Habe gerade einen ZEIT-Podcast gehört, wo öfter von „lernen dürfen“ die Rede war. Taucht immer mehr auf, „durfte Speaker sein“, „durfte mit F arbeiten“: LinkedIn-Talk.
„x dürfen“ ist Kindersprache, denen ein Erlaubnisraum gegeben wird. Unter Erwachsenen bestenfalls anbiedernde Selbsterniedrigung, die nach Beifall heischt.
Lasst das, wenn Ihr unter Erwachsenen als Erwachsene seid.
/2 Bin aber sehr dankbar, dass ich diesen Tröt schreiben durfte.
/3 vermutlich wird das in bürgerlich-akademisch geprägten Milieus gesprochen, wo Helikoptereltern ihr Kinder in der ausländerfreie Kita bringen und die Kindersprache kopieren. Kinder werden aber nicht erwachsen, wenn Erwachsene wie Kinder sprechen. (na gut, sie sollten zumindest altersgerecht sprechen)
@ChristophKappes Jo, es klingt wie Kindersprache (aus den 50ern?), gemeint ist aber wohl eher "daß ich Gelegenheit hatte".
@slowtiger man dankt für die Gelegenheit? Warum? Es ist bestenfalls eine Höflichkeitsfloskel, ansonsten eher Ausdruck falscher Minderwertigkeit, denn aus der Gelegenheit ergibt sich ja gerade, dass man der Anerkennung wert war.
@ChristophKappes Doch, kann man machen, und damit anerkennen, daß Vieles, auch am Ende eigene Verdienste, von vielen Zufällen abhängen. "Gut, daß ich zu X Gelegenheit hatte" finde ich jetzt überhaupt nicht minderwertigkeitskomplexig. (Ich hab darüber mal n Vortrag gehalten.)
@slowtiger damit hast Du aber den Sachverhalt variiert, der das „durfte“ nicht enthält