Moin lieber Herr Wissing,

ja, der Strombedarf wird mit dem Hochlauf der Elektromobilität steigen, aber "rapide" ist jetzt nicht das Adjektiv, das mir spontan dazu einfällt. Wäre schon wichtig, dass ein Bundesminister Größenordnungen seines Verantwortungsbereichs kennt:

Letztes Jahr wurden 350.000 neue E-Autos zugelassen. Bei deutscher Durchschnitts-Fahrleistung von 13.500 km und 18 kWh/100 km brauchten wir dafür 850 GWh Strom (D. verbraucht etwa 500.000 GWh im Jahr)

🧵 (1⃣)

Aufgrund neuer E-Autos stieg der Strombedarf 2021 also um etwa 0,2%. WIR BRAUCHEN JETZT DRINGEND AKW FÜR 0,2% MEHR STROMBNEDARF!!!

Ooooder...: Noch weniger Fossil-Strom würden E-Autos übrigens benötigen, wenn sie langsamer führen, wenn neue Modelle nicht einen Hang zur Aerodynamik eines Kühlschranks hätten und wenn sie per Smart-Meter dann auflüden, wenn viel EE im Netz sind.

2️⃣

Na so ein Zufall, das sind ja alles Dinge, die im Verkehrsministerium entschieden werden könnten 🤗

Man kann ja gerne für Kernkraft sein, aber der Take, wir bräuchten die zwingend für E-Autos, ist angesichts der schlimm dürftigen Bilanz des
Verkehrsministeriums recht durchsichtig.

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@JanHegenberg
Vielfach wird vergessen, dass schon die Herstellung von Kraftstoff energieintensiv ist. Es gibt Berechnungen, die von 1,6kWh (wie auch immer) umgesetzter Energie für die Herstellung eines Liters Dieselkraftstoff ausgehen. Diese Energie spart man mit einem E-Fahrzeug auf jeden Fall.
@chrptt @JanHegenberg gibt Rechnungen die von noch höherem Energiebedarf ausgehen, für Pumpen, Tankstellen und Transport. AdBlue ist auch ziemlich stromhungrig. Verbrenner brauchen wohl zwischen 50-80% soviel Strom wie ein E-Auto, zusätzlich zum Kraftstoff.
@hnico21 @JanHegenberg Ja, da gibt es viele Rechnungen. Wichtig ist, dass Energie nicht mit Strom gleichgesetzt wird. Gerade im Raffineriebetrieb geht es oft um Prozesse, die mit Gas oder Öl betrieben werden. Ist ja naheliegend.