Moin lieber Herr Wissing,

ja, der Strombedarf wird mit dem Hochlauf der Elektromobilität steigen, aber "rapide" ist jetzt nicht das Adjektiv, das mir spontan dazu einfällt. Wäre schon wichtig, dass ein Bundesminister Größenordnungen seines Verantwortungsbereichs kennt:

Letztes Jahr wurden 350.000 neue E-Autos zugelassen. Bei deutscher Durchschnitts-Fahrleistung von 13.500 km und 18 kWh/100 km brauchten wir dafür 850 GWh Strom (D. verbraucht etwa 500.000 GWh im Jahr)

🧵 (1⃣)

Aufgrund neuer E-Autos stieg der Strombedarf 2021 also um etwa 0,2%. WIR BRAUCHEN JETZT DRINGEND AKW FÜR 0,2% MEHR STROMBNEDARF!!!

Ooooder...: Noch weniger Fossil-Strom würden E-Autos übrigens benötigen, wenn sie langsamer führen, wenn neue Modelle nicht einen Hang zur Aerodynamik eines Kühlschranks hätten und wenn sie per Smart-Meter dann auflüden, wenn viel EE im Netz sind.

2️⃣

Na so ein Zufall, das sind ja alles Dinge, die im Verkehrsministerium entschieden werden könnten 🤗

Man kann ja gerne für Kernkraft sein, aber der Take, wir bräuchten die zwingend für E-Autos, ist angesichts der schlimm dürftigen Bilanz des
Verkehrsministeriums recht durchsichtig.

end of 🧵

@JanHegenberg Ich würde mir wünschen, dass die 3 AKWs direkt im Frühjahr endgültig demontiert werden. Sodass sich jede Diskussion, die nochmal in Betrieb zu nehmen erledigt hat. Neue zu bauen würde auch 10+ Jahre dauern. Dann führt kein Weg mehr vorbei an Wind und Solar. Keine Scheindebatten mehr.
@JustStephan @JanHegenberg Neue AKW zu bauen dauert eher 20 Jahre und ist ohne massive Subventionen nicht rentabel. Das wird also nicht passieren.
Bestandsanlagen abzuschalten und stattdessen noch zehn Jahre Braunkohle verfeuern bis die Erneuerbaren weit genug ausgebaut sind, ist allerdings für das Klima sehr schlecht - da reden wir über hunderte Millionen Tonnen CO2-Emissionen, die mit einer Laufzeitverlängerung vermieden werden könnten.