@bike_bs @florianaigner da wird aber durch die Kommunen viel gemogelt. Bei uns werden einfach die Feldränder als ökologisch wertvolle "Wegrandstreifen" deklariert, fertig ist die Ausgleichsmaßnahme für viele hundert Quadratmeter Flächenversiegelung.
https://www.bramsche.de/portal/seiten/wegerandstreifen-900000055-31290.html?vs=1
An mehr als 200 verschiedenen Stellen im Bramscher Stadtgebiet wurden und werden Seitenräume von unbefestigten Wegen als Wegerandstreifen hergerichtet. Die zwischen zwei und fünf Meter breiten Wegränder bilden zusammen ein Netzwerk von naturnahen Flächen mit einer Gesamtgröße von über zehn Hektar.
In Bezug auf Flächenversiegelung hatte sich noch die GroKo das Ziel gesetzt, dass maximal 30 ha pro Tag zusätzlich versiegelt werden sollen. Es wird aber wohl noch überschritten. Flächenversiegelung an sich muss nicht an einer anderen Stelle ausgeglichen werden.
@florianaigner Vielleicht eine Inspiration für die Debatte in AT: In der Schweiz hat sich die Regierung mit der Bodenstrategie (2020) das Ziel gesetzt, den "Netto-Bodenverbrauch" bis 2050 auf Null zu senken. Bis jetzt gibt es einen strengen Schutz und Kompensationspflichten nur für Fruchtfolgeflächen (im Fokus steht also die Produktionsfunktion des Bodens). Es wird sich zeigen, wie sich dieses relativ junge Ziel auf die Praxis in der Raumplanung auswirken wird.
@florianaigner Wir haben in Frankreich so ein Gesetz, gilt allerdings erst ab 2050 😔
https://www.aua-toulouse.org/publication-comprendre-la-notion-de-zero-artificialisation-nette/
@florianaigner Wie schon geschrieben wurde:
Natürlich wird entsiegelter Boden nicht gleich wieder zu Urwald, aber die Besiedlung durch Pionierpflanzen beginnt sofort.
An alle: Bitte nicht gleich wieder Jammern!
Ich (44) beobachte das gerade an einer eingezäunten 👍️ Brachfläche, die seit 20 Jahren entsiegelt ist: Der entstehende Wald aus Birke, Weide, Hasel ist jetzt fünf Meter hoch. Imker und Gärtner halten einen Weg frei, fertig 😃
Leider eine Reservefläche für den benachbarten Betrieb 😮💨