Ab 2025 müssen Freiwillige Feuerwehren beim Verkauf von Wurst und Getränken auf ihren Sommer- und Osterfesten übrigens Mehrwertsteuer abführen.

Damit bringen wir sicherlich mehr Leute ins Ehrenamt.

Grüße von einem Kassenwart. #Feuerwehr #ffw

@Fettlaus What. The. Actual. Fuck.
@darthvader42 Die Idee ist, dass die Feuerwehr da Aufgaben übernimmt, die theoretisch ja auch ein privatwirtschaftlicher Dienstleister übernehmen könnte. Es lebe die Marktwirtschaft.
@Fettlaus hast du da mal nen link zu?
@badmaxx Frag deinen Kassenwart. Wenn der das noch nicht weiß, hat er ziemlich gepennt. Eigentlich sollte die Regelung nämlich schon zum 1.1.2023 in Kraft treten und wurde erst Anfang Dezember noch einmal zwei Jahre geschoben.
@badmaxx @Fettlaus https://kommunal.de/umsatzsteuerpflicht-kommunen-verschoben fasst den Sachstand gut zusammen. Das gilt für alle wirtschaftlichen Aktivitäten der öffentlichen Hand. Z.B. eben für Bewirtung, Überlassung von Parkplätzen an Bedienstete, Vermietung eines Tagungsraums etc.
Rolle rückwärts bei der Umsatzsteuerpflicht für Kommunen

Bundesrat stimmt erneuter Verschiebung zu - einige Kommunen wollen trotzdem zum Jahreswechsel die neue Umsatzsteuerpflicht umsetzen.

KOMMUNAL.DE
@Fettlaus was für ein Quark. Macht das Abrechnen schwerer. Oder aber man macht das als Versammlung und alles geht gegen Spende. Was für eine doofe Novelle.
@prefec2 Ja, ist total blöd. Und "alles gegen Spende" ist natürlich möglich, aber dann muss es auch wirklich völlig freiwillig sein und darf keinen Hinweis auf gewünschte Spendenhöhe geben. So gibt es dann eben auch immer die Gefahr eines Verlustgeschäfts.
@prefec2
Auf keinen Fall machen. Sobald eine Gegenleistung im Spiel ist, ist es keine Spende mehr.
Und wenn ihr auffliegt ist eine ordentliche Nachzahlung fällig. Genauso wie bei falsch ausgestellten Spendenbescheinigungen.
@Fettlaus
@prefec2
Auch wenn die Bewirtung nicht als Gegenleistung für die Spende erkennbar ist geht es trotzdem nicht. Ein gemeinnütziger Verein darf nicht einfach Essen an Leute verschenken und aus dem Spendenaufkommen bezahlen.
@Fettlaus
@logorok @prefec2 @Fettlaus Die Feuerwehr ist kein Verein, sondern ein Teil der Gemeinde. Daher kommt dieser Mist auch.
@Fettlaus Ehrenamt ist politisch und gesellschaftlich einfach immer nur dann interessant, wenn irgendein Verbands Vorsitzender Auszeichnungen bekommt, mit Helfern posieren kann oder Personen dadurch Erleichterung erfahren.
@Budsen Ja, da ist leider sehr viel Wahres dran.

@Fettlaus bin 15 Jahre Jugendfreizeiten gefahren, als Betreuer und Leiter, hab um den Verein herum super viel mit gearbeitet oder organisiert.

Was wir da für Stöcke in den Weg gelegt bekommen haben, ist unfassbar. Ab und zu ein feuchter Händedruck. Selten ein danke.

