Das war eine interessante & munter verzweifelte😉 Runde bei CriticalLive über Klima, #VWL/Ökonomik, #Gaspreisbremse usw. mit mary_janiie @breitenbach @humannagafi @asifluencer & später Jens_Brodersen, die sich hier 👉 https://www.youtube.com/watch?v=Qx4bw5tx-JM nacherleben lässt. 1/n
Critical Live - Die Hinterfragung: Veronika Grimm bei Jung & Naiv u. a.

Wir schauen gemeinsam Clips aus dem @tilojung Interview mit Veronika Grimm u.a.

YouTube
Ich möchte nur ein paar Punkte zur #Gaspreisbremse kommentieren, die mir in der öff. Debatte unterzugehen scheinen. Konkret geht es mir hier nicht um ›die‹ Industrie, sondern um den Schutz d. Haushalte vor finanzieller Überforderung (s. ⬇️ 👉 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/abschlussbericht.pdf?__blob=publicationFile&v=6). 2/n
Zum Argument, es bräuchte erst die Daten von den Gas-Versorger:innen, wurden im CriticalLive schon diverse Gegenargumente genannt. Ergänzen möchte ich, dass es diese Daten – jedenfalls so wie suggeriert – auch nicht braucht. Siehe die Praxis d KdU (im ALGII) & des Wohngeldes. 3/n
Dort geht es um die tatsächlichen Kosten & Verbräuche. Zudem stellt sich schon hier die Frage, warum es extra noch ein Instrument braucht, um Haushalte vor finanzieller Überlastung zu schützen, wenn es doch Instrumente gibt, die bei Bedürftigkeit diese Kosten übernehmen. 4/n
Und ja, ich weiß, insbesondere bei den KdU (im ALG II) läuft das nicht wirklich gut. Dort werden nur »angemessene« Kosten übernommen & das kann die Betroffenen immer noch mit einer erheblichen finanziellen Belastung alleine lassen. Große Baustelle. Viel zu tun. 5/n

Aber vom Grundsatz haben jene, bei denen Einkommen a) nicht zur Deckung des Lebensunterhalts oder b) zur Deckung der Wohnkosten reichen, sozialstaatliche Ansprüche auf Entlastungszahlungen [a) ALGII/ KdU, b) Wohngeld].

Übrigens wäre mit diesen sozialstaatlichen Regelungen auch dem Problem der Übervorteilung bestimmter Haushalte, das in der Kritik an den aktuellen Vorschlägen gesehen wird, zumindest ein Stück weit abgeholfen. 6/n

Ich habe jedenfalls Zweifel, dass das millionenschwere Rentner-Ehepaar mit Villa & Pool Wohngeld o. Grundsicherung im Alter beantragen würde & selbst wenn, dies auch bewilligt bekäme. Die mit den Sozialtransfers verbundene Bedürftigkeitsprüfung sollten das Problem erledigen. 7/n
Es ist befremdlich, dass alles das in der öffentlichen Debatte kaum Thema war. Warum diskutieren Ökonom:innen so, als ob es keine Regeln zur sozialen Abfederung gibt? Warum stattdessen die Legende, für soziale Gerechtigkeit bräuchte es erst die Daten der Gas-Versorger:innen? 8/n

Und weil diese Daten nicht existieren, müsse halt auf eine Lösung wie die 80% Regel (Preisdeckel) zurückgegriffen werden. Dabei entstünden auch Ungerechtigkeiten. Aber wo gehobelt wird, dort fallen Späne. Das ließe sich nicht ändern, das müsse akzeptiert werden.

Eng verbunden ist dies mit der Argumentation, die nahelegt, jeden Haushalt soziale Gerechtigkeit angedeihen zu lassen, das wäre schön, aber eine Utopie. Das war auch in dem Interview, zn das es bei CriticalLive ging, zu erleben. 9/n

Hier frage ich mich, ob unter jenen, die so argumentieren, eine Vorstellung existiert, wie ›unser‹ Sozialstaat funktioniert, d.h. dass es das Prinzip der Einzelfallprüfung gibt, bei dem z.B. auch die Kosten für Unterkunft & Heizung ob ihrer Angemessenheit geprüft werden. 10/n
@economicethics das System ist schon bei 4(?) Millionen Anträgen überlastet, wie soll es denn bei 20 oder 40 Millionen aussehen? Und das jetzt noch unter der Berücksichtigung, dass beim Wohngeld nur 1/3 (?) der Antragsberechtigten auch wirklich einen Antrag stellen. Alleine wenn alle, die heute einen Antrag stellen könnten, einen stellen würden, bräche das System komplett zusammen.
@egghat Ja, ich sehe das Problem. Aber dann die Lösung nicht darin liegen, etwas daneben zu pflanzen, was auch wieder fragwürdig ist & Schwierigkeiten verursacht. Dann müsste mensch zB das Personal in den Ämtern aufstocken, über Info-Kampagnen bzgl Ansprüchen informieren, die Antragstellung entstigmatisieren etc. pp.
@egghat Wenn mensch sich die Baustellen im bisherigen Sozialsystem anschaut, könnte mensch leicht dem Eindruck erliegen, als wolle mensch vermeiden, dass zu viele Menschen Erfahrungen mit dem System sammeln...😣
@economicethics @egghat Ist das nicht so? Siehe die Soloselbständigen, die man in der Pandemie in ALGII geschickt hat, aber vorher noch Regelungsanpassungen vornahm...
@Bildrauschen @egghat Meine Vermutung: Die Soloselbständigen werden/ wurden von den Verantwortlichen als "kleine" und "für Wahlen nicht relevante Gruppe" wahrgenommen. So richtig "rund" liefen die Regelungen auch nicht, was nur sukzessive geändert wurde.
@economicethics @egghat Dazu gab es was bei den Mikroökonomen, aber die Verschlagwortung der Episoden ist so schlecht, dass ich es nicht finde. @mh120480
@Bildrauschen @economicethics @egghat dann hat sie eindeutig egghat verschlagwortet 😇
@mh120480 @economicethics @egghat Du hast doch das Gespräch geführt zu ALG II für Soloselbständige geführt?!
Mikro199 Debt Diplomacy für Soloselbständige - Mikroökonomen

Hannah und Marco beschäftigen sich mit Schulden. Sambia ist pleite, die Entwicklungsländer haben kein Geld und China hilft und teilt Australien seine 14 Todsünden mit. Soloselbstständige werden vernachlässigt.

Mikroökonomen
Mikro206 Krasser Bildungsverlust im Home Office? - Mikroökonomen

Hannah und Marco widmen sich der Finanzmarkt-Alechemie in Taiwan, der Evolution des Home Office und der Entwicklung Covids in Afrika. Außerdem gab es da noch diesen Ausfall von Steinmeier..

Mikroökonomen
@Bildrauschen @economicethics @egghat an das gespräch hätte ich nie gedacht, weil es ja im grunde um das system der grundversorgung ging und nicht explizit soloselbstständige.. auch wenn sie erwähnt wurden. ich schau morgen mal, ob ich das schlagwort noch reinbekomme.
@Bildrauschen @economicethics @egghat muss leider so bleiben. wir sind auf 10 schlagworte beschränkt, sonst benchteiligt uns google und die ist eigentlich ganz gut verschlagwortet.. sprich wüsste nichts sinnvoll rauszunehmen.