Der "Konservative" und der Reaktionär unterscheiden sich vom Nationalsozialisten oder Faschisten, ja nicht in ihrer grundsätzlichen Beurteilung von Phänomen.
Wir haben hier keine verschiedenen Bewertungen der Gegenwart, sondern nur eine unterschiedliche Radikalität in der Bereitschaft die Entwicklungen zu korrigieren und einen erwünschen (meist fiktiven) Zustand in der Vergangenheit zu rekonstruieren und in den Mitteln, die sie bereit sind einzusetzen.
So ist dem Konservativen auch unwohl, |1🧵

wenn andere nicht aussehen und denken wie er, aber er würde sie nicht ermorden lassen.

Wir erleben aber - nicht nur in den USA - dass diese Grenzen eben fließend sind. Dass die Restriktionen, die weniger radikale Rechte sich setzen, nicht so zentral sind, wie ihre Werturteile über die Gesellschaft.
Die Sehnsucht nach einem monokulturellen Deutschland unter einer Leitkultur, die sich weiterhin an denselben Bildern und Stereotypen orientiert, wie die Sehnsuchtswelt der Nazis: Volksmusik, |2🧵

Trachten, Eintopf und Bierseligkeit, dazu eine bigotte Frömmigkeit und vermeintliche deutsche Tugenden z.B., bewegt sich - im Gegensatz zu den selbst gesetzten Handlungsbeschränkungen - eben nicht.
Ebenso wenig wie die Huldigung des Kapitalismus oder sozialdarwinistische Vorstellungen von Konkurrenz und Wettbewerb, in dem sich die Stärksten durchsetzen.
Das sitz bei ihnen fest.
Wenn heute Nacht eine Fee zu #Höcke, #Lindner, #Merz oder #Söder käme, dann wachten wir morgen in einem sehr, |3🧵

ähnlichen Land auf.

Einem Land ohne Feminismus, ohne nennenswerten Sozialstaat, ohne Restriktionen durch Umweltschutz, ohne Besteuerung der Reichen. Einem Land in dem Menschen anderer Hautfarbe allerhöchsten in Ghettos leben und niedere Arbeiten verrichten, in dem eine Kultur dominiert, wie wir sie aus den 50er kennen.
Abtreibung wäre unter Strafe verboten.

Die Naivität, mit der viele "gemäßigte" Linke von der "Gemeinsamkeit der Demokraten" fabulieren, hat mich immer erstaunt. In anderen |4🧵