Ein wichtiger Einstieg von @christianbangel in seinen Artikel über #Witschas und #Bautzen, vor allem aber über die Herausforderungen einer sich gegen Nazis engagierenden Zivilgesellschaft in #Sachsen. Die gibt es, die gab es schon immer, doch sie hatten es gerade dort nie leicht.

➡️ https://www.zeit.de/politik/deutschland/2022-12/bautzen-landrat-udo-witschas-friedrich-merz-sachsen

Kritik an Bautzener Landrat: Hässliche Grüße

Ein CDU-Landrat schockiert mit seiner Weihnachtsbotschaft, der Ministerpräsident konstruiert daraus einen Fall von Fake News. Die sächsische Union braucht dringend Hilfe.

ZEIT ONLINE

@kremkau @christianbangel

Solche Artikel sind wichtig und richtig.

Aber der hier konstruierte Gegensatz »Nazinest« – »bedroht durch Nazis« ist falsch. Beides kann wahr sein.

Mein Heimatstadtteil #Olvenstedt war in den 90ern durch Nazis bedroht. Wer dort mit einer Hautfarbe oder Frisur auftauchte, die den Nazis missfiel, riskierte sein Leben. Wie Frank Böttcher, der ermordet wurde, nur weil er Punk war.

Aber die Mörder kamen nicht von außen, sondern von uns. Olvenstedt war auch ein Nazinest.

@thorsten @christianbangel Oh ja. Da bin ich aufgewachsen. Wir wohnten dort von 1986 bis 1997. Bis 2005 besuchte ich noch das Gymnasium in Olvenstedt. Als langhaariger Jugendlicher gab es oft Ärger aufgrund meines Aussehens.

@kremkau @[email protected] hab beim Lesen länger drüber nachgedacht, ob das vielleicht nur Reaktionen wie "immer wird aufm Osten rumgehackt" ausbremsen soll. Als selbst im Osten geboren und lebend (MD und HRO), hab ich das als erste Reaktion selber gedacht - mich gefreut, dass mal differenziert wird.

Aber ... was der Artikel beschreibt, ist imo genau die Definition von Nazinest.

Letztlich ist die Bezeichnung egal. Viel wichtiger, was man dagegen tun kann.