There is new interesting numerical work from @[email protected] A. Vela-Martín and @[email protected] about #DropletBreakup.
Our department is very active in this field for a long time, with numerous experimental approaches.
I'll link some of this work in the 🧵
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https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.abp9561
S. Nachtigall
Analyse der Tropfendeformation und des Tropfenbruchs in turbulenter Strömung
Obviously in German but her English articles are in the references.
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https://doi.org/10.14279/depositonce-5421
Analyse der Tropfendeformation und des Tropfenbruchs in turbulenter Strömung
Das Dispergieren zweier nicht mischbarer Flüssigkeiten ist Bestandteil zahlreicher Prozesse der chemischen, pharmazeutischen oder lebensmittelverarbeitenden Industrie. Die Größenverteilung der dispersen in der kontinuierlichen Phase beeinflusst dabei nicht nur die Effizienz einiger Prozesse, sondern auch resultierende Eigenschaften wie die Stabilität und Rheologie emulgierter Produkte. Trotz vorliegender industrieller Bedeutung fehlen immer noch zuverlässige Modelle zur Beschreibung und Vorhersage der Tropfengrößenverteilungen. In diesem Zusammenhang müssen die beiden in Konkurrenz stehenden Phänomene des Tropfenbruchs (Zerteilung von Tropfen) und der Tropfenkoaleszenz (Zusammenfließen von Tropfen), welche letztlich die Tropfenbildung bestimmen, betrachtet werden. Der Fokus der vorliegenden Arbeit liegt auf dem Tropfenbruch. Übergeordnetes Ziel ist es, zu einem besseren physikalischen Verständnis des Bruchvorgangs einzelner fluider Partikel in turbulenter Strömung beizutragen.
Durch ein umfassendes Versuchsprogramm wurde dazu eine umfangreiche experimentelle Datenbasis erarbeitet. Mittels Hochgeschwindigkeitskamera erfolgte eine detaillierte Analyse des Verhaltens einzelner Tropfen in turbulenter Strömung im Nachlauf eines einzelnen Rührerblatts eines 6-Blatt-Scheibenrührers. Durch eine eigens dafür ausgearbeitete Auswertungsroutine wurde eine objektive Bewertung von mindestens 1000 Tropfen für jeden untersuchten Parametersatz realisiert. Neben der Bestimmung der Bruchwahrscheinlichkeit und des zugehörigen Bruchorts wurden auch die entstehenden Tochtertropfen hinsichtlich Größe und Anzahl analysiert. Zusätzlich wurde im Rahmen dieser Arbeit eine Methode entwickelt, um die Deformationsdynamik in detaillierter Form bewerten zu können. Inwieweit die Ergebnisse zur Vorhersage von Größenverteilungen bruchdominierter gerührter Flüssig/flüssig-Systeme herangezogen werden können, wurde durch experimentelle Vergleichsuntersuchungen abschließend bewertet.
Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen, dass unterschiedliche Beanspruchungsmechanismen eine Rolle spielen können. Insbesondere für höherviskose Tropfen, aber auch mit abnehmendem Tropfendurchmesser oder aber allgemein beim Vorliegen eines sehr großen Bruchwiderstands, also bei sehr großen Verhältnissen zwischen formerhaltenden und deformierenden Spannungen, treten komplexere Bruchmechanismen auf. Synergetische Effekte unterschiedlicher Beanspruchungsarten sind wahrscheinlich und es ist möglich, dass mehrere turbulente Wirbelstrukturen unterschiedlicher Größe in den Zerfallsvorgang involviert sind. Die experimentelle Bruchrate aller untersuchten Einzeltropfen wird nur durch den Bruchwiderstand bestimmt. Das Vorliegen einer kritischen makroskopischen Tropfendeformation, die erreicht werden muss, damit ein Tropfen bricht, kann durch die erarbeiteten experimentellen Daten nicht bestätigt werden. Lediglich bei höherviskosen Tropfen ist ein solcher kritischer Wert nicht auszuschließen. Diese Tropfen werden nicht nur insgesamt stärker deformiert, die Deformationen dauern zudem deutlich länger und es treten verglichen mit niedrigviskosen Tropfen verstärkt Tropfenoszillationen auf. Insgesamt kann die Bruchrate qualitativ als Kriterium zur Übertragung der Einzeltropfenergebnisse auf eine gerührte bruchdominierte Dispersion herangezogen werden. Auch das Verhalten der Größenverteilungen ist in beiden Versuchsanlagen qualitativ gleich.