Wie ĂŒberleben Pflanzen den Winter? Ein Thread. đŸ§”
EinjĂ€hrige krautige Pflanzen sterben im Herbst ab und stellen nur durch Samen ihren Fortbestand sicher. Die Zeitdauer der Keimruhe ist bei einzelnen Pflanzenarten sehr unterschiedlich, ebenso wie die Faktoren, die zum Abbau der Keimruhe fĂŒhren.
Stauden ĂŒberleben durch das Einlagern energiereicher Speicherstoffe in Wurzeln, Zwiebeln, Knollen oder dem Rhizom. Neue Knospen und Triebe entstehen aus dem sogenannten Meristem. Im Winter liegen diese Gewebeteile oft als „schlafende Augen“ dicht unter der BodenoberflĂ€che.
LaubbÀume lagern recycelte NÀhrstoffe im Stamm ein: Vakuolen werden mit Zucker, Proteinen und anderen gelösten Stoffen wie Kalium, Magnesium und Phosphor angereichert. Andere Zellteile - die Amyloplasten, werden zu StÀrkespeichern, die bis zum Blattaustrieb aufgebraucht sind.
Eisbedeckte Grashalme brechen nicht, wenn man auf sie tritt! Warum? Viele krautige Pflanzen lagern "Frostschutzmittel" in ihre Zellen ein: Verschiedene Zucker, Alkoholverbindungen und auch Kalium. Je mehr dieser MolekĂŒle im Zellwasser gelöst sind, desto stĂ€rker ist der Effekt.
Auch die Wuchsform spielt eine Rolle beim Frostschutz: Besonders im Hochgebirge trifft man auf dichte Pflanzenpolster, in welchen die Zweige sehr eng beieinander stehen. Das schĂŒtzt die innenliegenden BlĂ€tter und Knospen wie eine Decke vor der schĂ€digenden Frosteinwirkung.