5 Jahre und 10 Monate Haft für den "NSU2.0"-Täter: gut!

Aber wie die Strukturen aussehen und funktionieren, in denen sich der Täter aufgehalten hat, wer noch in dessen (und anderen) extremistischen digitalen Netzwerken hing, hängt, handelt und handelte und wie genau an der freiheitlichen Demokratie von hunderten Gamingstühlen aus herumgesägt wurde und wird, haben Justiz und Strafverfolgungsbehörden nicht aufgeklärt: nicht gut!

Weitermachen! Weiterermitteln! Aufklären! Strafverfolgen! #nsu20

@janboehm

Ob der Spaqqn im Knast weiter vom baldigen Tag X, seiner Befreiung und der Feier als heldenhaftem Märtyrer für die Bewegung träumen wird?

@janboehm Wie war das mit der Selbstverbrennung von Florian Heilig?
Er hat behauptet, er wisse, wer hinter dem Polizistenmord von Heilbronn stehe.
Seine Ex und ihr Verlobter sind auch tot. So schnell geht das!
@janboehm 🤫 Shhh... Nein! Sonst findet man noch etwas unangenehmes heraus!

@janboehm Frappierend: der Täter soll sich die Daten - angeblich telefonisch? - “erschlichen” haben. Auf welche Art und Weise dies genau passiert sein soll, darüber erfahren wir nichts.

Wenn so etwas tatsächlich möglich ist, sind sämtliche Beteiligte unmittelbar zu ermitteln und vom Dienst frei zu stellen, bis die Untersuchung abgeschlossen und behördliche Abläufe ein für alle mal - in allen sensiblen Dienststellen - so verändert sind, dass solches Abschöpfen nicht mehr möglich ist.

@GeorgesLascar @janboehm Ein Artikel der FAZ hat dies bereits schon thematisiert.

"Zudem soll er bereits häufiger als angeblicher Behördenmitarbeiter bei Behörden angerufen haben, um an Daten zu kommen. 1992 soll er bereits verurteilt worden sein, weil er sich als Kriminalbeamter ausgegeben habe, so die Staatsanwaltschaft"
(https://m.faz.net/aktuell/politik/inland/nsu-2-0-kommen-die-daten-von-anrufen-bei-der-polizei-17326766.html)

Verdächtiger im „NSU-2.0“-Fall: Kommen die Daten tatsächlich von Anrufen bei der Polizei?

Es gibt wenig Zweifel daran, dass der verhaftete Tatverdächtige die „NSU-2.0“-Drohschreiben verfasst hat. Doch das Beispiel der Frankfurter Anwältin Basay-Yildiz zeigt: Zur Herkunft der nicht-öffentlichen Informationen sind noch Fragen offen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

@harrya Dass diese Masche allerdings beinahe 30 Jahre später noch funktionieren soll, fällt schwer zu glauben. Geschweige, dass sicherheitsrelevante Dienststellen nicht gegen solche Manöver vorbeugen.

Es handelt sich bei diesem Täter um eine kleine Nummer im Rechtsextremismus - aber scheinbar wäre/ist es auch für gewaltbereite Rechtsterroristen ein Leichtes, sich Informationen über Zielpersonen direkt von Sicherheitsbehörden zu beschaffen. Das muss Konsequenzen haben.

@janboehm

@GeorgesLascar @janboehm Ich befürchte, dass es sogar heute noch möglich ist mit einem simplen Anruf sensibel Informationen abzugreifen.

Der Schwachpunkt sitzt nun mal am anderen Ende der Leitung. Renommierte Firmen beauftragen zum Testen für solche Anrufe und andere social engineering Angriffe Externe Dienstleister. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass eine Behörde so etwas freiwillig mitmachen wird.

Das wäre doch eine tolle Aufgabe für Böhmi und sein Team?

@harrya
Juristisch schwierig, weil mit Amtsanmaßung verbunden. Ginge vermutlich nur in Absprache mit Amtsleitung und ggf Innenministerium.
Also praktisch kaum.
@janboehm
@GeorgesLascar @janboehm Ja ich hab mir auch schon gedacht, dass kaum durchführbar ist, ohne sich Strafbar zu machen.
@janboehm Gute Lektüre ergänzend zu empfehlen, ist das Buch von Wolfgang Schorlau “Die schützende Hand” zu lesen. > Buch > schorlau.com/bücher/die-sch… #pssst #zdfmagazin @zdfmagazin
@irgtbuehrer @janboehm @zdfmagazin
Ich hab mir kürzlich das Buch "Extreme Sicherheit" über Rechtsextremismus in Polizei und Bundeswehr gekauft.
Kam aber noch nicht zum lesen.
Das ist natürlich alles Zufall, dass die Abfragen des 1. Reviers in Frankfurt ausgerechnet in die Chatgruppe führte, in der Owi to go Nazi aus Kirtorf mit den beiden Polizisten Fabian und Marcel G. war. Zufall auch die Verbindung zu Glenn Engelbrecht und den Berserkern Kirtorf. Engelbrecht ist rein zufällig der Neffe von Bertram Köhler. Zufälle gibts
@janboehm Dieses Strafmass verkörpert ein sehr wichtiges Signal für all diejenigen, die glauben, sich weit über die Meinungsfreiheit hinaus alles erlauben zu dürfen. Rechten Netzwerken, auch denjenigen bei der Polizei, muss ihr „Handwerk“ gelegt werden.

@janboehm … auch wenn die Netze irgendwann (wieder) bei der Judicativen landen.

Hurra, wir sind in Deutschland.