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Das übliche Zeugs über Familie (👨‍👩‍👦‍👦) und Arbeit (👷🏼‍♀️👩🏼‍💻)
Jetzt neu im Angebot auch Zeugs über Plastik.

Die Flasche ist besser als andere Einwegflaschen, aber bleibt Einweg. Plastik kann nicht zu 100 % wiederverwendet werden. Lidl muss etwa 5% Altplastik hinzukaufen. Dafür hat jemand anderes Flaschen aus Neuplastik hergestellt. Der Umwelt ist egal, wer das war.

Eine Mehrwegflasche wird erst mehrmals verwendet bevor sie recycelt wird, so wird viel weniger Neuplastik benötigt. Die Mehrweg-Pool-Flasche gewinnt gegen die Lidlflaschen.

Jetzt behauptet Lidl aber ihre 1,5 Einwegflasche wäre „eine der ökologischsten Flaschen“ und eine gute Wahl „aus Liebe zur Natur“. Noch dazu mit einer Studie untermauert! Toll. Also für Lidl, nicht für die Umwelt.

Die (von Lidl beauftragte 😉) Studie vergleicht Äpfel mit Birnen. Also eine optimierte Einwegflasche mit Durchschnittswerten. Denn im Vergleich mit optimierten Mehrwegflaschen wär das Ergebnis nicht mehr wie gewünscht.

Es ist aber ganz einfach: Einweg ist immer die schlechteste Wahl, egal welches Material. Plastik hat den Vorteil leicht zu sein. Damit wird beim Transport ordentlich CO2 gesparrt.
Zweiter Platz nach dem Leitungswasser hat also die Plastikmehrwegflasche gefolgt von Glasmehrweg.
Am besten „Pool-Flaschen“ die viele Hersteller gemeinsam nutzen und Produkte, die in der Nähe abgefüllt werden.
Diese und weitere Informationen findet ihr hier:
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/ressourcenschonung/einzelhandel-und-umwelt/mehrweg/nabumehrwegguide.html
Der NABU-Mehrweg-Guide - NABU

Immer noch herrscht bei vielen Verbraucher*innen Unsicherheit darüber, was eine umweltfreundliche Getränkeverpackung ist und was der Unterschied zwischen Pfand und Mehrweg ist. Der NABU hat daher einen Mehrweg-Guide mit den wichtigsten Fragen und Antworten erstellt.

NABU - Naturschutzbund Deutschland e.V.

Erstmal die Auflösung zu meiner Frage: Die beste Getränkeverpackung ist 🥁

Keine!

Für Umwelt und Klima ist Leitungswasser bei weitem das beste Getränk. Regional, unverpackt und noch dazu günstig.
Nun wollen die wenigsten immer nur Wasser trinken. Und wenn, gibt es manchmal individuelle Gründe gegen das aus der Leitung.

Also abgepackte Getränke.
Es gibt Mehrwegplastik, Einwegplastik, Mehrwegglas, Einwegglas und Getränkekartons. Und von allem auch noch verschiedene Varianten😵‍💫

#Plastikwissen

Heute habe ich Werbung für die Lidl „Kreislaufflasche“ im Radio gehört. Mir das durchgelesen und kann euch zusammenfassend sagen: Bullshit- und Halbwahrheitmix.

Bevor ich diese Verbrauchertäuschung aufdrösel eine kleine Frage: Welches ist die für Umwelt und Klima beste Getränkeverpackung?

Auflösung zur Wahrheit hinter der Lidlkampagne und zur Frage heute Abend.

#Plastik #Plastikwissen

Zu diesem Thema mit Kind krank, Finanzen etc. kommt für mich eine wesentliche Überlegung. Eine, die ich lange nicht habe einsehen wollen:
Karriere ist nicht geil.
Nicht wenn du ne Familie hast.
Irgendwas wird geopfert und das ist oft, sehr oft die Familie.

Karriere geht für Singles. Das geht für Menschen, die selbst Familie hintenanstellen können.
Aber nicht für die anderen, jene die ihre Kinder und Partnerpersonen über alles stellen. Denen ihre Freizeit wichtig ist.
Die Zeit mit Kind und Kegel verbringen wollen.
Die eigene Projekte voranbringen wollen.
Und ja: ich spreche da sehr stark von mir.

Vor vielen Jahren war ich enorm auf Karriere fixiert. Wollte Leitungsposition, Teamleiter whatever. Klar, auch Kohle sollte steigen.
Dann kam ein Gespräch mit einem Kumpel. Er stellte mir eine Frage: wieviel deines Lebens willst du jemandem opfern, der deine Zeit gegen Geld tauscht? Diese Zeit ist weg. Und das Geld auch irgendwann, egal wie du es einsetzt.

Diese Worte gaben mir zu denken. Lange
So lange das ich von meinen Plänen abrückte. 40 auf 35h reduzierte. Einfach meinen Job machte (der Spass macht, aber oft zermürbt und an die Grenzen dessen bringt, was ich bereit bin zu investieren)
Heute sehe ich vieles völlig anders.
Speziell was es heißt Kind zu haben. Sein Leben dadurch völlig umzukrempeln.
Als Kinderloser hasste ich Sprüche wie " wenn du Kinder hast, verstehst du das" oder ähnliches. Das hatte zweierlei Gründe: ich sah mich noch nicht als Vater. Und Kinder bekommen war ein kritisches Thema.

Ich sehe das wie folgt: Menschen ohne Kinder können einiges mit gesundem Menschenverstand erfassen und beurteilen. Mit Kind macht man vieles dann doch anders. Oder nicht. Oder trotzdem.

