Dass es sich in gewissen Konstellationen mehr lohnt, Sozialleistungen des Staates zu beziehen anstatt zu arbeiten, ist kein Plädoyer für niedrigere Sozialleistungen sondern ein Plädoyer für höhere Löhne im Niedriglohnbereich.
@anwaltsgelaber mit diesem Gelaber reproduziert du die falsche Dichotomie. Als gäbe es diejenigen, die arbeiten einerseits und diejenigen, die Sozialleistungen beziehen, andererseits.
asha hedayati (@[email protected])

Attached: 1 image nochmal genauer: wir leben in einem land, in dem jede 3. frau nach 40 jahren vollzeitbeschäftigung weniger als 1.000 eur rente erhält.

Legal.Social

@anwaltsgelaber Merke: Wenn der Lohn nicht für eine Wohnung in Fußweite zur Arbeitsstätte reicht, ist er zu niedrig.

Wenn der Lohn nicht für eine Wohnung in einer angenehmen Nachbarschaft + Pendelkosten reicht, ist er zu niedrig.

Wenn die Rente nach 45 Beitragsjahren unter Altersgrundsicherung liegt sind die Löhne viel zu niedrig.

@anwaltsgelaber servicetoot: wenn es sich mehr lohnt, Sozialleistungen zu beziehen als zu arbeiten, lohnt es sich noch mehr, zu arbeiten und die Aufstockungsansprüche geltend zu machen. Was aber höheren Löhnen natürlich nicht widerspricht.
@anwaltsgelaber _und_ ein Plädoyer für ein bedingungsloses Grundeinkommen bzw. ein Ende des unseligen „Anrechnens“ von Sozialleistungen!
@anwaltsgelaber Was so gut wie immer Quark ist, da Freibeträge dafür sorgen, dass das eigentlich nicht passiert.
Kann mich gerade an kein Beispiel von @sozi_simon erinnern, bei dem mit Arbeit weniger blieb.

@DontSwitch @anwaltsgelaber

Es gibt meines Wissens nach keinen Fall, in dem eine Familie ohne Erwerbstätigen weniger hat als mit Arbeit.

Was es aber leider gibt, sind Konstellationen, in denen in Familien mit weniger Arbeit mehr Geld da ist, als mit mehr Arbeit...

Grund dafür ist vor allem die harte Grenze bei der Gebührenbefreiung für die Kinderbetreuung + Bildung und Teilhabe

1€ Bürgergeld/Wohngeld/Kinderzuschlag
= volle Befreiung + BuT

10€ mehr Netto
= volle Gebühren zahlen, kein BuT.

@sozi_simon @DontSwitch @anwaltsgelaber bin ich grad zu doof das zu verstehen oder passt der erste Satz nicht?

@anwaltsgelaber

Und bitte auch noch beachten: jeder, der ca. 1.500 € netto und weniger auf sein Konto bekommt, landet, Stand heute, in der Altersarmut (Grenze ca. 1.000 € = arm). Die Wahlergebnisse der Wahlen spiegeln da leider eine leichte Dyskalkulie.