/de

(Hab bisher leider keine Fediverse-Präsenz gefunden.)

@empathroet

GWÖ - Die Gemeinwohl-Ökonomie

@haslno

5/6

Es mag andere Gesellschaftsformen geben, die womöglich, wenn sie richtig umgesetzt werden, noch besser sein könnten. (Natürlich gilt immer: Definiere "besser" bzw. finde einen Konsens dazu. :D) Es gibt sicher viele Ansätze, die jenseits von Staat, Markt, Lohnarbeit, Geld und Tausch denken. Beispielsweise Commoning.

@empathroet

@haslno

6/6

Es gibt Leute, die arbeiten an Ideen, wie man das Prinzip des Commoning, das bisher wohl hauptsächlich in kleinen, begrenzten Projekten realisiert ist, global ausweiten könnte: @commoningsystem

Finde ich auch sehr interessant. Vielleicht kann man auch mehrere Stränge parallel verfolgen: Gemeinwohlökonomie dürfte sich mit Commoning recht gut vertragen, denke/hoffe ich.

@empathroet

Es gibt die Initiative NOW, die explizit versuch Gemeinwohlwirtschaft und Commons gemeinsam zu denken. Ich weiss allerdings nicht, wie aktiv sie gerade ist: https://netzwerk-oekonomischer-wandel.org/

@Voka @haslno @empathroet

NOW – Netzwerk Oekonomischer Wandel – Anders Wirtschaften jetzt!

@Voka
@haslno @commoningsystem @empathroet

Es könnte auch Sinn machen, Kontakt zu Commons-affinen Produktionsnetzwerken aufzubauen, z.B. InternetofProduction.org und @opentoolchain #OpenHardware