Gefühlte Wahrheit: 99 Prozent der Menschen, die den Hashtag #niemehrcdu verwenden, haben noch nie die CDU gewählt.

Und wer AfD, CDU und FDP unterschiedslos in einen Sack steckt, hat nicht verstanden, dass Meinungspluralismus zur Demokratie gehört. Und auch wenn ich politisch weit wandern müsste, um CDU oder FDP zu wählen, habe ich an ihrem demokratischen Wesen keine Zweifel.

@patborm Dem ersten Absatz stimme ich zu und finde den Hashtag daher auch albern.

Wenn ich mir allerdings die auf lokale und regionale Ebene in Sachsen oder Sachsen-Anhalt angucke (das sind die Orte, an denen ich Dinge mitbekomme), gilt das definitiv nicht für alle Amts- und Mandatsträger von CDU und FDP. Da laufen Leute rum, die inhaltlich von der AfD nicht zu unterscheiden sind. Und Leute wie Kubicki oder Merz scheinen damit keine Probleme zu haben - höchstens strategische.

@patborm Und wenn man sich anguckt, wie viele Unionsvertreter*innen mittlerweile das Playbook der US-Rechten zu nutzen scheinen und welche Entwicklungen die Republikaner in den letzten Jahren genommen haben, halte ich Vorsicht, Misstrauen und Besorgnis für alles andere als unangebracht.

Ich kenne natürlich auch "anständige" Konservative und CDU-Mandatsträger. Aber mein CDU/FDP-Bild ist mittlerweile mehr geprägt durch meine Erfahrungen (privat wie in der Forschung) mit Rechtsaußen.

@bdk Sorge habe ich auch. Konservative waren schon immer versucht, scheinbar einfache Lösungen weiter rechts zu suchen. Und für manchen östlichen Landesverband würde ich auch nicht meine Hand ins Feuer legen. Aber um so wichtiger ist es doch, Unterschiede zur AfD zu benennen und auf ihnen aufzubauen.