@Fettlaus Wir haben unter anderem unseren Weltladen darum geschlossen Weil der Mehraufwand nicht tragbar ist und keine Ehrenamtliche neben dem Alltag dafür Zeit hat.
@Fettlaus das ist doch ne EU-Vorgabe, oder? Wobei es dabei ja um die "staatlichen" Einrichtungen geht. Bei uns veranstaltet der Feuerwehrverein, der entsprechend gemeinnützig ist, die Feste. Da gilt, mMn, das mit der Unsatzsteuer nicht. Ist ja kein gemeindeeigener Verein, hier gilt die Kleinunternehmerregelung.
@Bergwolf Ja richtig, Fördervereine sind tatsächlich ein Weg. Nur auch die sind eben ein zusätzlicher Aufwand und theoretisch betrifft die Umsatzsteuerpflicht nicht nur Veranstaltungen sondern auch das Bierchen zu Dienstschluss, das jeder Kamerad bisher in eine Kameradschaftskasse zahlt.
@Fettlaus ich weiß jetzt nicht wie es woanders ist, aber in Bayern wurde es mit dem Bayr. Feuerwehrgesetz quasi "Pflicht", dass ein Förderverein gegründet wird. Deshalb sind die hier alle in den 80ern entstanden. Großer Aufwand ist es nicht, ne Vereinsgründung ist schnell gemacht und dann hat alles Hand und Fuß und ist entsprechend rechtssicher. Für ne große, jährliche Veranstaltung haben wir mit einem anderen Verein eine GbR gegründet.
@Bergwolf Ja, darüber werden wir im Laufe von 2024 dann zumindest auch mal nachdenken müssen.
@Fettlaus Könnte man den Verkaufsstand privat mit der Mannschaft bewirtschaften und den Gewinn der Feuerwehr abführen?
@echtverrucht @Fettlaus Viele Feuerwehren haben einen Förderverein. Dessen Aufgabe ist einfach nur, Spenden einzusammeln. Klar könnte man das ganze Feuerwehrfest offiziell denen überlassen, aber dann müsste es korrekterweise "Fest zur Förderung der Feuerwehr" heißen und das klingt echt unattraktiv. Vor allem, weil sich dann viele Leute fragen, warum man eine von der Gemeinde zu unterhaltende Einrichtung mit Spenden finanzieren sollte.

@Fettlaus ich bin Rechner in einem Musikverein. Wir sind schon immer mehrwertsteuerpflichtig. Eine Steuererklärung machen wir seit Jahrzehnten.
Das ist alles machbar.

Sobald jemand wirtschaftlich tätig wird ist nunmal Steuer fällig, so wie bei jedem anderen Gewerbetreibenden auch.
Ich wundere mich, dass das bei nicht auch schon immer so war.

@logorok @Fettlaus Die Feuerwehr ist kein Verein, darum war die Regelung bisher anders.

@Fettlaus hab mir grad das mal angeschaut:

Das ist der Fall, wenn so ein Fest über die Kameradschaftzkasse abgewickelt wird und nicht über den Gemeindehaushalt.

Die Lösung ist anscheinend die Gründung eines Fördervereins.

Das war auch mein erster Gedanke. Oder habe ich da was falsch verstanden?

@mr_huffle Ein Förderverein bedeutet für viele kleine Wehren aber einen nicht unwesentlichen Mehraufwand. Wir sind schon froh, wenn wir genug Leute zum Löschen zusammenbekommen.
@Fettlaus haste mal ne Quelle? ;) Soll das explizit Feuerwehren oder Vereine im allgemeinen betreffen?
@DM2WB Betrifft hauptsächlich kommunale Aufgaben: https://kommunal.de/umsatzsteuerpflicht-kommunen-verschoben
Rolle rückwärts bei der Umsatzsteuerpflicht für Kommunen

Bundesrat stimmt erneuter Verschiebung zu - einige Kommunen wollen trotzdem zum Jahreswechsel die neue Umsatzsteuerpflicht umsetzen.

KOMMUNAL.DE
@Fettlaus Betrifft auch Kirchengemeinden.
@Kircheheide @Fettlaus auch Grundsteuer … das ist geschickt, denn der Wunsch weiter Gesellschaftsteile die Kirchen aus dem staatlichen Steuersystem zu nehmen wird sich von selbst erledigen - bis auf wenige Ausnahmen werden die Gemeinden schlicht pleite sein, nicht sofort, aber absehbar, auch wenn sich der Trend der Kirchenaustritte nicht weiter fortsetzen sollte.