@empathroet @cocolowres @tazgetroete
War noch am Schreiben… dann mach´s mal gut!

@ichwillnicht
Du hast es da schwer mit uns, zugegeben. Du schreibst mit einem Soziologiestudenten und auch ich bin qua Ausbildung u.a. Soziologin. Dass wir die Sinnhaftigkeit von "gefühlten" Fakten anzweifeln und mit wissenschaftlicher, faktischer Diskursführung in den Sozialwissenschaften vertraut sind, müsste nachvollziehbar sein. Wir setzen uns auch auseinander, aber wenn Fakten gefühlig werden sollen, dann sind wir in einer Sackgasse.

@empathroet @tazgetroete

@cocolowres @empathroet @tazgetroete
Danke für die Aufklärung eures Hintergrundes! 🙂 Ich sehe es eher aus historischer Sicht (bin aber kein Historiker): Fakten gibt es nicht ohne Menschen. Menschen gibt es nicht ohne Motive. Wenn wir mal verbrecherische Motive weglassen entwickeln sich Motive aus Genetik und Erfahrung. Und sie rahmen die Welt die wir wahrnehmen. Darum ist der Begriff „Fakten“ imho sehr problematisch (ich neige dem Konstruktivismus zu): Zugespitzt: Gibt es überhaupt „Fakten“?

@ichwillnicht
Da könnte ich zu vielen Punkten viel schreiben, denn es ist natürlich komplex... aber vielleicht soviel: Der Konstruktivismus, der Fakten grundsätzlich in Frage stellt, theoretisch verharrt, ist realweltlich meist nicht sehr konstruktiv. Wenn du bplsw das Thomas-Theorem anwendest, dann musst du auch angemessene Schlüsse ziehen. Du endest aber mE letztlich eher in einer philosophischen Fragestellung, weniger in einer historischen.

@empathroet @tazgetroete

@cocolowres @empathroet @tazgetroete
(Fortsetzung 2). Gutes Beispiel (ich habe schon Andeutungen in die Richtung gemacht) Eugenik. Heute sind viele „höflich“ (man könnte auch sagen: verlogen) wenn es um Eugenik und Sozialdarwinismus geht. Es wird dann immer so getan, als ob hinter diesen unseligen Ideen, die dann in den Massakern des 3. Reichs kulminierten (und in einer gewissen Parallelität unter den Bolschwiki, die „den neuen Menschen“ schaffen wollten) schlechte Wissenschaft und schlechte….
@cocolowres
(Fortsetzung 3) Wissenschaft stünden. Aber es war zu seiner Zeit interantionale Spitzenwissenschaft mit unzähligen Koryphäen in vorderster Reihe. Die „Freigabe der Vernichtung von lebensunwertem Leben“ (Gedächtniszitat) war eine Preisarbeit Für die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (Heute: Max-Planck-Gesellschaft) - noch vor den Nazis. Das zeigt, dass Wissenschaft nicht aus sich heraus in der Lage ist, ideologiefreie Schlüsse zu ziehen. ….
@cocolowres @empathroet @tazgetroete
Bin erst seit ein paar Tagen bei Masto. Ich merke: Es ist kein Tool für tiefgehende Diskussionen. Dir/euch einen schönen Abend.
@cocolowres @empathroet @tazgetroete
„Da könnte ich zu vielen Punkten viel schreiben, denn es ist natürlich komplex...“ So gehts mir auch!
„Der Konstruktivismus, …. ist realweltlich meist nicht sehr konstruktiv.“ Je länger, je mehr bekomme ich selbst auch Zweifel am K. . Aber ist dir bewusst, dass die ganze Diskussion über Gender(n), Safespaces usw. letztlich auf einem durch und durch konstruktivistischen Paradigma basiert? Ohne ein konstruktivistisches Grundvertrauen funzt es nicht.