je länger ich mich damit befasse, stelle ich fest, dass der graben zwischen degrowth & greengrowth nicht so groß ist, wie es scheint. greengrowther stimmen zu, dass es einige zu schrumpfende industriezweige gibt & degrowther geben recht schnell bei, dass der globale süden seine ökonomie noch wachsen darf & ereuerbare energien ausgebaut werden sollten. es scheint eher um die frage des sweetspots bei schrumpfen & wachsen zu gehen, doch das wird nie direkt adressiert, sonst würde das ja auffallen.
was mich grundsätzlich an der debatte noch stört ist dieses abhängigmachen beider seiten von der variable gdp, die mir sowieso suspekt ist. wollen wir nicht stattdessen bessere, bedeutungsvollere metriken finden, die wir optimieren oder reduzieren wollen?
@mspro Das hat Kate Raworth, finde ich, gut auf den Punkt gebracht: "This chapter takes on that challenge and makes the case for creating economies that are agnostic about growth. By agnostic I do not mean simply not caring whether GDP growth is coming or not,
nor do I mean refusing to measure whether it is happening or not. I mean agnostic in the sense of designing an economy that pro-
motes human prosperity whether GDP is going up, down, or holding steady." (Doughnut Economics, S. 245)