In den letzten Jahren habe ich keine so progressive Supermarktkette wie REWE erlebt. Diese Klimapreis-Aktion ist ein weiterer Beleg dafuer... na klar wollen die Umsaetze machen, aber die ziehen die Nummer wirklich sehr gesamtheitlich und authentisch durch!

"Die neuen Angebote beziehen sich auf die CO2-Werte des Artikels, nicht auf den tatsaechlichen Preis"

#Nachhaltigkeit

https://mediacenter.rewe.de/pressemitteilungen/rewe-weist-erstmals-klimapreise-aus

Neue Angebote: REWE weist erstmals Klimapreise für Lebensmittel aus

Vegane Produkte tragen zu einer besseren Klimabilanz bei - jetzt informieren, wie der Lebensmitteleinkauf dem Klima helfen kann!

REWE Presse
@pallenberg das ist eine tolle Aktion. Hoffe das macht Schule und wird zusätzlich zum monetären Preis immer mit angegeben.
@pallenberg "Aber die wollen Umsätze machen" ist für mich immer wieder ein herrlich sinnbefreites Statement. Natürlich wollen (und müssen) Unternehmen das. Wir können trotzdem "das Richtige" feiern und anderen damit Anreize liefern, nachzuziehen, im Großen wie im Kleinen.
@jens absolut und genau das tue ich ja. Feiere die wirklich sehr
@pallenberg Habe ich bei dir auch nicht anders wahrgenommen und feiere mit. ;-)
@pallenberg besser wäre noch: ein #Preis, wo auch die Umweltschäden drin sind. Es macht ja wenig Sinn das als Alternative zu sehen zum Preis, als freiwilliges Kriterium in der Konsumauswahl.
@axre welche Masseinheit soll man da ansetzen?

@pallenberg Das ist - bezogen auf Umweltschäden insgesamt - keine einfache Frage. Hinsichtlich Klimaschäden wird das als Tonne CO2 gemacht (bzw. für andere klimaschädliche Gase in CO2 anhand des Wirkungsfaktors umgerechnet) im EU Zertifikatehandel.

Einnahmen gleichmäßig an Bürger auszahlen.

Nichts gravierend neues, aber das der dt. Staat in Zusammenarbeit mit der EU zuviele Zertifikate ausgibt und verschenkt bekommt kaum mediale Aufmerksamkeit - anders als #luetzerath z.b.

@axre du sprichst hier den Emissionshandel an, aber das ist ja nur ein Teil der Story und der ist rechtlich geregelt
@pallenberg Tolle Aktion, aber HARGH! die CO₂-Äquivalente pro Kilogramm sind meiner Meinung nach auch nicht relevant … kann mal bitte irgendwer anfangen, CO₂e pro Kilojoule (oder Kalorien, von mir aus auch pro g Eiweiß/Fett/KH) zu verwenden?!
@derfopps @pallenberg Der Preis steht auch pro Kilogramm drauf, das ist halt die naheliegende Vergleichsbasis.
Kenne auch niemanden der seine täglichen Lebensmitteleinkäufe auf den Nährstoff-Gehalt optimiert.
Und oft ist "Light" ja teurer als normal...
@derfopps @pallenberg Zudem sind gängige jährliche Konsum-Indikatoren im Lebensmittelbereich auf kg pro Einwohner und Jahr normiert (außer vielleicht Eier oder Flüssiges), ist halt anschaulich wenn auch pauschal.
@pallenberg Einerseits eine tolle Aktion, andererseits stößt es mir mittlerweile ziemlich sauer auf, wenn auf dem persönlichen CO2-Fußabdruck herumgeritten wird.
Das ist eine Erfindung von Exxon und Co, um von der viel größeren Problematik der fossilen Energieträger abzulenken; das CO2 für die Produkte, die wir konsumieren, ist längst in der Atmosphäre, man müsste an der Produktion ansetzen!

@frotee du setzt damit ja an der Produktion an, indem du ueber einen Zeitraum X ein Umdenken anstoesst und das machst du, wenn du Zahlen und Daten lieferst.

REWE tut genau das und versucht damit Bewusstsein fuer die Produkte beim Kunden zu schaffen

