Will ich mit dem Flugzeug von München nach Rom: Flugportalseite öffnen, Flug wählen, buchen fertig. Und das zum Spottpreis.

Will ich mit dem #Nachtzug von München nach Rom: Stundenlang rumklicken, Recherchieren, nicht den richtigen Zug angezeigt kriegen, keine Option nach Liegewagen zu suchen, Verzweifeln, Reisebüro anrufen, sau teuer alles, zig mal denken "solln wir doch lieber Fliegen?", ins Kissen beißen....

Was läuft da falsch? Warum ist #klima freundliches #Reisen innerhalb von Europa fast ein Ding der Unmöglichkeit?

@reticuleena Ein EU-weites Buchungssystem für Züge steht mittlerweile glücklicherweise relativ weit oben auf der Liste der EU-Kommission. Es ist Teil des „Green Deal“, den Bahnverkehr in der EU auszubauen.

Action Plan und Status gibt es hier:

https://transport.ec.europa.eu/news/action-plan-boost-passenger-rail-2021-12-14_en

Action Plan to boost passenger rail

Action Plan to boost passenger rail

Mobility and Transport
@alfora @reticuleena Auf der Liste steht dieses Ziel jetzt auch schon zwei Jahre (Vermutlich hat @jon aktuellere Informationen)
@wolfgangcramer @alfora @reticuleena Theoretisch kriegen die Firmen ein gemeinsames System bis 2025 hin. Aber ich bin noch sehr skeptisch.
@jon @wolfgangcramer @reticuleena Man sollte sich um jeden Fall angewöhnen, die eigenen Politiker im Land zu fragen, warum das so lange dauert. Es ist ja nicht „die EU“ schuld, sondern es hapert meistens an der Umsetzung von EU-Richtlinien im eigenen Land.
@alfora @wolfgangcramer @reticuleena Hier nicht. Die EU hat Fahrpläne bzw. Ticketing bisher nicht komplett juristisch geregelt. Die EU-Mitgliedsstaaten sowie die Staatseigenenbahnfirmen haben stark gegen eine Eröffnung der Daten gekämpft.

@wolfgangcramer @reticuleena @alfora @jon wie schon gesagt: es hapert im eigenen Land. Ich sehe da eher die Bundesregierung und das Verkehrsministerium in der Pflicht, weniger "die EU".

PS: das es keine einheitliche Infrastruktur Schiene in der EU gibt ist auch so ein Unding. Da herrscht nationaler Protektionismus.

@ruoff @wolfgangcramer @reticuleena @jon Der "nationale Protektionismus" ist halt "historisch gewachsen". Die Eisenbahn gibt es seit ca. 200 Jahren.

In Europa haben wir u.a. deshalb drei Spurweiten, unterschiedliche Spannungen, noch mehr Zugbeeinflussungsanlagen und unzählige Richtlinien. 😉

Von einer "Vereinheitlichung" sind wir hier in vielen Bereichen noch weit entfernt.

@wolfgangcramer @reticuleena @alfora @jon in den letzten Jahrzehnten wurde sehr viel vereinheitlicht, warum nicht bei der Eisenbahn? Weil es bisher kein Interesse gab diese (staatliche) Infrastruktur (über Landesgrenzen hinweg) zu fördern. Und dazu kommt noch der Einfluss einiger Gewerkschaften, die ebenfalls sehr protektionistisch sind.

@ruoff @wolfgangcramer @reticuleena @jon Es wird ja eh vereinheitlicht. Es dauert halt leider lange.

Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Interoperabilität_im_Schienenverkehr

Interoperabilität im Schienenverkehr – Wikipedia

@alfora @ruoff @wolfgangcramer @reticuleena Digitale Fahrplandaten in UIC Merits waren *besser* vor 20 Jahren. Das macht kein Sinn!
@alfora @ruoff @reticuleena @jon End-to-end-Tickets und Beförderungsgarantien zu bezahlbaren Preisen, auch quer durch Europa, könnte es schon heute geben, auch ohne technische Vereinheitlichung.
@wolfgangcramer @reticuleena @alfora @jon viel zu spät und viel zu lange... 🤷🏻‍♂️