Mir ist langweilig. Daher heute mal #Plastikwissen. Ich würd euch ja bitten, mir Fragen zu stellen. Aber da hab ich zu wenig Follower für… (fragt aber gern, wenn euch was einfällt)
Fangen wir simpel an: Plastikdosen wegwerfen und durch Glas/Blech ersetzen ist nicht nachhaltig. Besser benutzen bis kaputt. Und dann noch benutzen um zum Beispiel kleine Dinge sortiert zu lagern. Nägel, Schrauben, Haargummisammlung… die fühlen sich auch in der Dose wohl, die versehentlich auf der Herdplatte stand. (Ja nachdem wie lange sie da stand. 🤭)
Weiter gehts: Plastikdosen zum Lagern von Lebensmitteln sind immer noch OK, wenn sie verfärbt sind. Kennt ja jeder… Tomatensoße und schon sind sie hässlich. Aber auch nur das… hässlich aber völlig in Ordnung.
Es gibt verschiedene Tipps wie man die Verfärbungen los wird, Zitronensaft, Öl und mehr. Probiert das gerne, solange ihr nie den Tipp probiert es in die Sonne zu stellen.
Damit sind wir beim nächsten Hinweis: Plastik gehört nicht ins UV-Licht. Erstrecht nicht, wenn ihr darin Lebensmittel lagern wollt.
Es gibt auch Plastik, dass in die Sonne darf. Das wird dann meist explizit beworben.
Auf den kleinen Zetteln die beim Kauf beiliegen (die, die man ungesehen weg wirft) stehen Warnhinweise bezüglich Sonnenlicht.
Meist als Symbol: Ein Haus mit einer Sonne, seht ihr so ein Symbol oder ähnlich auf dem Zettel, ist euer Produkt nicht für draußen stehen lassen geeignet.
Weiter mit Lebensmittellverpackungen. Die schöne große Packung Vanilleeis, wenn die leer ist könnte man doch prima was anderes mit einfrieren… Nee, kann man nicht. Also kann man schon, ist aber ungesund.
Einwegverpackung sind immer nur für einen Weg konzipiert. Ist Scheiße, aber ist so. Es können sich Stoffe aus dem Material lösen (zum Beispiel dem Aufdruck) und in euer Essen diffundieren.
Eis bspw. wird kalt abgefüllt, gelagert und gegessen. Nur dafür ist die Verpackung sicher.
Grundsätzlich sind Verpackungsdesigner dumm. (Liebe Grüße 🖖)
Oft mischen sie verschiedene Plastik-arten oder wollen fancy dunkle Farben und Aufdrucke. Das macht das Recycling aber schwieriger, da bleibt nur verbrennen (Verzeihung : „thermische Energiegewinnung“).
Wenn ihr die Verpackungen nicht alle vermeiden könnt (wer kann das schon? Ich nicht), dann folgen jetzt noch Recyclingtipps… bleibt dran
Regel #1: Deckel ab. Immer. Joghurtbecher, Shampooflasche, Käseverpackung - egal, immer ab und getrennt einwerfen.
Es gibt Verpackungen wo das nicht nötig ist. Aber da müsst ich suchen.
Beim Joghurtbecher mag es noch einleuchten: klebt der Metalldeckel am Becher kann die Sortiermaschine nicht sortieren. Aber selbst diese dünne Folie auf der Käse- oder Wurstpackung (vegan ist hier mitgemeint) ist ein anderes Plastik. Kann zusammen recycelt werden, mindert aber stark die Qualität. Also ab ab ab
Regel #2: kauft keine dunklen Verpackungen, wenn es auch helle gibt.
Ich komm zum Beispiel mit festem Shampoo nicht klar. Also Kauf ich weiter Flaschen. Wär ich ein Mann, würd ich zu den schwarzen und dunkelblauen Flaschen greifen, weil ich einfach gestrickt bin und auf sowas reinfalle. Und nicht nach Regenbogeneinhorn riechen will.
Es gibt aber auch neutrale Düfte in hellen Flaschen. Nehmt die.
Mit dunklem Plastik haben die Sortiermaschinen oft Probleme. Und es mindert die Qualität.
Regel #3 Aufdrucke sind doof. Entweder weil sie dunkel sind (siehe #2) oder weil sie auf ein anderes Plastik gedruckt sind und dann aufgeklebt (siehe #1).
Inzwischen gibt es Verpackungen bei denen der Aufdruck eine Abreißmöglichkeit hat. Ich hab das bei Duschgel gesehen. Aber auch bei Joghurtbecher mit Pappe außenrum. (Ok, nicht alle Designer sind dumm)
Gibt es diese Möglichkeit, dann nutzt sie bitte. Es gilt auch hier: ab ab ab.
Regel #4
Gelbe Tonnen oder Säcke nicht vollpressen. Presst ihr den Müll zusammen, dann können sich wieder verschiedene Materialien verkeilen. Und dann gibt es Sortierprobleme.
Die dünnen Säcke halten das ja eh nicht aus… nun die Überraschung: das ist Absicht.
Steckt auch nicht einen Müll in den anderen, einfach locker einwerfen.
Wenn ihr nicht genug Platz für all es Müll habt: euch steht es zu kostenlos soviel Verpackungsmüll wegzuwerfen, wie ihr wollt. Ihr habt das Recht auf mehr Tonnen/Säcke.
Keine Regel, aber vielleicht interessant: Gelbe Tonne/Sack ist nur für Verpackungsmüll. Es ist kostenlos, weil ihr schon dafür bezahlt habt. Wann? Beim Kauf des verpackten Produktes. Denn letztlich muss das verpackende Unternehmen für die Entsorgung der Verpackung zahlen, was sie an den Verbraucher weiter geben. Wer mehr wissen will ein Link zu Wikipedia 🔗 https://de.m.wikipedia.org/wiki/Duales_System_(Abfallwirtschaft)
Duales System (Abfallwirtschaft) – Wikipedia

Und was ist mit der Tupperdose die selbst für Nägel zu lange auf dem Herd stand? (Ja, das Beispiel ist nicht zufällig. 😅)

Die und andere kleine Plastikteile könnt ihr auch in den gelben Sack werfen. Auch wenn sie keine Verpackungen sind. Man nennt es ganz offiziell „intelligente Fehlwürfe“. Gehört offiziell nicht rein, wird aber mit recycelt.

So, das reicht erstmal, hier gibt es jetzt Mittagessen. Nicht das aus dem Krankenhaus, Schwiegermami ist auf dem Weg zu meinem Zimmer 😋
Ich hab noch mehr auf Lager… Thema Mikroplastik, Glasflasche gegen Plastik, Weichmacher uvm.

vielleicht später, vielleicht morgen.
Fragt gerne, wenn euch was einfällt.