"Sie kriegen als EU-Abgeordneter im Monat über 9000 Euro brutto und fast 5000 Euro für Spesen. Wofür brauchen Sie da einen Nebenjob? Das öffnet Korruption doch Tür und Tor. Warum müssen Nicola Beer von FDP und Rainer Wieland von der CDU, neben ihrem Amt als EU-Parlamentsvize auch noch Partner in Anwaltskanzleien sein? Welche Mandanten diese Kanzleien haben, wie viel und wofür sie Geld bezahlen, das wird niemand je erfahren."

Mein Interview mitm STERN:

https://www.stern.de/politik/nico-semsrott--eu-abgeordneter-sieht--kultur-der-korruption--in-bruessel-33004694.html

Nico Semsrott: EU-Abgeordneter sieht "Kultur der Korruption" in Brüssel

Er zog für "Die PARTEI" ins Europaparlament, sitzt inzwischen in der Grünen-Fraktion – und freut sich über die Korruptionsaffäre um die Griechin Eva Kaili...

STERN.de
@nicosemsrott Klingt nach Schweiz, nur nicht ganz so schlimm.
@skepteis @nicosemsrott
Und wenn man einen Nebenjob machen möchte, muss dieses bei der Firma genehmigt werden, zu Recht! Politiker sollten keine Jobs nebenher haben dürfen.
@Ankelotte2018
Ich würde Söder schon gern Zeitung austragen sehen.
@skepteis @nicosemsrott

@skepteis @nicosemsrott

Wir nennen es Lobbyismus und ist legalisiert. So quasi die (stille) Duldung von Alkohol als Droge.

Dieser EU-Skandal hier wird die Linke und den Schweizer Versuch einer Beziehungsklärung mit der EU noch lange belasten. Ein gefundenes Fressen für die $VP.

@skepteis @nicosemsrott gibt's bei euch in der Schweiz auch Legalisierte Korruption und Politiker mit 5-6 Aufsichtsposten bei Namhaften Firmen die offen Werbung dafür machen dürfen und sogar ganz legal Maskendeals abschließen wo sie sich bereichern? ^^
@unnon1989 @nicosemsrott Ich glaube mit nur 5-6 spielt man hier in der unteren Liga. Was sie dabei kassieren ist selbstverständlich geheim.
@skepteis @nicosemsrott genau wie bei uns. ^^
@unnon1989 @nicosemsrott wie man so schön sagt, auf der Südhalbkulgel nennt man's Korruption, auf der Nordhalbkugel Lobbyismus
@skepteis @nicosemsrott Im Gegensatz zur Schweiz bekommt niemand wirklich mit, wer im Europaparlament sitzt und was die einzelnen Abgeordneten dort machen.
@nicosemsrott
Immer diese Neiddebatte....

@nicosemsrott
Ja. Übel. Die sind pur geldgeil – also persönlich schon ungeeignet als MEP & MdB!
Wenn es eine Begrenzung auf 1-2 Legislaturen gäbe, die einen beruflichen Wiedereinstieg zwingend nötig macht, könnt ich "Nebenjobs" bei Parlamentariern verstehen. Aber wie die Sache organisiert ist, sind sie ja quasi Beamte auf Lebenszeit.

Grade dieser Umstand macht es profitorientierten Lobbyisten besonders leicht, Korruption zu befördern, weil ja in Großparteien ihr Ansprechpartner nie wechselt.

@nicosemsrott Schon blöd wenn die Satiriker immer öfter die Nachrichtenquellen mit der höchsten Evidenz sind, die wir haben.
@nicosemsrott
Scheint fast, als hätten Abgeordnete zu wenig zu tun. (Ironie off)
@nicosemsrott Bekommen die Vizepräsidentïnnen eigentlich noch einen Zuschlag auf Diäten und / oder Spesen?
@nicosemsrott Gut zusammengefasst. Ich zahle ja gern dafür, dass unsere Abgeordneten unabhängig arbeiten können. Aber das sollten sie auch tun.
Und auch beim zeitlichen Argument stimme ich zu:
Jemand, der mehr als nur wenige Stunden im Monat einen anderen Job hat, kann im Vollzeit-Parlament keine gute Arbeit leisten.
@nicosemsrott Ich finde das Thema schwierig. Es gibt eben Leute, die in ihrem Job viel mehr verdienen als Parlamentarier. Diese Leute würden nie in die Politik gehen, wenn ihnen in Zukunfr Nebenjobs verwehert blieben.
@intemann @nicosemsrott weis jetzt nicht ob das jetzt schlecht oder doch eher gut ist...🤔

@nicosemsrott

Vor allem - wo nimmt er denn die Zeit her dort zu arbeiten ? Mehr als einen Job kann niemand wirklich gut und mit ganzem Herzen machen.

