Ich mag die Weihnachtszeit generell und finde es hier schnuckelig, auch wenn ich selbst nie einen Bezug dazu hatte.
Aus dem Tweet hier stört mich aber ebenfalls, wenn christlich sozialisierte Atheisten / Agnostiker behaupten, Weihnachten sei kein religiöses Fest. Es ist religiös as fuck.

https://catcatnya.com/@sodamnqueer/109418199657851190

Jack (they/them) (@[email protected])

Content warning: list of things I as a Jew don't mind versus things I hate about "Christmas season"

CatCatNya~
@afelia Das ist äußerst individuell. Weihnachten ist ursprünglich religiös, aber im heutigen Konsumkapitalismus wird es verstärkt als tolle Marketinggelegenheit behandelt. Kombiniert mit dem zunehmenden Bedeutungsverlust von Religion in der westlichen Welt, mag bei manchen der Eindruck entstehen, dass Weihnachten ein Black-Friday-Marketing-Gag/Gig ist.
@TobiWanKenobi das hat mit dem ursprünglichen Punkt nichts zu tun. Es ist ein Fest aus der christlichen Kultur und Tradition, welches von Leuten, die in dieser Kultur aufgewachsen sind (der Einfachheit im OP Christen genannt), für universell anwendbar erklärt wird und auch denen aufgedrückt, die es nicht haben wollen, oder denen es nichts bedeutet.

@lexi Und inwiefern unterscheidet sich das von anderen Marketingevents wie Halloween, Valentinstag, o.ä.? Einen religiösen Hintergrund kann man beliebig finden, um Leuten irgendwas aufzudrücken.

Ich glaube hier solltest du zwischen dem "christlich-religiösem" Fest und dem Marketingevent Weihnachten unterscheiden. Ich sprach über letzteres. Wenn es um ersteres geht, so verstehe ich zwar Jack's Punkt, aber genauso kann man auch argumentieren: "In Rome do as the Romans do."

@TobiWanKenobi äh, willst du gerade sagen, dass nicht-christliche Menschen das Land verlassen sollen, wenn sie Weihnachten nicht mögen…?

Du weißt schon, dass wir auch seit tausenden von Jahren in Europa zuhause sind?

Und es geht nicht nur um einen beliebigen kulturellen Hintergrund. Wenn man kein Interesse am Valentinstag hat, dann gibt es da längstens keinen so großen Druck, trotzdem daran teil zu nehmen, wie an der großen heiligen Kuh Weinachten. Das ganze Land und die ganze Kulur ist darauf ausgelegt, zur teilhabe an diesem Ereignis zu nötigen, und wenn man das nicht will, wird man gesellschaftlich geächtet und bekommt so Dinge zu hören wie „Ihre armen Kinder“ und so.

@lexi "äh, willst du gerade sagen, [...]"

Das habe ich nirgendwo gesagt.

Ich finde es aber schwierig sich in einem christlich-geprägten Land darüber aufzuregen, dass christliche Feste einen gewissen Stellenwert genießen. Genauso wie ich es schwierig finde Menschen anderen Glaubens diesen Stellenwert aktiv aufzwingen zu wollen.

Insofern stimme ich dir vollkommen zu, dass man Andersgläubige nicht drangsalieren sollte, aber genauso sollten Andersgläubige die Wichtigkeit d. Festes akzeptieren.

@TobiWanKenobi deine Aussagen kommen aber schon etwas rüber wie „We own this place, never forget that you are only guests here“. Einfach als Denkanstoß; diese Haltung ist leider sehr verbreitet und unterliegt diesem ganzen Konflikt.

Und aufgrund der geschichtlichen Entwicklung wäre ich mit Mehrheitsargumenten da auch etwas vorsichtiger.

@lexi Genauso wie einige Ländle ihre Kreuzchen in öffentl. Gebäuden aufhängen, so singen Muezzin v. d. Dächern Istanbuls, und tragen Menschen ihre Kippah in Tel-Aviv. Das sind nun mal die Gepflogenheiten der Mehrheiten in diesen Kulturkreisen. Wenn's nach mir ginge, gäbe es gar keine Religionen, aber so ist halt nicht die Realität. Wenn du das ändern willst, be my guest. Aber verschon mich bitte mit irgendwelchen freien Interpretationen meiner Worte & darauf basierenden Ratschlägen. Danke.