Interessant, auch Volker Wissing redet so, als würde die Gesellschaft ärmer, wenn sie bloß weniger schnell reicher wird. Der Vergleich ist nicht zeitlich, sondern kontrafaktisch.

Ich will gar nicht voraussetzen, dass das falsch ist, sondern frage mich eher, welche Argumente es dafür gibt, so zu sprechen: Preisen wir auf einer schiefen Ebene sozusagen den Wachstum immer schon ein in unseren Erwartungen und fühlen uns tatsächlich ärmer, wenn er dann nicht kommt?

@larsweisbrod
Unter der (realistischen) Voraussetzung von Inflation > 0 bedeutet Stagnation des BIP das Schrumpfen der Realeinkommen, nicht?
Zur Erhaltung der Realeinkommen ist also umgekehrt (im aktuellen System) ein BIP-Wachstum > 0 erforderlich.
Da das eine Binsenweisheit ist:
=> Was war denn eigentlich gemeint?
@tropenfisch Wachstum messen wir ja immer in realem BIP, deswegen ist dieser Aspekt hier nicht relevant. Aber klar, das nominale BIP muss wachsen, damit wir nicht ärmer werden