@pallenberg Wie gesagt: Ich finde die Aktion ja auch gut. Aber die "Arbeit" bzgl. Vergleichen und Abwägen wird wieder dem Verbraucher auferlegt.
Bis sich durch unsere Arbeit hierbei tatsächlich die Produktionsmengen ändern, vergeht ziemlich viel Zeit. Würde man den Produzenten einfach strengere Vorgaben machen, hätten wir viel schneller viel weitreichender Veränderung - und Ließchrn Müller könnte entspannter einkaufen (und auch die Ignoranten nicht so viel Schaden anrichten).
@pallenberg
„weisen über 1.500 digitale Screens an aufmerksamkeitsstarken Plätzen auf die Aktion hin.“
Da würde mich mal die Öko-Bilanz interessieren.
Das erinnert mich an eine Bahnhofsbuchhandlung, die ihre Ladenbeleuchtung extrem gedimmt hatte, um Energie zu sparen. Das war aber nicht wirklich ein Problem, da zig digitale Werbetafeln den Laden und die Schaufenster mehr als ausreichend beleuchtet haben.
@pallenberg
REWE könnte ja gleich weiter machen und z. B. das Entwerten der Parktickets (zumindest bei uns) abschaffen. Traut sich aber noch niemand so richtig ran - könnten ja Kunden wegbleiben. Mit dem CO2e-Foo[t|d]-Print ändert sich für REWE ja kaum etwas. Es wird dann hat mit anderen Produkten Umsatz und Gewinn gemacht; bestenfalls bleibt sogar mehr hängen.

@Ghostwriter was soll das sein das Entwerten der Parktickets?

Ich weiss gar nicht was das ist? Sorry.

REWE setzt fuer mich seit Jahren konsequent auf eine gesamtheitliche Nachhaltigkeitsstrategie und positioniert sich damit auch gegenueber den Discountern. Sekbstverstaendlich sollen sie damit Geld verdienen. Das bedeutet dann naemlich, dass Kund:innen das Konzept annehmen

@pallenberg
Also bei uns gibt es ein Parkdeck (für PKW), das kostet (aktueller Betrag ist mir unbekannt, da ich seit vielen Jahren autofrei bin). Wer im REWE eingekauft hat, kann an der SB-Kasse sein Parkticket entwerten lassen, sprich gratis parken.
Sprich, da kann so eine 48 kg Person mit einem tonnenschweren SUV (Verbrenner) anreisen, sich ein paar Tomaten aus Andalusien (dort wo das Wasser knapp ist und ganze Landstriche unter Folie verschwinden) kaufen und als Belohnung gratis parken.
@Ghostwriter finde ich voellig richtig so. Nennt sich Kundenservice. Das dann auch noch mit Chargingstation fuer den EV und das passt
@pallenberg
Zum zweiten Punkt: Das sehe ich etwas differenzierter. REWE hat aktuell das bessere Marketing. Siehe auch die WM in Katar. Damals hatte REWE mit den Verlusten im Merch seine Öffentlichkeitskampagne finanziert; preiswerter ging das kaum.
Mit der aktuellen Kampagne macht REWE keinen Verlust: Kauft Kunde Produkt B statt Produkt A, verliert REWE keine Kunden, der Rest regelt sich über die Marge.
Neben dem CO2-Abdruck wäre mal ein Geldabdruck interessant.
@pallenberg
Dabei müsste man mal aufschlüsseln, wer welchen Anteil vom Endkundenpreis erhält und wie groß der Gewinn auf den einzelnen Vermarktungsstufen ist.
Und man darf auch gerne hinterfragen, warum wir ganzjährig Produkte konsumieren, welche nur in einer kurzen Zeitspanne bei uns geerntet werden. Und was der Preis für die ganzen Kühlgeräte mit einem mehr als signifikanten Stromverbrauch im Supermarkt ist.
Sorry, ich stamme aus einer Generation, wo man Tomaten nur zur Erntezeit bekam.

@Ghostwriter mit welchen Verlusten im Merch haben die ne Oeffentlichkeitskampagne finanziert?

Die haben sich ganz klar von der Show da distanziert und die Sammelalben kostenlos rausgehauen. Denen hier wirklich ne Strategie zu unterstellen, dass dies aus Marketinggruenden geschehen ist, das halte ich ehrlich gesagt fuer vermessen.

Und es geht hier doch auch nicht um Verluste... im Gegenteil, die Margen duerften sogar noch groesser bei den empfohlenen Produkten sein.

@pallenberg
Wieviel Zeit benötigst du, um den Widerspruch zwischen deinen beiden ersten Sätzen zu erkennen?
Heute mache ich erst einmal Sonntag, für diesen Mist ist mir heute meine Zeit zu schade; evtl. nächste Woche wieder ...
@Ghostwriter ich denke das ist fuer alle hier besser 😎
@pallenberg
Stimmt: Illusionen zu zerstören kann für einige Menschen zu ernüchternd sein. Nicht jeder ist dem gewachsen.
@pallenberg Was ein E mehr alles ausmachen kann! :D
@pallenberg footprint hoax @charles_ex @aloa5 @Ginger149 all voluntary and markets
@pallenberg Gut, wenn und dass es Rewe gelingt, mit Nachhaltigkeit und grünen Themen Werbung für sich zu machen und Geld zu verdienen. Andere werden nachziehen. Das allein rettet den Planeten nicht, ist aber ein Schritt in die richtige Richtung. Wem's nicht gefällt, der/die kauft woanders ein oder versorgt sich selbst.