"The medium is the message" (McLuhan) halte ich für halbfalsch. Aber Technik kann Inhalte natürlich prägen.

Mit 500 Zeichen schreibt man anders. Nach meiner Beobachtung ergeben sich hier (wo nicht Twitter imitiert wird) eher Mikro-Erzählungen mit inhaltlichen Bögen. 280 Zeichen führen oft zu Struktur-armem Aussagen-Stakkato. Mastodon scheint damit näher am Microblogging, wie Twitter mal kategorisiert wurde.

Zur Diskussionskultur: von einer angeblichen Mastodon-Freundlichkeit sehe ich wenig.

@saschalobo …was auch damit zusammenhängen könnte, dass du zur Begründung erst mal die Tür eingetreten hast. Kann man so machen, ist hier aber eher unüblich.

@rstockm Das ist einfach falsch (mal abgesehen davon, dass ich seit 2017 auf Mastodon war).

Wenn Du meinen Beitrag genau lesen würdest, habe ich hier nur über den häufigsten Vergleich in der Öffentlichkeit gesprochen – dass ich nicht glaube, dass Mastodon Twitter wird. Nicht mehr, nicht weniger. Wer sich davon angegriffen fühlen möchte, sucht sich das so aus.

Abgesehen davon ist Diskussionskultur nicht, wie man mit Beiträgen umgeht, denen man zustimmt. Sondern wie man auf Dissens reagiert.

@saschalobo nun das war das erste Posting dieses neuen Accounts.
Und es ist hier eigentlich gute Sitte, erst mal ein #neuhier Posting zu schreiben. Das ist nicht erfolgt, und seitdem auch kein weiteres Posting bis auf dieses nun. Und vor allem: auch keine Antwort von dir auf irgendwen (bis jetzt auf mich)
Was für eine Diskussionskultur soll das abbilden?
Das kommt in der Summe schon son bisschen - breitbeinig daher.
@rstockm @saschalobo Es stimmt doch aber, das mit der Diskussionskultur. Ich hoffe sehr, dass wir das hier besser hinkriegen als auf Twitter ab ca. 2016, dass also Mastodon eben nicht Twitter wird. Dazu gehört auch, ad-hominem-Argumente zu vermeiden.
@tobias @saschalobo Gar kein Widerspruch. Ich bewege mich hier aber in zwei sehr unterschiedlichen Sphären: Nerd-Bubble mit meinem Chaos-Account hier und als Admin drüben auf openbiblio.social für die Bibliothekswelt. In beiden ist derzeit der Umgangston _immer noch_ überwiegend wertschätzend und aufmerksam.
Technologie kann durchaus so etwas steuern, siehe etwa wie Discourse als Software Internetforen aus dem Shithole rausgezogen hat.

@tobias @rstockm @saschalobo Nun, es ist wie bei Facebook, Twitter und allen anderen Social Media Plattformen doch so, dass zuerst Entrepreneure und Progressive sich umgucken.

Sie lassen oft andere Plattformen zurück die aufgrund dessen, aber vielleicht schon vorher, reaktionärer werden.

Auf den neuen Plattformen sind bis zum großen Durchbruch im Mainstream meist Bubbles, die gut untereinander können.

@Buttthammer @tobias @saschalobo

Ich glaube, so ganz stimmt das hier nicht. Ich habe das hier mal versucht auszudrücken:

https://chaos.social/@rstockm/109388710316805603

Ralf Stockmann (@[email protected])

Eine Perspektive, die mir bei vielen „#Mastodon wird nichts werden weil XYZ“ Texten - insbesondere von Neuzugängen - fehlt: das muss nichts werden, es ist schon. Für immerhin Millionen von Leuten seit teilweise vielen Jahren. Ja, nicht alle Probleme sind gelöst, und Skalierungseffekte werden jetzt noch mehr Probleme schaffen. Aber die bisherigen Lösungen waren so schlecht nicht für uns. Eure Meinung wird wertgeschätzt, aber respektiert ihr auch die bisherigen Erfahrungen. 🙏

chaos.social
@rstockm @Buttthammer @saschalobo Sehe ich ähnlich: vorsichtig optimistisch. Wir sind ja jetzt auch um einen Twitter-Niedergang schlauer.
@saschalobo @rstockm
Du hast genug Texte geschrieben (und Reaktionen dazu erhalten), dass du sehr genau wissen dürftest, wie dein Posting aufgefasst werden wird. Aber vielleicht hast du auch zu viele davon geschrieben und wirst den krawalligen Unterton (der auf Twitter und Co. sicherlich für mehr Interaktion sorgt, hier aber allenfalls die Diskussionskultur versaut) nicht so einfach los. Ich fände das schade.