@nicosemsrott

Typo?
SPIEGEL “Artikel vorlesen” sagt nämlich immer: Nicola Bier

@nicosemsrott müssen die danneigentlich abstempeln wenn sie ihren Arbeitplatz wechseln? Werden die Nicht geleisteten Stund abgezogen?

@nicosemsrott Ich habe in meiner ersten Zeit in Brüssel mal das Experiment gemacht, ob man es schafft, sich eine ganze Woche nur auf Lobbytreffen kostenlos durchfüttern zu lassen. Die Antwort lautet übrigens: Von Montag bis Donnerstag wird man sehr gut satt, am Wochenende gibt es zu wenige Lobbyveranstaltungen. Mein Tipp: Am Donnerstag Tupperware mitbringen. Seitdem wissen eigentlich alle, dass ich dieses Lobbysystem kritisch sehe.

Man möchte lachen...

@nicosemsrott Mich regt das auch schon lange auf. Wer hauptamtlich Politiker über der Kommunalebene ist, der sollte keine Nebenjobs haben dürfen sondern ausschließlich hauptamtlich für die Politik zuständig sein dürfen. Das es so eine Regelung nicht schon längst gibt ist eine Frechheit in Demokratischen Systemen.
@nicosemsrott Ich sehe Nebenerwerb grundsätzlich auch skeptisch und ja, die Bezahlung ist mehr als genug. Verbot der Nebenbeschäftigung halte ich aber für falsch. Unsere Abgeordneten haben im Idealfall einen Beruf erlernt. Wenn sie aufgrund der Politik 15 J. oder länger nicht mehr darin arbeiten, ist bei den meisten Berufen eine Rückkehr fast ausgeschlossen. Wir wollen fähige Leute aus verschiedenen Bereichen und keine ungelernten Berufskarrieristen. Missbrauch muss besser kontrolliert werden.

@nicosemsrott
Wie sollen diese armen, so hart arbeitenden Politiker, bei den paar Kröten denn ohne Nebenjob über die Runden kommen? 🤗

Und wer sollte ihnen den Nebenjob verbieten? 😜

@nicosemsrott dasselbe hat wohl für fast alle anderen Parlamente auch Gültigkeit. Wer sich zur Wahl stellt und gewählt wird, hat alle anderen Tätigkeiten aufzugeben, Beteiligungen abzugeben und sogar alle dotierten Ehrenämter aufzugeben. Egal ob Kreis-, Bezirk-, Landes- oder Bundesparlamente.
@DerLechfelder @nicosemsrott Na, na. So 2-3 Wochen ehrenamtlich an der Basis sollten schon drin sein. Damit die Bodenhaftung nicht verloren geht. Sonst droht recht bald der "Elfenbein-Turm"…
@nicosemsrott exakt auf den Punkt gebracht.
@nicosemsrott Sie sollen Nebenjobs haben. In der Pflege, als Koch, Einkaufswagenschieber. So wären die besser geerdet. Dem Volk und der Demokratie gegenüber.
@nicosemsrott helfen Sie mir kurz auf die Sprünge. Partnerschaft in einer Kanzlei ist doch eher mit Mitgesellschafter eines Unternehmens zu vergleichen. Sie würden also eher befürworten, dass bei Mandatsgewinn die Partnerschaft aufgelöst wird? Was darf die Frau Abgeordnete machen wenn das Mandat endet? Bitten und betteln wieder „verpartnert“ zu werden, oder halt Pech gehabt und bei Null neu anfangen? Bevor die Keule mit Dauerabgeordneten à la Berufsbeamter kommt: es ist auch 1/2
@nicosemsrott schon vorgekommen, daß Abgeordnete und ganze Fraktionen „rausgeflogen“ sind, die Linke kennt das und ich meine eine Inkarnation der FDP-Bundestagsfraktion ist noch immer nicht abschließend liquidiert.