Worauf ich hinaus will: Familien haben es in D und sicher in vielen anderen Ländern nicht leicht. Es wird aber so getan als ob das nicht der Fall wäre. Gerade hier im 4. reichsten Land (der Statistik nach), sollte das doch aber anders sein, oder?
Wir sollten keine Eltern haben, die ihrem Kind nicht mal einen Geburtstag veranstalten können. Wir sollten keine Alleinerziehende haben, die dauernd komplett im Stich gelassen werden.
Wir sollten Arbeit nicht über Familie stellen. Und uns nette Begriffe wie Work-Life-Balance einfallen lassen.
Diese Balance gibt es nicht. Nicht für uns die sich abrackern müssen und trotzdem gerade um die Runden kommen.
Die sich über ein Brötchen am Wochenende zusammen mit Partnerperson und Kind, allein oder ohne Kind freuen. Die jeden Sonntag dem Wochenende nachtrauern, heißt es doch Abschied nehmen von der Freizeit, der Freiheit über seine Zeit mal etwas länger entscheiden zu können.

Und selbst das ist eine Illusion. Nach der Arbeit folgt Haushalt. Kinder abholen, Behördenkram machen. Wäsche waschen, irgendwen anrufen, Singe klären. Etwas geht kaputt, in der Familie kriselt es. Irgendwas ist immer.
Und dieses "Irgendwas" wird in die wenigen Stunden reingepresst, über die kein Arbeitgeber, Kunde oder Auftraggeber verfügen kann. Oder sollte.

Und hier haben wir einen weiteren Punkt: Überstunden sind in D, je nachdem mit wem man spricht, quasi ein Statussymbol: "Schau wieviel ich arbeite" , "Sieh an, da macht wer extra viel um seinen Kram fertig zu bekommen." Dabei ist das doch auch nur der verzweifelte Versuch, seine eingeimpfte Wertvorstellung vom Wertsein durch Arbeit zu befriedigen.

Wir haben also zwei Seiten: Arbeit, die Geld bringt - und das Leben, welches in unserem System ohne Geld nur schwerlich möglich ist

Was bleibt am Ende?
Die Freizeit, die Kinder, die Partnerpersonen bleiben auf der Strecke. Und alles um etwas aufrecht zu erhalten, was uns allen oftmals den letzten Nerv raubt: ein auf Konsum beruhendes Wertesystem.

Mag sein, Arbeit macht Spass. Mag sein, der Job erfüllt. Das ist super.
Letzten Endes täuscht es nach meinem Empfinden dennoch über etwas hinweg: wir sind nicht wirklich frei.

Was mich an diesen Gedanken wirklich beschäftigt: warum bekommen wir diese Ansätze des Bürgergeldes, der Grundsicherung, der 4 Tage Woche und und und, nicht hin?
Liegt das wirklich nur am Wahlverhalten? Am Blockieren diverser Parteien? Am statistischen Überhang veralteter Denkmuster der Altvorderen?
Oder doch eher daran, das wir dieses System nunmal gewohnt sind (#Hamsterrad).
Vielleicht ist es eine Mischung aus allem.

Kein Wunder also, das kranke Kinder, kranke Eltern, kranke Kolleg:innen und kaputte Strukturen für ein dauerhaftes Gefühl von Ausgebranntsein sorgen.
Wir könnten es anders haben.
Doch wollen wir das?
Ergibt eine utopisch bessere Welt einen zufriedeneren Menschen?
Verschafft uns das mehr Freiheit oder Freizeit?

Ich denke: Ja. 4 Tage wären ein Anfang. Oder ein Grundgeld, welches in schweren Zeiten hilft. Welches Elterngeld ersetzt und 3 Jahre Betreuung machbar macht. Welches unentschlossenen die Wahl lässt, wie der weitere Weg aussehen soll. Weniger Arbeiten für das gleiche Geld. Warum nicht? Es gibt soviele Testläufe die gezeigt haben, dass kann funktionieren. Es kann klappen.

Wenn ich meine kleine Tochter so betrachte, wie sie neben mir hockt während ich arbeite, Youtube Kids schaut und Musik hört oder Christoph aus der Maussendung beim Croissant backen zusieht, kommt mir nur ein Gedanke: das darf nicht so weiter gehen.
Mag sein, das ich innerhalb dieses Systems eben jenes mitgestalte und meine Wirkkraft für mich nichts verändert.

Aber für dieses kleine Wesen und die anderen da draussen sollte ich, sollten wir doch in der Lage sein, etwas zu ändern. Oder sehe ich das falsch?

Wer bis hier gelesen hat: Danke.
Das hier sind nur Gedanken. Das muss weder so gesehen, noch mit harschen Worten kritisiert werden. Aber einem feinen Austausch bin ich nicht abgeneigt.

Bis dahin, schönen Abend.
Und dann fällt man unerwartet in ein Loch. Wobei es im Nachhinein natürlich Anzeigen gab. 🕳️
Ich darf nach Hause. 🥳
Guten Morgen!
Ich gebe die häufigste Frage im Krankenhaus an Patienten heute mal weiter:
„Hatten sie Verdauung?“
Ja
16.7%
Nein
16.7%
Geht dich nix an
50%
Ihhhhh
16.7%
Poll ended at .
"Bio"-Kunststoffe richten vergleichbar viel Schaden in Ökosystemen an wie Plastik aus Erdöl. Unter anderem weil sie nicht so gut abbaubar sind wie erhofft.
Ist halt wieder so bein Beispiel, dass man bei "grünen" Innovationen immer genau hingucken muss, ob sie das Versprochene wirklich leisten.
https://hakaimagazine.com/news/dont-overestimate-bioplastics-benefits/
Don’t Overestimate Bioplastics’ Benefits | Hakai Magazine

Bioplastics may avoid some of the issues associated with non-biodegradable fossil fuel­–derived plastics, but they’re no panacea.

Hakai Magazine